„Man kann ja nicht nur ratlos zusehen“ – Aus den Briefen und Mails unserer Neumitglieder

Man muss den Antrag auf Mitgliedschaft in der DIG nicht begründen, aber man kann. Viele der über 250 Menschen aus Berlin und Brandenburg, die unserer Organisation seit dem 7. Oktober beitraten, verspürten den Drang, uns etwas zu ihrem Entschluss mitzuteilen. Wir dokumentieren Auszüge aus diesen Zuschriften hier in anonymisierter Form. Sie sind eindrucksvolle Zeichen der Solidarität mit Israel und des Eintretens gegen den Antisemitismus.

 

…sehr geehrte Damen und Herren, ich habe schon längere Zeit mit dem Gedanken gespielt, Ihrer Gesellschaft als kleiner Förderer beizutreten. Nun ist mit den barbarischen Geschehnissen in Israel die Sache entschieden. Ein kleines Zeichen meiner Solidarität als deutsche Staatsbürgerin und evangelische Christin.  (K.H.)

…Nicht nur mir selbst habe ich geschworen, nicht still zu sein und nicht die Augen zu verschließen, bei allen Gräueltaten, die geschehen. Ich möchte mich für die deutsch-israelische Freundschaft einsetzen und die Verbundenheit beider Länder stärken (…) Im Anhang befindet sich mein ausgefüllter Mitgliedsantrag.  (L.G.)

…sofern es möglich ist, möchte ich meine Austrittserklärung bei der DIG Berlin Brandenburg mit Wirkung ab sofort rückgängig machen. Ich wollte austreten, weil ich mich zeitlich bedingt nicht so einbringen konnte/kann, wie ich mir das ursprünglich vorgestellt hatte. Angesichts der aktuellen Ereignisse in Israel möchte ich die DIG sehr gerne weiter unterstützen, und sei es auch (nur) finanziell.  (U.G.)

…als jemand der in der Vergangenheit in Israel gelebt und gearbeitet hat, bin ich von den jüngsten Ereignissen in Israel und auch von den darauffolgenden Reaktionen von Unterstützern dieses Terrors weltweit zutiefst betroffen und traumatisiert. Ich fühle eine persönliche Verpflichtung meinen israelischen Freunden gegenüber mich stärker gegen Antisemitismus und Israelfeindlichkeit einzusetzen. (N.Y.)

…Ich schreibe Ihnen, weil ich meine tiefe Trauer und Solidarität über die aktuelle Situation in Israel zum Ausdruck bringen möchte. Ich möchte mein eigenes Sandkorn beitragen, wie klein es auch sein mag, und ich bin überzeugt, dass die DIG der beste Weg ist, dies zu tun.  (M.N.)

…angesichts dieser enorm schweren Zeiten für Israelis und Juden ist es mir ein großes Anliegen aktiv zu werden, um die deutsch-israelischen Beziehungen weiter zu stärken und ein Zeichen zu setzen gegen (oft israelbezogenen) Antisemitismus. (…) Hoffentlich kann ich durch meine Mitgliedschaft in der DIG hierzu einen Beitrag leisten. Ich bin in Gedanken bei den vielen getöteten Israelis und ihren Angehörigen und bete für eine sichere Heimkehr der über 150 Geiseln. Am Yisrael Chai!  (P.K.)

…Ein kleines Zeichen der Verbundenheit, man kann dem Geschehen in Israel ja nicht nur ratlos zusehen.  (E.B.)

…nach den schockierenden Ereignissen vom 7. Oktober und den beschämenden Reaktionen und Ausschreitungen auch in Deutschland möchte ich mein langjähriges Interesse endlich in eine Mitgliedschaft bei der DIG umwandeln.  (E.P.)

…Gerne möchte ich heute und in Zukunft aktiv mitwirken jüdisches Leben in unserem Land in der Mitte der Gesellschaft zu unterstützen. Sollten Sie in der aktuell existentiellen Bedrohung konkrete Ansätze – außerhalb von finanziellen Leistungen – für Unterstützung und Hilfe sehen, bin ich gerne ansprechbar. Mazel tov – Peace now!  (D.A.)

…Ich bin entsetzt über die Unmenschlichkeit der Hamas und deren Unterstützer, und darüber wie zahlreich diese sind und wie sehr tiefgreifende Vorbehalte gegen jüdische Menschen bestehen und sichtbar werden. Es ist für mich das einzig Richtige, mich auf Ihre Seite zu stellen und meine Stimme für Israel einzusetzen. Am Yisrael Chai!  (M.P.)

… Ich hoffe, ich kann damit zumindest einen kleinen Beitrag gegen Terror und Antisemitismus leisten.  (A.V.)

…Es ist schwer zu ertragen, was nicht erst seit eben, aber grad so vermehrt auf unseren Straßen und selbst im eigenen Freundeskreis oder kulturellen Umfeld passiert. Ich weiß um die Gräueltaten meiner Vorfahren und werde tun, was in meiner Macht steht, damit sich so etwas nicht wiederholt. Danke für euren Einsatz.  (K.G.)

…Nach dem 7.10.23 und nach der Initiative zur Veranstaltung am 22.10. am Brandenburger Tor – an der ich teilgenommen habe – ist mir klar: es kommt nicht auf das funktionale Engagement an, sondern wie es der Botschafter von Israel formulierte: „Jeder muss Position beziehen, wo er steht.“ Das ist der Grund, dass ich heute nicht nur am Brandenburger Tor dabei war, sondern wieder in die DIG eintreten will!!  (E.W.)

…es gibt wenig Worte für das, was mich seit dem 7. Oktober bewegt. Ich weiß nur, dass ich was tun muss, und wenn es zunächst der Beitritt in Ihre Gesellschaft ist. (U.G.)

…während des gestrigen Nachmittags am Brandenburger Tor fragte ich mich, weshalb ich nicht längst Mitglied der Deutsch- Israelischen Gesellschaft geworden war. Das möchte ich nun endlich tun.  (U.S.)

…Israel und meine jüdischen Freunde aufgrund der aktuellen Ereignisse zu unterstützen, ist nicht nur meine Pflicht als deutscher Staatsbürger, sondern ich habe auch Verbindungen zu Künstlern des Tribe of Nova Festivals, zu israelischen Künstlern im Allgemeinen sowie zur Berliner Clubszene.

Dort gibt es – wie ich leider in den letzten Tagen bei persönlichen Gesprächen feststellen musste – ein tiefsitzendes Antisemitismusproblem, für das ich nach Erklärungen und Lösungen suche. (M.M.)

…gerade jetzt halte ich die Freundschaft und die Zusammenarbeit zwischen Israel und Deutschland für nötiger denn je. Ich würde gern einen Beitrag leisten und beantrage daher die Mitgliedschaft.  (J.S.)

…wir waren auf der Kundgebung am Sonntag am Brandenburger Tor und die Rede von Volker Beck hat uns sehr beeindruckt. Allerdings fanden wir die Teilnehmerzahl enttäuschend. Es muss sehr viel mehr gegen den Antisemitismus in Deutschland getan werden. (G.D.)

…aufgrund der derzeitigen Lage in Nahost wollen wir als Ehepaar der DIG Berlin-Brandenburg beitreten.  (Frau K. und Herr P.)

…Und ja, ich möchte weiter Mitglied sein in Ihrer tollen Gesellschaft. Und vor allem in dieser schrecklichen Zeit, was Israel gerade erlebt durch den Terror. Ich möchte weiter an der Seite Israel sein.  (I.H.)

…Ich möchte Mitglied der DIG werden, weil es das mindeste ist das ich im Moment tun kann.  (K.K.)

…Als deutscher Jude, dessen Familie 1934 nach Argentinien emigrieren musste, aber auch noch konnte, ist es mir in diesen Zeiten noch wichtiger als ohnehin schon in der Vergangenheit, an der Seite Israels zu stehen. Ich freue mich auf die Mitgliedschaft.  (P.J.)

…nach den schrecklichen Gräueltaten der Hamas und dem im weiteren Fortgang der Ereignisse auch in Deutschland so deutlich aufflammenden Antisemitismus möchte ich auf irgendeine Art meine Solidarität mit Israel zum Ausdruck bringen. Die Mitgliedschaft in der DIG ist vielleicht ein Weg für mich in dieser Hinsicht tätig zu werden.  (M.D.)

…Ich möchte selbst aktiv werden und nicht nur zahlendes Mitglied sein.  (J.T.)

…Die Situation gerade in Berlin zu erleben, lässt mich verzweifeln – nicht aufgeben. Ich hoffe und freue mich, auf ein Umfeld zu stoßen, in dem ich mich mit meinen Gedanken nicht alleine fühle und neue Menschen kennenlerne. Ihnen möchte ich herzlich für Ihr Engagement danken und Ihnen viel Kraft für die kommende Zeit wünschen.  (C.C.)

…Genau heute vor 4 Wochen habe ich meinen Freunden in Israel geschrieben, wie erschüttert ich über das Massaker bin. Noch immer kann ich es nicht in Worte fassen. Aber ich möchte ein Zeichen setzen, gegen Hass, gegen Antisemitismus, gegen Terrorismus. Daher möchte ich gerne Mitglied in der DIG werden.  (J.S.)

…wenn ich die aktuellen Nachrichten verfolge und sehe, was auf unseren Straßen los ist und dass Jüdinnen und Juden in unserem Land schon wieder in Angst leben, macht mich das fassungslos und unglaublich traurig. Es ist mir wichtig, hier entgegenzuwirken, egal, wie klein mein Beitrag dazu objektiv betrachtet auch sein mag. (S.R.)

…Es ist in der Tat sehr traurig, daß mein Beitritt den entsetzlichen Terror der Hamas gegen Israel als Hintergrund hat. Aber ich habe mich gefragt „wenn nicht jetzt, wann dann?“. Also jetzt, weil „nie wieder“ jetzt ist. Ich freue mich dabei zu sein. (B.C.)

…Spätestens jetzt ist es Zeit für mich „Farbe zu bekennen“. Eine Mitgliedschaft in der deutsch israelischen Gesellschaft soll nur ein erster Schritt sein mehr zu tun als nur zu schweigen und zuzusehen.
Ich bin ausdrücklich auf der Seite Israels.  
(B.L.)

…Eintrittsgründe (u.a.): Versagen meiner Eltern, die als Deutsche im „Dritten Reich“ ihren jüdischen Mitbürgern natürlich nie ein Haar gekrümmt, aber auch nie einen Finger für sie gerührt haben. Immer schon große Sympathie für den Staat Israel, blankes Entsetzen über den Terror am 7. Oktober 2023, blankes Entsetzen auch über das Verstummen vieler „freiheitlich demokratischer“ Freunde und Freundinnen ringsum nach dieser Untat – und schließlich heute in Potsdam die eindrucksvolle, straffe aussagenstarke Kundgebung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft. Vielen Dank für diesen letzten Anstoß!  (J.H.)

…Ich möchte gerade in diesen Tagen durch eine Mitgliedschaft in der Deutsch-Israelischen Gesellschaft einen Beitrag zur Solidarität mit Israel und der jüdischen Bevölkerung auf der Welt leisten. Auf schärfste verurteile ich die brutalen Angriffe der Hamas auf die Zivilbevölkerung Israels, der so viele zivile Opfer gefordert hat und die Geiselnahme von über 200 Kindern, Frauen und Männern. Um jeder Form von Antisemitismus entgegenzutreten bitte ich um Aufnahme in die Deutsch-Israelische Gesellschaft.  (M.J.)

 

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