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Wald der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Israel eingeweiht

Jochen Feilcke und der deutsche Botschafter, S.E. Harald Kindermann (rechts). Foto: KKL

Jochen Feilcke und der deutsche Botschafter, S.E. Harald Kindermann (rechts). Foto: KKL

Fast vier Jahre nach dem Libanon-Krieg hat die Deutsch-Israelische Gesellschaft aus Berlin und Potsdam am 11. März 2010 die ersten von insgesamt 5.000 Bäumen eines Wiederauffor-stungsprojektes gepflanzt. Die Pinien, die Teil eines Mischwaldes nahe des Sees Genezareth werden sollen, wurden vom Vorsitzenden der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Potsdam, Jochen Feilcke, einer seiner Stellver-treterinnen, Maya Zehden,  und Vorstandsmit-glied Mirko Freitag gesetzt, der das Projekt damals angeregt hatte. Die Reisekosten haben alle Delegationsteilnehmer selbst getragen. Im Beisein des deutschen Botschafters in Israel, S.E. Dr. Harald Kindermann, enthüllte Feilcke in Kiryat Shmona eine Tafel, die an die Spende erinnert.

Wald der
Deutsch-Israelischen
Gesellschaft.
Auf Initiative der
Berliner und Potsdamer
Freunde, zum
60. Geburtstag
Israels

„Vor nicht einmal vier Jahren fand die ungleiche Auseinandersetzung der Staatsmacht Israel mit der Hizbollah-Miliz statt. Dieser Krieg kostete 150 Israelis das Leben, Hunderte wurden verletzt, Hunderttausende flohen aus dem bedrohten Norden in den sichereren Süden.

Ich war während des vierwöchigen Krieges in Israel: die Situation im Norden war unerträglich. Die psychische Belastung wegen der Einschläge der Katyuscha Raketen und wegen des permanenten Bombenalarms, war insbesondere für Kinder und alte Menschen unvorstellbar groß. Auch im Libanon waren viele unbeteiligte Zivilisten Opfer der Kämpfe, die Situation der Flüchtlinge war verheerend.

Der Krieg brachte großes Leid in ungezählte Familien. Zusätzlich musste auch die Natur einen hohen Preis zahlen. In nur 34 Tagen gab es durch die über 4.000 Katyuscha Raketen der Hizbollah mehr als 700 Waldbrände – weit über 750.000 Bäume wurden vernichtet! Infolge dieses Krieges verbrannten ganze Waldgebiete mit schlimmsten Folgen für Israel und das Klima in der Region. Galiläa – die grüne Lunge Israels, verwandelte sich in großen Teilen in schwarze, verbrannte Erde. Jeder, der Israel kennt und regelmäßig besucht, weiß, wie wichtig diese grüne Lunge für das Land ist.

Angesichts dieser bedrohlichen Situation – aber auch aufgrund der Feierlichkeiten zum 60jährigen Bestehen Israels im Jahr 2008, hatte die Deutsch-Israelische Gesellschaft Berlin und Potsdam beschlossen, nicht nur zu feiern, sondern auch aktiv zu helfen.

Die DIG Berlin und Potsdam entschied, Israel anlässlich des Geburtstages einen „Wald der Deutsch-Israelischen Gesellschaft“ zu schenken und dadurch aktiv mitzuhelfen, den zerstörten Wald im Norden wieder aufzuforsten.

„Damit setzen wir ein deutliches Zeichen der Solidarität und der Freundschaft – das für Jahrzehnte Bestand haben wird. In Israel werden die Menschen den Wald sehen und anerkennend feststellen, dass das Land treue Freunde in Deutschland hat“, so der Vorsitzende der DIG Berlin und Potsdam Jochen Feilcke.

Insgesamt haben wir 50.000 Euro gesammelt, mit denen 5.000 Bäume gepflanzt werden können. Besonders gefreut haben wir uns darüber, dass auch andere Arbeitsgemeinschaften der Deutsch-Israelischen Gesellschaft unsere Aktion unterstützt haben, zum Beispiel die DIG Baden-Baden mit einem sehr großzügigen Betrag. Auch haben uns aus allen Arbeitsge-meinschaften Mitglieder angeschrieben und uns mitgeteilt, unsere Aktion zu fördern. Das macht deutlich, was die Deutsch-Israelische Gesellschaft leisten kann, wenn sie bundesweit mobilisiert. Wir freuen uns, damit einen Beitrag zur Wiederaufforstung geleistet zu haben.

Der für das Aufforstungsprojekt zuständige Jüdische Nationalfonds KKL hat heimische Baumarten ausgewählt, um einen Mischwald anzulegen, der den harschen Klimabedingungen und dem Wassermangel gewachsen ist.

Mirko Freitag

Hier finden Sie Presseberichte zu der Einweihung des Waldes.

http://www.digberlin.de/wald-der-deutsch-israelischen-gesellschaft-in-israel-eingeweiht/

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