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	<title>Deutsch-Israelische Gesellschaft DIG</title>
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		<title>„Es geht nicht um die Tatsache, dass Kritik geübt wird, sondern wie“</title>
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		<pubDate>Wed, 19 Jun 2013 20:46:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Israelkritik-Kritik]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.digberlin.de/%e2%80%9ees-geht-nicht-um-die-tatsache-dass-kritik-geubt-wird-sondern-wie%e2%80%9c/"><img src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/06/TalGat1-218x145.jpg" title="" alt=" " /></a>
Wo liegen die Grenzen dessen, was an Israel und Juden bemängelt werden kann? Das „Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus“ beging am 10. Juni 2013 sein fünfjähriges Bestehen mit Vortrag und Podiumsdiskussion zum Thema „Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert“ an der TU Berlin. Eine Antwort auf die Eingangsfrage formulierte Tal Gat, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/06/TalGat1.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-4167" title="Foto: JL/DIG Magdeburg" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/06/TalGat1.jpg" alt="Foto: JL/DIG Magdeburg" width="330" height="220" /></a>Wo liegen die Grenzen dessen, was an Israel und Juden bemängelt werden kann? Das „Jüdische Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus“ beging am 10. Juni 2013 sein fünfjähriges Bestehen mit Vortrag und Podiumsdiskussion zum Thema „Judenfeindschaft im 21. Jahrhundert“ an der TU Berlin. Eine Antwort auf die Eingangsfrage formulierte <strong>Tal Gat</strong>, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der israelischen Botschaft in Berlin, bereits in seinem Grußwort. Wir veröffentlichen es hier mit freundlicher Genehmigung.<span id="more-4166"></span></em></p>
<p>Sehr geehrter Professor Steinbach, sehr geehrte Frau Professor Schwarz-Friesel, liebe Lala Süsskind, lieber Levi Salomon, sehr geehrte Bundestagsabgeordnete, verehrte Gäste,</p>
<p>ich freue mich, dass ich heute zu Ihnen im Namen des Botschafters sprechen darf, der leider wegen bereits bestehender Verpflichtungen verhindert ist und Ihre Einladung daher nicht annehmen konnte.</p>
<p>Als erstes möchte ich jenen Personen danken, die diese Veranstaltung ermöglichen, nämlich dem „Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus“, das seit fünf Jahren unter den Anstrengungen von Lala Süsskind und Levi Salomon eine sehr wichtige Arbeit leistet.</p>
<p>Auch danke ich Professor Steinbach, durch den ermöglicht wurde, dass dieser wichtige Dialog heute in den Räumen der TU stattfinden kann. Und natürlich danke ich Frau Professor Schwarz-Friesel, deren jahrelange Sammlung und Analyse der Zuschriften an den Zentralrat der Juden in Deutschland und die israelische Botschaft zeigt, wie das alte Phänomen der Judenfeindschaft als heutiger Antisemitismus und Antiisraelismus im 21. Jahrhundert zu Tage tritt. Ich freue mich auch sehr, hier Mitglieder des Bundestages begrüßen zu können. Sie bringen sich in die heutige Diskussion ein, weil Sie sich um die Entwicklungen innerhalb des öffentlichen Diskurses sorgen, sobald es um Israel geht.</p>
<p>Gern leistet die Abteilung Öffentlichkeitsarbeit an der Botschaft ihren Beitrag dazu und stellt die täglich eintreffenden antisemitischen und antiisraelischen E-Mails, Faxe und Briefe für diesen Zweck zur Verfügung.</p>
<p><strong>Es ist immer die israelische Regierung, die im Kreuzfeuer der Kritik steht.</strong></p>
<p>Seit ich vor zwei Jahren mein Amt in Berlin angetreten habe, begegnet mir in Gesprächen immer wieder die eigentlich eher rhetorische Frage, „warum man Israel nicht kritisieren dürfe“. Während jene, die diese Frage stellen, damit zum Ausdruck bringen möchten, dass Deutsche sich in ihrer Kritik gegenüber Israel nolens volens zurückhalten würden, schlägt mir dennoch von jeder Gruppe und jedem Gesprächspartner in Deutschland ungehemmte Kritik an Israel entgegen – natürlich nicht ohne im selben Atemzug Israels Existenzrecht anzuerkennen, als ob dies angezweifelt werden würde.</p>
<p>Verehrte Anwesende, Kritik ist in Ordnung, Kritik ist willkommen und die härteste Kritik kommt aus Israel selbst und findet auf Hebräisch statt. Aber warum sind wir dann so empfindlich bei Kritik an Israel? Es sind nie die Juden, es sind meist die Israelis – mal die Siedler, mal die Orthodoxen, mal das Militär – und es ist immer die israelische Regierung, die im Kreuzfeuer der Kritik steht.</p>
<p>Es geht aber nicht um die Tatsache, dass Kritik geübt wird, sondern wie. Frau Professor Schwarz-Friesel kann auf wissenschaftliche Weise eine klare Linie ziehen, wann Kritik an Israel in Israelfeindschaft kippt, was linguistisch belegbar die moderne Form der Judenfeindschaft ist. Die Ergebnisse dieser Analyse sollten eine dringende Warnung sein. Aussagen wie „Deutschland duckt sich vor Israel“ oder „Israel zieht die Welt in einen Krieg“, wie immer wieder zu hören sind, sind keine legitime Israelkritik mehr. Tauschen Sie einfach das Wort „Israel“ gegen das Wort „Juden“, und Sie sehen, wann es nicht mehr legitim ist.</p>
<p><strong>Tauschen Sie „Israel“ gegen „Juden“, und Sie sehen, wann Kritik nicht mehr legitim ist.</strong></p>
<p>Während es in den bilateralen Beziehungen akzeptable und konstruktive Kritik gibt, wird leider auch oftmals die Kritik an Israel zur eigenen Positionierung und für innergesellschaftliche oder innenpolitische Dispute instrumentalisiert. Gleichzeitig werden die Bedrohungen auf verschiedenen Ebenen, denen sich Israel zunehmend gegenübersieht, von Terror über die BDS-Kampagne bis zum „Lawfare“, vernachlässigt. An Israel werden nicht nur Doppelstandards angelegt, sondern einzig auf Israel maßgeschneiderte Standards, die für keinen anderen Staat der Welt gelten.</p>
<p>Verehrte Gäste, Deutschland und Israel teilen eine gemeinsame Vergangenheit. Unsere Identitäten sind mit einem gordischen Knoten verbunden. Als moderne Nationen teilen wir die gleichen Werte und Interessen. Gleichzeitig gibt es die Tendenz in der deutschen Gesellschaft, unsere einzigartigen bilateralen Beziehungen in Frage zu stellen, angetrieben von Instanzen der literarischen, medialen oder auch politischen Arena, die auf fahrlässige oder fragwürdig motivierte Art obsessive Kritik an Israel üben.</p>
<p>Ich hoffe, dass sich unsere wertvollen und vertrauensvollen Beziehungen, die unsere Regierungen und unsere Völker in den letzten fast 50 Jahren aufgebaut haben, weiterhin positiv entwickeln – trotz verschiedener Symptome wie den Forschungsgegenständen von Professor Schwarz-Friesel, wie den Grass- und Augstein-Ergüssen, wie den sich häufenden physischen und verbalen Angriffen auf Juden und Israelis in der Öffentlichkeit und den Boykott- und Sabotage-Aktionen auf kulturellem und akademischem Gebiet.</p>
<p>Ich bin mir sicher, dass Initiativen wie die Veranstaltung heute Abend für unseren Dialog von großer Bedeutung sind und einen wesentlichen Beitrag dazu leisten können, zu sensibilisieren und unsere bilateralen Beziehungen zu stärken.</p>
<p>Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Ich wünsche uns allen eine anregende Diskussion.</p>
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		<title>Israelisch-palästinensische Studienreise: Wirtschaft verbindet</title>
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		<pubDate>Tue, 21 May 2013 15:54:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus</dc:creator>
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		<description><![CDATA[<a href="http://www.digberlin.de/israelisch-palastinensische-studienreise-wirtschaft-verbindet/"><img src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/05/Israelpalaestina-218x145.jpg" title="" alt=" " /></a>
Israelische und palästinensische Jungunternehmer waren im April auf Einladung des Netzwerks „Palestinian-Israeli Young Business Leaders Forum“ der „Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit“ auf gemeinsamer Studienreise in den Grenzregionen Euregio Maas-Rhein und Euroregion Deutschland-Polen.
 
Von Stefanie Steinbach 
Eher selten machen sich Israelis und Palästinenser gemeinsam auf Reisen. Trotzdem gelang es der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Jungunternehmer aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Israelische und palästinensische Jungunternehmer waren im April auf Einladung des Netzwerks „Palestinian-Israeli Young Business Leaders Forum“ der „Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit“ auf gemeinsamer Studienreise in den Grenzregionen Euregio Maas-Rhein und Euroregion Deutschland-Polen.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Von Stefanie Steinbach</em> <span id="more-4161"></span></p>
<p>Eher selten machen sich Israelis und Palästinenser gemeinsam auf Reisen. Trotzdem gelang es der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit, Jungunternehmer aus den besetzten Gebieten in der Westbank und aus Israel für eine Studienreise zum Thema „Grenzüberschreitende wirtschaftliche Zusammenarbeit“ zu gewinnen.</p>
<p>Neben der Erkenntnis, dass durch den europäischen Friedensprozess ehemalige Grenzregionen in zentrale Lagen rückten, erkannten die Teilnehmer das wirtschaftliche Potential, das sich durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit trotz unterschiedlicher Unternehmenskulturen und administrativer Strukturen entwickeln kann. Sowohl in Aachen als auch in Frankfurt/Oder konnten sie sich von der politischen Dimension solcher Kooperationen überzeugen und feststellen, welcher Beitrag zu Frieden und Völkerverständigung durch tägliche Begegnungen geleistet wird.</p>
<p><strong>Wirtschaftliches Potential trotz unterschiedlicher Unternehmenskulturen </strong></p>
<p>Von den Gesprächspartnern wurde aber auch die Schwierigkeit hervorgehoben, Unternehmen davon zu überzeugen, in grenzüberschreitenden Projekten zu investieren. Da die Standortbedingungen sich nicht von anderen Investitionsstandorten in den einzelnen Ländern unterschieden und die Arbeitnehmer aus den beteiligten Mitgliedsländern unterschiedlichen Sozialgesetzgebungen unterlägen, müsse genau überlegt werden, welche Unternehmen man gewinnen wolle. In Aachen entschied man sich wegen der guten Verkehrsanbindung des Dreiländerecks erst kürzlich, im entstandenen Industrie- und Gewerbegebiet Logistikunternehmen anzusiedeln. In Frankfurt/Oder stand die erfolgreiche Zusammenarbeit im Bildungsbereich im Vordergrund.</p>
<p>Höhepunkt der Informationsreise war die <a href="http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Berichte/DE/Daniela-Schadt/2013/130425-Palestinian-Israeli.html" target="_blank">Einladung von Daniela Schadt</a> ins Schloss Bellevue. Anlässlich des Staatsbesuches von Bundespräsident Gauck im Mai des vergangenen Jahres hatte die Lebenspartnerin des Bundespräsidenten Teilnehmer des israelisch-palästinensischen Dialogforums der Naumann-Stiftung kennengelernt und spontan eine Einladung ausgesprochen, um sich erneut über aktuelle politische Entwicklungen im Nahen Osten auszutauschen.</p>
<p><strong>„Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass Israelis und Palästinenser so harmonisch miteinander auskommen können.“</strong></p>
<p>Abschließendes Urteil eines Teilnehmers war: „Ich hätte es nie für möglich gehalten, dass Israelis und Palästinenser eine ganze Woche so harmonisch und konstruktiv miteinander auskommen können.“ Der Einsatz der Stiftung hat sich also gelohnt und das angestrebte Ziel wurde voll erreicht.</p>
<p><em>Die Autorin ist Referentin Mittelmeerländer der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit </em></p>
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		<title>Ester Golan in Memoriam</title>
		<link>http://www.digberlin.de/ester-golan-in-memoriam/</link>
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		<pubDate>Thu, 25 Apr 2013 08:16:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Nachruf]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.digberlin.de/ester-golan-in-memoriam/"><img src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/04/Ester_Golan_1-218x145.jpg" title="Ester Golan mit Freiwilligen der ASF in ihrer Jerusalemer Wohnung" alt="Ester Golan mit Freiwilligen der ASF in ihrer Jerusalemer Wohnung" /></a>
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Am 7. April 2013, am Vortag des Yom Ha Shoa, starb Ester Golan inmitten ihrer Familie in ihrer Jerusalemer Wohnung im Alter von 89 Jahren. Selig sei ihr Andenken. 
von Margreet und Stefan Krikowski
Ester Golan wurde 1923 als Ursula Dobkowsky in Glogau (Schlesien) [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em></p>
<div id="attachment_4157" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/04/Ester_Golan_1.jpg"><img class="size-full wp-image-4157" title="Foto: privat" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/04/Ester_Golan_1.jpg" alt="Ester Golan (1923 – 2013)" width="330" height="220" /></a><p class="wp-caption-text">Ester Golan (1923 – 2013)</p></div>
<p>Am 7. April 2013, am Vortag des Yom Ha Shoa, starb Ester Golan inmitten ihrer Familie in ihrer Jerusalemer Wohnung im Alter von 89 Jahren. Selig sei ihr Andenken. </em></p>
<p><em>von Margreet und Stefan Krikowski</em><span id="more-4156"></span></p>
<p>Ester Golan wurde 1923 als Ursula Dobkowsky in Glogau (Schlesien) geboren. Ihre Eltern, Aron und Elsbeth Dobkowsky (geb. Oppenheim), zogen durch die Weltwirtschaftskrise ruiniert 1937 mit ihren drei Kindern nach Berlin in die Courbière Straße 16. Krampfhaft suchten sie für sich und die Kinder nach einem Ausweg aus Deutschland. Alle Bemühungen, als Familie auszuwandern schlugen fehl. Schließlich konnte Ester am 25. März 1939 mit einem der von Recha Freier initiierten Kindertransporte vom Berliner Bahnhof Zoo nach Schottland abreisen. „Ein schneller Abschied am Bahnhof. Der Zug war schon eingefahren. Ich stieg ein, und der Zug fuhr los. Ich machte mir keine großen Sorgen darüber, denn damals hatte ich nur das aufregende Gefühl zu „verreisen“. Niemals wäre mir in den Sinn gekommen, der Abschied könnte eine lange, vielleicht sogar endgültige Trennung bedeuten.“</p>
<p>Ester und ihre Eltern unterhielten bis zu deren Deportation nach Theresienstadt einen engen Briefkontakt. Die Briefe ihrer Eltern schildern den immer ausweglos werdenden Kampf, einen Weg raus aus Deutschland zu finden. Aber Esters Eltern blieb jeder Ausweg versperrt. Am 5. November 1942 wurden sie mit dem 72. Alterstransport nach Theresienstadt deportiert. Dort starb Aron Dobkowsky am 10. Februar 1943. Elsbeth Dobkowsky wurde nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Das genaue Todesdatum ist unbekannt.</p>
<p>Erst in den 1990er Jahren war Ester emotional in der Lage, die Briefe wieder in die Hand zu nehmen. Viel Gleichgültigkeit und Unverständnis musste sie überwinden, um die Briefe zu veröffentlichen. „Auf Wiedersehen in unserem Land“ (ECON Verlag, 1995) heißt das Buch, denn mit dieser Hoffnung und Sehnsucht hatte sich Elsbeth Dobkowsky von ihrer Tochter verabschiedet.</p>
<p>Wenn von Helden die Rede ist, sollten wir nicht nur an die Kämpfer des Warschauer Ghettos denken, sondern auch an Eltern, wie ihre, so sagte Ester. Eltern, die den Mut hatten, ihre Kinder in fremde Hände zu übergeben, damit sie eine Überlebenschance erhielten. Für diese Anerkennung kämpfte Ester zeitlebens.</p>
<p>Am 2. Juni 1945 kam Ursula in Haifa an. Seitdem nannte sie sich Ester. Sie heiratete und bekam eine Tochter und zwei Söhne und viele, viele Enkel und Urenkel. Ihre Identität umschrieb sie als Jüdin, Zionistin, Israeli und Shoa-Überlebende. Sie studierte im Erwachsenenalter unter anderem Sozialpädagogik. Die kleine resolute Frau vertrug keine Untätigkeit. Im fortgeschrittenen Alter lernte sie den Umgang mit dem Computer, hatte ihre eigene Homepage und unterhielt in regem E-Mail-Verkehr Kontakt zu den vielen Bekannten in Israel, Europa, vor allem Deutschland und Amerika. In Israel engagierte sie sich in interreligiösen und interkulturellen Begegnungen.</p>
<div id="attachment_4159" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/04/Ester_Golan_3.JPG"><img class="size-full wp-image-4159" title="Foto: Stefan Krikowski" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/04/Ester_Golan_3.JPG" alt="Ester Golan mit Freiwilligen der ASF in ihrer Jerusalemer Wohnung" width="330" height="220" /></a><p class="wp-caption-text">Ester Golan mit Freiwilligen der ASF in ihrer Jerusalemer Wohnung</p></div>
<p>Esters Tür stand immer offen, weil sie neugierig auf Kontakte mit anderen jungen Menschen war. Nach dem Tod ihres Mannes zog sie nach Jerusalem, um in der Nähe ihrer Kinder zu sein. Sie engagierte sich, lebhaft und streitbar wie sie war, unter anderem bei ASF, für deren Volontäre sie eine gefragte Anlaufstelle war. Wie viele ASF-Volontäre mag sie wohl in ihrer Wohnung empfangen haben, um ihnen das Judentum und seine und ihre Geschichte näher zu bringen? Ester war eine Brückenbauerin par excellence. Sie wurde regelmäßig nach Deutschland eingeladen, auch vor Schulen zu sprechen. Immer wieder las sie einen Brief ihrer Mutter vor, der am Ende abgedruckt ist.</p>
<p>Im Rahmen der Stolpersteinverlegung für ihre Eltern in der Courbière Straße im September 2003 hielt Ester einen Vortrag in einer Schulklasse der Schöneberger Löcknitz-Grundschule. An dem Tag wurde auch der erste Kontakt geknüpft für ihre Mappe in der jetzt endlich permanenten Ausstellung „Wir waren Nachbarn“ im Schöneberger Rathaus.</p>
<p>Schalom v lehitraot, liebe Ester, wir vermissen Dich!</p>
<p>Um den ganzen Schmerz der jungen Ester Golan über den Verlust ihrer geliebten Eltern zu verstehen, sei nochmals der ausführliche Brief ihrer Mutter aus dem Buch „Auf Wiedersehen in unserem Land“ wiedergegeben:</p>
<p><em>Berlin, 24. April 1939</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Meine liebe Ursula,</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Deine liebe Karte vom 14.4. haben wir Dir postwendend mit einem ausführlichen Brief beantwortet. Heute ist nun schon der 24.4., und wir haben noch immer den sehnsüchtig erwarteten ausführlichen Brief nicht erhalten. Ursula, dies ist ein schlechter Anfang, und wir sind tief traurig, daß Du Dich in dieser Zeit nicht zu einem ausführlichen Bericht aufraffen konntest, Du kennst unseren lieben besorgten Papi, er hat schon diverse Male mit kräftig erhobener Stimme seinen heftigen Unwillen über Dein für uns rätselhaftes Schweigen geäußert. Dies anhören zu müssen, ist für mich wahrlich keine reine Freude. Und Papis Zorn ist für meine Begriffe berechtigt.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Also, mein liebes Mädelchen, reiß dich zusammen und schreibe schnell einen ausführlichen Brief. Schreibe auch, wie es Sabine Levy geht und ob sie noch im Krankenhaus liegt. Am Freitagabend kam Sabines Mutter zu uns. Urselchen, sie hat uns sehr gut gefallen. Sie ist eine liebe, kluge Frau mit sehr vernünftigen Ansichten. Sie erzählte uns, daß Sabine am vorigen Freitag einen ausführlichen Brief geschrieben hätte, über den sie und ihr Mann sich sehr gefreut hatten. Aber am nächsten Tag kam eine Nachricht von einer Dame, daß Sabine am Sonnabend mit einer Halsentzündung ins Krankenhaus eingeliefert wurde und voraussichtlich vierzehn Tage lang nicht nach Hause schreiben könne. Schreibe uns also umgehend, was Du über Sabines Befinden weißt.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Vom Peter kam heute eine beglückte Karte, geschrieben am 14.4. in Deganja (eine Siedlung südlich vom See Genezareth) und abgestempelt 17.4. Er schreibt: Meine Lieben, jetzt sind wir wirklich noch auf Tijul (Ausflug) gegangen. Wir fuhren über Ein-Charod, Beth-Schean, Aschdot-Jaakov, Afikim nach Deganja. Und morgen geht es weiter nach Galiläa. So etwas gibt es nicht noch einmal. Ich habe hier viele Freunde aus meiner Vorbereitungszeit getroffen. Jetzt muß ich leider schließen, da wir weiter marschieren. Viele herzliche Grüße, Schalom, Peter.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Von Großmutti und Onkel Emil aus Portugal hatten wir heute auch eine liebe Karte. Sie sind alle gesund und wohlauf, und es ist schönes Wetter, 37 Grad Wärme. Grußmutti sorgt sich sehr um die Dickmanns in Bogotá. Seit Januar haben sie weder an Großmutter noch an uns geschrieben. Heute werde ich zu Onkel Wilhelm gehen und ihn bitten, bei Hans anzufragen, was bei den Dickmanns los ist.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>So, meine liebe Ursula, und nun kommt das Trostloseste, was ich Dir zu berichten habe. Ich war vorigen Dienstag aufs Palästina-Amt bestellt, und da eröffnete mir Herr Kopid klipp und klar, daß wir nicht mit dem Zertifikat rechnen können. Die Angelegenheit sei ins Wasser gefallen, und wie uns, so ginge es allen, die mit einem Antwerper Zertifikat rechneten! Jedem Land war eine bestimmte Anzahl Zertifikate zur Verfügung gestellt. Da die Belgier sie nicht ausgenutzt hatten, erkauften wir eines für teures Geld. Also, der Traum ist aus. Und ich war natürlich fassungslos, ich konnte mich eben nicht mehr beherrschen und mußte vor dem Mann so bitterlich weinen, daß er nicht wußte, was er mit mir anfangen sollte. Aber allmählich beruhigte ich mich äußerlich so weit, daß ich mich verabschieden konnte. Ich dachte, überhaupt alles um mich steht still. Daß diese prompte Absage eintreten könnte, hab ich mir nie träumen lassen. Dazu das nervenzerreißende Warten seit September vorigen Jahres! Ich kann Dir nur sagen, alles ist in mir wie ausgehöhlt.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em></p>
<div id="attachment_4160" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/04/Ester-Golan_4.JPG"><img class="size-full wp-image-4160" title="Foto: privat" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/04/Ester-Golan_4.JPG" alt="Ester Golan als junges Mädchen" width="220" height="330" /></a><p class="wp-caption-text">Ester Golan als junges Mädchen</p></div>
<p></em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Vom Kopid ging ich sofort herauf zu Recha Freier. Nachdem ich dort im Gange eine Stunde gewartet hatte, sprach sie sehr ausführlich mit mir und tröstete mich und dachte nach. Sie verwies mich an die Alija B (illegale Einwanderung nach Palästina). Ich wußte nicht, in welchem Zimmer das ist, also mußte ich mich in Zimmer 25 anmelden und wurde für Freitag bestellt. Freitag beriet mich wieder der siebzig Jahre alte Dr. Ludwig, der mir in nicht sehr freundlichen Worten sagte, das käme für uns nicht in Frage. Und als ich wie angewurzelt sitzen blieb und in ihn drang, weshalb, sagte er erst, ich sollte ihm doch die Antwort ersparen. Ich drang aber weiter in ihn, und da sagte er mir ganz kurz: „Ihr Mann ist eben zu alt.“ Ich hätte dem Mann trotz seines Alters ins Gesicht schlagen mögen.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Also ging ich hinaus und wieder hinauf zu Recha. Recha hatte nämlich am Freitag zu mir gesagt, ich sollte sie auf dem laufenden halten und ihr sofort sagen, was ich für einen Bescheid erhielte. Freitag wurde mir aber gesagt, Recha wäre für zehn Tage im Ausland. Ob ihr etwas mitzuteilen wäre oder ob ich ihr einen Brief schreiben wollte, Post würde ihr am Freitag nachgeschickt. Ich sagte, ich danke, und ging. Als ich aber auf der halben Treppe war, machte ich kehrt und ging noch einmal zurück und sagte, ich wollte ihr doch noch einige Zeilen nachsenden. Ich schrieb: „Liebe Recha, ich bin abgewiesen, weil mein Mann zu alt sein soll. Mein Mann ist zweiundfünfzig Jahre alt. Ich hoffe auf Deinen Rat. Herzlichen Gruß.“</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Dieser Zettel wurde ihr ja auch geschickt. Nun kann ich sie erst in acht Tagen sprechen. Aber Ursula, unser Schicksal scheint ja besiegelt zu sein. Wir kommen nicht nach Erez Israel.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Zwei Tage habe ich Tag und Nach geweint. Selbst unserem guten Vati kommen des öfteren Tränen der Verzweiflung, denn unser einziger Wunsch war doch der, und wenn in noch so bescheidenen Verhältnissen, mit Euch, unseren geliebten Kindern, in Erez zu sein.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Und nun muß ich als solch alte und überzeugte Zionistin nach Schanghai, von wo ich nie zu Euch gelangen kann. Denn wenn auch Peter uns in einigen Jahren anfordern könnte, so ist doch nie wieder das Geld für die unendliche weite Reise von Schanghai nach Erez aufzutreiben. Die billigste Fahrkarte von hier nach Schanghai kostet für eine Person über tausend Mark.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Vati benimmt sich mir gegenüber wie immer sehr edel. Er ist so liebt und sagt: „Gutes, Du darfst Dich nicht so grämen, Du darfst nicht krank werden.“ Ich laufe ständig mit einer verheulten Schnapsnase rum. Da wir nun um keinen Preis mehr länger hier bleiben können, denn unsere Geldmittel haben so abgenommen, daß uns sonst kein Fahrgeld übrigbleibt, habe ich mich entschlossen, dorthin mit Vati auszuwandern, wo wir hin können. Wir wünschen nur beide dringend, daß Marianne-Renate vorher nach London abgerufen wird. Denn nur ungern würden wir das Kind in ein so unbestimmtes Schicksal mitnehmen, wo es, wenn Vater und mir etwas zustößt, ganz allein dasteht. Ist sie aber in London, so habt Ihr beiden Großen die heilige Pflicht, ihr beizustehen.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Wie weh und traurig Vati und mir zumute ist, wirst Du in Deiner Jugend noch gar nicht ermessen können. Aber daß wir alle Ursache zum Verzweifeln haben, das fühlst auch Du, mein geliebtes Kind. Vati ist jetzt auf den verschiedensten Reisebüros, um zu erfahren, für wann wir belegen können. Denn für die nächsten Monate soll nichts mehr frei sein.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Wir würden ja auch gern probieren, ob wir als Dienerpaar irgendeine Anstellung und somit das Permit für England erhalten können. Wir würden ja jede Arbeit leisten. Dort könnten wir uns ja bestimmt über Wasser halten, bis Ihr uns anfordern könntet. Und die Reise von England nach Erez ist ja auch erschwinglich. Aber wir wissen nicht, wie wir es anstellen können. Vielleicht kannst Du Dich mit irgendjemandem beraten. Aber schnelle Hilfe tut uns not!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Herr Brode ist wieder zu Hause und läßt Dich grüßen. Herr Heumann hatte doch den Preßbilderbogen, den Du ihm zur Hochzeit seines Sohnes gemacht hast, diesem nach Erez nachgesandt. In seinem letzten Brief bedankt sich nun der junge Ehemann dafür und schreibt, Du hättest ihm und seiner jungen Frau damit eine herzliche Freude bereitet. Sobald Du in Erez sein wirst, lädt er Dich heute schon herzlich als seinen lieben Gast ein. Am Freitag waren wir zum Abendbrote bei den Schotts.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Sonst wüßte ich nichts mehr zu berichten. Also, mein liebes Mädelchen, beliebe gesund, schreibe und recht bald ausführlich. Du kannst ganz offen auf diesen Brief eingehen. Vati weiß, daß ich Dir über all das schreibe. Nur weil ich nicht haben will, daß er sich von neuem beim Lesen aufregt, sende ich den Brief ab, ohne daß ich auf ihn warte zum Anschreiben. Er läßt Dich recht herzlich grüßen, auch das Kind sendet Grüße.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Bleibe gesund und vergiß Deine Eltern nicht!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Ich grüße und küsse Dich innig.</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Schalom, Deine treue Mutter</em></p>
<p>Ester Golan in Memoriam (1923 – 2013)</p>
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		<title>Israel-Tag Berlin 2013</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Apr 2013 19:52:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redakteur2</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine-Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[8. Mai 2013]]></category>
		<category><![CDATA[Israel]]></category>
		<category><![CDATA[Israel-Tag]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.digberlin.de/israel-tag-berlin-2013/"><img src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/04/Flyer-Israeltag-2013-218x143.jpg" title="Israel-Tag Berlin 2013" alt="Israel-Tag Berlin 2013" /></a>

Mazal tov, Israel! &#8211; Let&#8217;s celebrate!
In diesem Jahr findet der Israeltag am 8. Mai 2013 bundesweit unter der Schirmherrschaft von Dr. Dieter Graumann, Präsident des Zentralrates der Juden und S.E. Yakov Hadas-Handelsman, Botschafter des Staates Israel in Deutschland statt. Dieser Tag ist zugleich Yom Yerushalayim (Jerusalemtag).
8. Mai 2013 in der Zeit von 15 bis 19 [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-4154" title="Flyer Israeltag 2013" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/04/Flyer-Israeltag-20133.jpg" alt="Flyer Israeltag 2013" width="480" height="317" /></p>
<p><strong>Mazal tov, Israel! &#8211; Let&#8217;s celebrate!</strong></p>
<p>In diesem Jahr findet der Israeltag am 8. Mai 2013 bundesweit unter der Schirmherrschaft von Dr. Dieter Graumann, Präsident des Zentralrates der Juden und S.E. Yakov Hadas-Handelsman, Botschafter des Staates Israel in Deutschland statt. Dieser Tag ist zugleich Yom Yerushalayim (Jerusalemtag).</p>
<p><strong>8. Mai 2013 in der Zeit von 15 bis 19 Uhr<br />
Wittenbergplatz, neben dem KaDeWe</strong></p>
<p>Unter dem Motto „ILI – I Like Israel“ feiern wir anlässlich des 65. Jahrestages der Gründung des Staates Israel ein fröhliches Fest. Über 30 Institutionen und Organisationen präsentieren sich mit ihren Informationsmaterialien und Ansprechpartnern vor Ort. Ein Bühnenprogramm mit Rede- und musikalischen Beiträgen sorgt für Unterhaltung. Falls Sie helfen können, wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle.</p>
<p><strong>Don&#8217;t miss it!</strong></p>
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		<title>Israelreise der DIG Berlin und Potsdam vom 14.06. bis 23.06.2013</title>
		<link>http://www.digberlin.de/israelreise-der-dig-berlin-und-potsdam-vom-14-06-bis-23-06-2013/</link>
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		<pubDate>Tue, 26 Mar 2013 16:50:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus</dc:creator>
				<category><![CDATA[AKTUELLES]]></category>
		<category><![CDATA[ISRAEL-REISEN]]></category>
		<category><![CDATA[Termine-Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[Israelreise 2013]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.digberlin.de/israelreise-der-dig-berlin-und-potsdam-vom-14-06-bis-23-06-2013/"><img src=""  alt=" " title=" " /></a>
Politik, Gesellschaft, Natur – Israelreise der DIG Berlin und Potsdam vom 14.06. bis 23.06.2013
Finden Sie hier den Flyer und nähere Informationen zu unserer diesjährigen Studienreise in den Jüdischen Staat.
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Politik, Gesellschaft, Natur – Israelreise der DIG Berlin und Potsdam vom 14.06. bis 23.06.2013</p>
<p>Finden Sie <a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/03/Israelreise-2013-Flyer.pdf">hier</a> den Flyer und nähere Informationen zu unserer diesjährigen Studienreise in den Jüdischen Staat.</p>
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		<title>Regierungsbildung schwieriger denn je</title>
		<link>http://www.digberlin.de/regierungsbildung-schwieriger-denn-je/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Feb 2013 22:03:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus</dc:creator>
				<category><![CDATA[AKTUELLES]]></category>
		<category><![CDATA[BEITRÄGE]]></category>
		<category><![CDATA[Startseite Text]]></category>
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		<category><![CDATA[Nachbericht]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.digberlin.de/regierungsbildung-schwieriger-denn-je/"><img src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/02/Election2013isr-218x145.jpg" title="Wahlsieger Yair Lapid: "Bibis" Königsmacher?" alt="Wahlsieger Yair Lapid: "Bibis" Königsmacher?" /></a>
 
 
 
 
 
 
 


 
 
 
 
 
 
Welt-Korrespondent Richard Herzinger sprach am 31. Januar 2013 im Jüdischen Gemeindehaus über Israel nach der Wahl. Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Jüdischen Volkshochschule, dem Middle East Freedom Forum Berlin und der Konrad-Adenauer-Stiftung
von Isabel Murray
Es war eine kurzfristige Zusage: Dr. Richard Herzinger, politscher [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
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<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em></p>
<div id="attachment_4142" class="wp-caption alignright" style="width: 330px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/02/Election2013isr.jpg"><img class="size-full wp-image-4142 " title="Foto: צביה / Wikimedia Commons / lizensiert gemäß CCA-ShareAlike 3.0 Unported" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/02/Election2013isr.jpg" alt="Knesset-Wahlen 2013: knappe Mehrheit für &quot;Bibi&quot; Netanyahu" width="330" height="220" /></a><p class="wp-caption-text">Knesset-Wahlen 2013: knappe Mehrheiten</p></div>
<p></em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Welt-Korrespondent Richard Herzinger sprach am 31. Januar 2013 im Jüdischen Gemeindehaus über Israel nach der Wahl. Eine gemeinsame Veranstaltung mit der Jüdischen Volkshochschule, dem Middle East Freedom Forum Berlin und der Konrad-Adenauer-Stiftung</em></p>
<p><em>von Isabel Murray</em></p>
<p><span id="more-4143"></span>Es war eine kurzfristige Zusage: Dr. Richard Herzinger, politscher Korrespondent der Welt-Gruppe, hatte sich spontan bereit erklärt, für den plötzlich erkrankten Referenten Eldad Beck einzuspringen, wofür ihm Sigalit Meidler-Waks, die Leiterin der Jüdischen Volkshochschule, zum Auftakt der sehr gut besuchten Abendveranstaltung herzlich dankte.</p>
<p>Herzinger verwies in seinem einleitenden Vortrag zum Thema „Israel nach der Wahl“ darauf, dass es aufgrund der Vielzahl der Parteien, die am 22. Januar 2013 in die 120 Sitze umfassende Knesset gewählt wurden, schwieriger denn je werde, eine handlungsfähige Regierung zu bilden. Doch gerade in dieser Situation zeige sich, dass Israel, entgegen den Befürchtungen manches „Israelkritikers”, eine ausgesprochen lebendige Demokratie sei.</p>
<p>Der Verlust von 11 Mandaten im konservativen Likud-Beitenu-Bündnis unter der Führung des Regierungschefs Benjamin Netanjahu mache sehr deutlich, wie offen und kontrovers die israelische Gesellschaft über ihren künftigen Weg streite. Der überraschende Aufstieg der liberalen Partei, Yesh Atid („Es gibt eine Zukunft“) zur zweitstärksten Kraft, manifestiere die säkulare Gegenwehr gegen die Anmaßungen ultraorthodox-religiöser Kräfte und reflektiere darüber hinaus auch den Widerstand der Mittelschichten gegen ihre drohende Verarmung. Yesh Atids prominenter Gründer, der in Israel überaus beliebte Medienstar Yair Lapid, habe, so Herzinger, außenpolitisch keine detaillierten Schwerpunkte, sondern konzentriere sich mit innenpolitischen Themen eher auf die Bewältigung der sozioökonomischen Probleme des israelischen Mittelstands. Das Wahlergebnis mache somit auch deutlich, dass im Wahlkampf in erster Linie die sozialen Schieflagen – nicht jedoch der Konflikt mit den Palästinensern oder die Bedrohung durch den Iran – die Hauptrolle gespielt haben und folglich das Mitte-Links-Lager mit 19 Mandaten gestärkt wurde. Inwiefern sich die Yesh Atid-Partei des israelischen „George Clooney“ mit ihrem Programm politisch werde durchsetzten können, lasse sich gegenwärtig allerdings nicht voraussehen.</p>
<p><strong>Es lässt sich noch nicht voraussehen, ob sich Israels „George Clooney“ durchsetzen wird.</strong></p>
<div id="attachment_4145" class="wp-caption alignleft" style="width: 220px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/02/Lapid_2013.jpg"><img class="size-full wp-image-4145" title="Foto: מטה יש עתיד / lizensiert gemäß CC Attribution-ShareAlike 3.0 Unported" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/02/Lapid_2013.jpg" alt="Wahlsieger Yair Lapid: &quot;Bibis&quot; Königsmacher?" width="220" height="330" /></a><p class="wp-caption-text">Wahlsieger Yair Lapid: &quot;Bibis&quot; Königsmacher?</p></div>
<p>Trotz mancher sozialer Verwerfungen könne Israel jedoch durchaus zuversichtlich in die Zukunft sehen, denn seine innovative und dynamische Wirtschaft hätte weiterhin beachtliche Wachstumsraten. Richard Herzinger ist der Auffassung, dass es in Israel kein Wachstums-, sondern ein Verteilungsproblem gäbe, da nicht nur die sozial Schwachen, sondern auch die Mittelschichten, unter extrem hohen Lebensmittel- und Mietpreisen zu leiden hätten.</p>
<p>Auch außenpolitisch sei die Lage für Benjamin Netanjahu nicht einfacher geworden. Mit Blick auf die knappe Mehrheit von Likud-Beitenu und dem rechten Lager wäre eine stabile Regierungsbildung mit nur einer Stimme Mehrheit kaum denkbar. Netanjahu werde zwischen den Kräften, die auf Verhandlungen über eine Zwei-Staaten-Lösung drängten – repräsentiert vor allem durch die, von der ehemaligen Außenministerin Tzipi Livni geründete, Partei HaTnuah („Die Bewegung“) – und der nationalreligiösen Partei HaBait haJehudi („Das jüdische Zuhause“) unter dem Vorsitz Naftali Bennett lavieren müssen. Naftali Bennett, der sich als strenger Verfechter der nationalreligiösen Siedlerbewegung exponiere und die Annexion großer Teile des Westjordanlandes fordere, habe Netanjahus Bündnis – mit einer Mandatssteigerung in der Knesset von 7 auf 12 Sitzen – massiv Stimmen abgenommen, die dieses nun in irgendeiner Weise zurück gewinnen müsse. Richard Herzinger vermutet, dass Netanjahu eine Koalition mit Lapid, Livni und den Resten der Kadima, unter Einbeziehung der orthodoxen Schas-Partei anstreben werde. Auch wenn man sich als Außenstehender nur schwer vorstellen könne, wie solche Gegensätze unter einen Hut zu bringen seien, insbesondere weil sich die stark marktwirtschaftlich orientierte Partei Lapids und die Schas-Partei nicht nur im Streit um die Stellung der Religion, sondern auch in wirtschaftspolitischer Hinsicht, unterschiedlich positionierten.</p>
<p><strong>Israel muss seine Gründungsidee säkularen Entwicklungen anpassen.</strong></p>
<p>Für Israel als modernen demokratischen Staat mit multikultureller Bevölkerung gelte es in Zukunft umso mehr, seine Gründungsidee den weltweit voranschreitenden säkularen Entwicklungen anzupassen. Der Konflikt, in welchem Maße es sich als säkularer Staat verstehen wolle, oder inwieweit es auf religiösen Grundlagen basieren solle, spitze sich in der Auseinandersetzung über die Verweigerung des Militärdienstes durch die Ultrareligiösen zu. Diese ließen sich ihren Kinderreichtum und ihre religiösen Einrichtungen staatlich subventionieren, lehnten aber Gegenleistungen für den von ihnen letztlich nicht anerkannten weltlichen, zionistischen Staat ab. Dass es Netanjahu nicht gelungen sei, diesen Zustand zu ändern, habe ihn, nach Ansicht Herzingers, erheblich Stimmen gekostet. Denn die Forderung aus der Gesellschaft würde immer lauter, dass auch die Ultraorthodoxen entweder Wehrdienst oder einen zivilen Ersatzdienst leisten müssten. Dasselbe würde im Übrigen jedoch auch für die israelischen Araber gelten. Es sei eine der großen Herausforderungen für die israelische Gesellschaft, so Herzinger, diese – mit gleichen Rechten und Pflichten und einer gemeinsamen staatsbürgerlichen Idee – stärker in die israelische Gesellschaft zu integrieren.</p>
<div id="attachment_4147" class="wp-caption alignright" style="width: 220px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/02/Israel_Elections_2012_Hatnua2.jpg"><img class="size-full wp-image-4147  " title="Foto: Ranbar / lizensiert gemäß CC Attribution-Share Alike 3.0 Unported" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/02/Israel_Elections_2012_Hatnua2.jpg" alt="Knesset-Wahlkampf 2012: Plakat der &quot;Hatnua&quot;" width="220" height="330" /></a><p class="wp-caption-text">Knesset-Wahlkampf 2012: Werbung der liberalen &quot;Hatnua&quot; von Tzipi Livni</p></div>
<p>Wie auch immer sich die neuen Regierungsbündnisse gestalten würden, die zukünftige Koalition müsse weiterhin mit sicherheitspolitischen Entscheidungen auf die unkalkulierbaren, oft eruptiven politischen Entwicklungen in den Nachbarländern und im Nahen Osten reagieren. Große Spielräume jenseits der bisherigen Linie der Netanjahu-Regierung gäbe es, laut Richard Herzinger, für die israelische Außenpolitik deshalb kaum, jedenfalls nicht in der Substanz, sondern allenfalls in der Rhetorik. Eine neue Regierung könne die Palästinenserführung in Ramallah eventuell stärker hofieren und unterhalb der Ebene eines Friedensabkommens noch stärkere Zusammenarbeit mit ihr suchen, unter anderem durch Zurückstellung von Siedlungsbauten.</p>
<p>Da Herzinger gerade nicht davon ausgeht, dass es in den nächsten Jahren zu finalen Friedensreglungen zwischen Israel und einem zukünftigen palästinensischen Staat kommen würde, plädiert er für eine pragmatische Kooperation von Israelis und Palästinensern jenseits der großen ideologischen Auseinandersetzungen im Zusammenleben und bei Alltagsgeschäften, zum Beispiel beim Ausbau israelischer und palästinensischer Startup-Unternehmen. In Europa allerdings dominiere bis heute der übermächtige Wunsch, sich den maroden palästinensischen Scheinstaat im Westjordanland schönzureden, ohne zu erkennen, dass die palästinensische Fatah nur davon lebe, dass es einen ideologisch hoch aufgeladenen Nahostkonflikt gäbe.</p>
<p>Auf die Frage Jochen Feilckes, des Vorsitzenden der DIG Berlin und Potsdam, wie Richard Herzinger die gegenwärtigen chaotischen Verhältnisse in den arabischen Nachbarländern einschätze, antwortete dieser, dass Israel voraussichtlich noch die nächsten zehn bis zwanzig Jahre erhebliche Umwälzungen in den Nachbarstaaten – sei es in Syrien, Ägypten oder zukünftig vermutlich auch in Jordanien – durchstehen müsse. Herzinger ist grundsätzlich der Auffassung, dass wir uns im „Zeitalter der Säkularisierung“ befänden, in dessen Folge weltweit starke Gegenreaktionen ausgelöst würden, die meist nur vordergründig religiös motiviert seien. In Wahrheit agierten oft organisierte Verbrecherbanden, die mit der Religion ihre rücksichtlosen Menschenhandel- und Drogengeschäfte zu bemänteln versuchten.</p>
<p><strong>Muss Israel zehn Jahre Umstürze in der arabischen Welt abwarten?</strong></p>
<p>Derzeit werde jede israelische Regierung in einer Umgebung gewalttätiger Umstürze abwarten müssen, ob Fatah und Hamas mit ihren neuerlich verkündeten Einigungsbemühungen Ernst machten. Eine solche gemeinsame Front der – in Europa hartnäckig als „gemäßigt“ eingestuften – Fatah mit den Radikalislamisten, wie man sie von Seiten der islamistischen Regierung in Kairo zwecks Einkreisung Israels anstrebe, würde ernsthafte Friedensgespräche wohl auf lange Dauer unmöglich machen.</p>
<p>In Syrien habe die internationale Staatengemeinschaft mittlerweile die Chance verpasst, zu einem Zeitpunkt zu intervenieren, als die syrische Protestbewegung noch friedlich demonstrierte und Syriens Bevölkerung noch nicht dem Einfluss der erstarkenden djihadistischen Kräften ausgeliefert war. Inzwischen sei der westlichen Staatengemeinschaft die Situation, in der ein Stellvertreterkrieg zwischen dem proiranischen Assad-Regime und den sunnitischen Kernmächten wüte, völlig entglitten. Aktuell müsse Israel verhindern, dass Waffen aus dem Arsenal Assads zur Hisbollah nach Libanon geschafft werden. Der bislang nicht bestätigte Angriff der israelischen Luftwaffe auf einen Waffentransport Richtung Libanon und auf ein militärisches Forschungszentrum in Syrien folgen dieser Logik.</p>
<p>Neben Syrien drohe auch Ägypten zunehmend zum Tummelplatz für den djihadistischen Terrorismus, bzw. zum Durchgangsland für Waffenlieferungen an die Hamas und Hisbollah zu werden. Wo vor zwei Jahren auf dem Tahir-Platz der ‚Arabische Frühling‘ zu erblühen schien und die Weltöffentlichkeit fest daran geglaubt hatte, dass dieser direkt in ein demokratisches ägyptisches Staatswesen führen würde, sei die heutige Regierung Mursis nicht Willens oder in der Lage, salafistische, terroristische Aktivitäten zu unterbinden. So drohe Ägypten zur Drehscheibe für Djihadisten aus aller Welt zu werden.</p>
<p>Während westliche Israelkritiker weiterhin meinten, Israel müsse sich der dortigen Demokratie gegenüber öffnen, erkläre Ägypten Antisemitismus zur Staatsraison. So sieht Herziger denn auch in der Tatsache, dass der ägyptische Präsident Mohammed Mursi ausgerechnet am 30. Januar zum Staatsbesuch nach Berlin anreiste, während im Bundestag die Gedenkfeier zum internationalen Holocaust-Gedenktag stattfand, eine äußerst zweifelhafte Koinzidenz. Genauer nachzulesen auch in Richard Herzingers Welt-Kommentar „<a href="http://www.welt.de/debatte/kommentare/article113315447/Syrien-und-Aegypten-auf-dem-Weg-zu-failed-states.html" target="_blank">Syrien und Ägypten auf dem Weg zu failed states</a>“.</p>
<p>Ein weiteres zentrales Ziel für die zukünftige Regierung Israels sei es, den Iran vom weiteren Bau einer Atombombe abzuhalten, auch wenn es für den Ministerpräsidenten nach den jüngsten israelischen Wahlen nun schwieriger werde, einen israelischen Militärschlag gegen Iran durchzusetzen. Es weise, laut Herziger, alles darauf hin, dass die Vereinigten Staaten – wenn sie nicht bereits damit begonnen hätten – ab Frühsommer dieses Jahres, nach dem Ende der Amtszeit von Präsident Mahmud Ahmadinedschad, in intensive Geheimverhandlungen mit dem iranischen Regime eintreten würden, um dieses von der Entwicklung einer Atombombe abzubringen.</p>
<p><strong>Ab Herbst 2013 ist mit einem US-Militärschlag gegen die Iran zu rechnen.</strong></p>
<div id="attachment_4146" class="wp-caption alignleft" style="width: 220px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/02/herzinger-105981092.jpg"><img class="size-full wp-image-4146" title="Illustration: Welt / Richard Herzinger" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2013/02/herzinger-105981092.jpg" alt="Richard Herzinger" width="220" height="330" /></a><p class="wp-caption-text">Richard Herzinger</p></div>
<p>Auch wenn die jüngsten Anzeichen nicht dafür sprächen, dass US-Präsident Barack Obama zu einem Militärschlag bereit wäre, sei ab Herbst dieses Jahres damit zu rechnen, dass Washington die militärische Option in Erwägung zöge oder gar zum Einsatz bringen könnte, sofern die Verhandlungen zu keinem von den USA erwünschten Erfolg führen sollten. In Obamas Rede zu seiner Amtseinführung als Präsidenten der Vereinigten Staaten habe es allerdings keine Bemerkung über die globale atomare Gefahr seitens des iranischen Regimes gegeben. Stattdessen habe Obama, so Herzinger, über Friedenspolitik doziert und sogar den Terminus „peace in our time“ benutzt, mit dem einst der britische Premier Neville Chamberlain („peace for our time“) seine Appeasement-Politik gegenüber Hitler beschönigte. Den aktuellen Bezug dieser historisch belasteten Formulierung hat Richard Herzinger in dem Welt-Artikel „<a href="http://www.welt.de/print/welt_kompakt/debatte/article113096739/Ein-Weltkrieg.html" target="_blank">Ein Weltkrieg</a>“ im Kontext der gegenwärtigen weltpolitischen Konfliktlage analysiert.</p>
<p>Doch unabhängig von den offiziellen Verlautbarungen des US-Präsidenten Obama und den fortwährenden Mutmaßungen, wie das Verhältnis zwischen Obama und der Regierung Netanjahus en détail aussehe, sei die militärische Unterstützung der USA beim Aufbau zweier Raketenabwehrsysteme weiterhin unerlässlich. Generell könne man sagen, dass die militärische und geheimdienstliche Zusammenarbeit zwischen Israel und den USA intensiver denn jemals zuvor in der Geschichte beider Staaten stattfände. Diese sei, so Herzinger, eine absolut notwendige Voraussetzung dafür, dass Israel die nachbarstaatlichen Umstürze in den kommenden Jahren überstehe.</p>
<p>Jochen Feilcke zeigte sich im Anschluss an die lebhafte Diskussion mit dem Publikum beeindruckt von den politischen Positionen Herzingers, die man in dieser deutlichen Form weder von einem deutschen Politiker, noch von israelischen Diplomaten würde erwarten können.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>„Beschneidung: Das Zeichen des Bundes in der Kritik“ &#8211; Zur Debatte um das Kölner Urteil</title>
		<link>http://www.digberlin.de/%e2%80%9ebeschneidung-das-zeichen-des-bundes-in-der-kritik%e2%80%9c-zur-debatte-um-das-kolner-urteil/</link>
		<comments>http://www.digberlin.de/%e2%80%9ebeschneidung-das-zeichen-des-bundes-in-der-kritik%e2%80%9c-zur-debatte-um-das-kolner-urteil/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Jan 2013 17:03:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redakteur2</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine-Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[28. Februar 2013]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.digberlin.de/%e2%80%9ebeschneidung-das-zeichen-des-bundes-in-der-kritik%e2%80%9c-zur-debatte-um-das-kolner-urteil/"><img src=""  alt=" " title=" " /></a>
Buchvorstellung und Podiumsdiskussion
Kooperationsveranstaltung der JVHS mit SPME, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Potsdam, dem Metropol Ver-lag und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V.
Donnerstag, 28. Februar 2013, 19 Uhr
Das Urteil des Landgerichts Köln vom Mai 2012 zur Be-schneidung hat heftige Kritik hervorgerufen, weil es eine elementare rituelle Praxis von Juden und Muslimen kriminalisiert und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Buchvorstellung und Podiumsdiskussion</p>
<p>Kooperationsveranstaltung der JVHS mit SPME, der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Potsdam, dem Metropol Ver-lag und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V.</p>
<p><strong>Donnerstag, 28. Februar 2013, 19 Uhr</strong></p>
<p>Das Urteil des Landgerichts Köln vom Mai 2012 zur Be-schneidung hat heftige Kritik hervorgerufen, weil es eine elementare rituelle Praxis von Juden und Muslimen kriminalisiert und Religion auf eine Angelegenheit des Strafrechts reduziert. Überraschend war die Intensität der folgenden Mediendebatte. Sie zeigte, dass es nicht allein um ein Ritual und seine Begründung, sondern um Grundfragen des gesellschaftlichen Zusammenlebens und der religiösen Selbstbestimmung geht. Die Autorinnen und Autoren des Bandes leisten aus interdisziplinärer Perspektive einen Debattenbeitrag und werben um Verständnis für eine Tradition, die für Juden und Muslime nicht verhandelbar ist.<br />
Johannes Heil ist Erster Prorektor der Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg und Ignatz – Bubis &#8211; Stiftungsprofessor für Religion, Geschichte und Kultur des europäischen Judentums. Stephan J. Kramer, geb. 1968, ist seit 2004 Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland und Direktor des Büros des European Jewish Congress in Berlin sowie Mitglied des Board of Governors im World Jewish Congress, New York.</p>
<p>Veranstaltungsort:<br />
Jüdisches Gemeindehaus | Kleiner Saal Fasanenstr. 79-80 | 10623 Berlin<br />
Eintritt: € 5,- / erm € 3,-</p>
<p>Um telefonische Anmeldung unter 030/ 880 28 265 wird gebeten.</p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Antisemitismus bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund &#8211; Was können Schule und Gesellschaft dagegen tun?</title>
		<link>http://www.digberlin.de/antisemitismus-bei-jugendlichen-mit-migrationshintergrund-was-konnen-schule-und-gesellschaft-dagegen-tun/</link>
		<comments>http://www.digberlin.de/antisemitismus-bei-jugendlichen-mit-migrationshintergrund-was-konnen-schule-und-gesellschaft-dagegen-tun/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 29 Jan 2013 17:01:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redakteur2</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine-Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[21. Februar 2013]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.digberlin.de/?p=4136</guid>
		<description><![CDATA[<a href="http://www.digberlin.de/antisemitismus-bei-jugendlichen-mit-migrationshintergrund-was-konnen-schule-und-gesellschaft-dagegen-tun/"><img src=""  alt=" " title=" " /></a>
Podiumsdiskussion
Kooperationsveranstaltung der JVHS mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Potsdam, mit Scholars for Peace in the Middle East (SPME) und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V.
Donnerstag, 21. Februar 2013, 19 Uhr
In den letzten Wochen und Monaten machten mehrfach an-tisemitisch motivierte Übergriffe durch Jugendliche Schlagzeilen – ein Hintergrund vor dem sich ein zunehmendes Gefühl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Podiumsdiskussion</p>
<p>Kooperationsveranstaltung der JVHS mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Potsdam, mit Scholars for Peace in the Middle East (SPME) und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit in Berlin e.V.</p>
<p><strong>Donnerstag, 21. Februar 2013, 19 Uhr</strong></p>
<p>In den letzten Wochen und Monaten machten mehrfach an-tisemitisch motivierte Übergriffe durch Jugendliche Schlagzeilen – ein Hintergrund vor dem sich ein zunehmendes Gefühl der Bedrohung durch aggressiven und teilweise gewaltbereiten Antisemitismus in der Jüdischen Gemeinschaft verbreitet. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion mit ausgewählten Experten sollen die Ursachen des rapide um sich greifenden und sich zunehmend offener und aggressiver darstellenden Antisemitismus analysiert und die Möglichkeiten der Prävention sowohl im schulischen Bereich – im Hinblick auf praxisbezogene Pädagogik und Unterstützung und Fortbildung der Lehrkräfte &#8211; als auch im gesamten gesellschaftlichen Kon-text diskutiert werden. Mark Rackles, Staatssekretär für Bildung, geb. 1966 in Heilbronn, Doppelstudium BWL und Politologie an der Freien Universität Berlin, seit 2007 Referatsleiter der Senatskanzlei für Europapolitik. Rabbiner Daniel Alter, geb. 1959 in Nürnberg, Studium der Judaistik und Pädagogik an der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg, Rabbinische Studien am Abraham Geiger Kolleg Potsdam/Berlin. Ordination zum Rabbiner 2006. Seit November 2012 Antisemitismusbeauftragter und Beauftragter für interreligiösen Dialog der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Dr. Ahmad Mansour, palästinensischer Israeli, studierte in Tel Aviv Psychologie, Soziologie und Anthropologie, ist Diplompsychologe und berät die European Foundation for Democracy. Er arbeitet in verschiedenen Projekten gegen Extremismus und Radikalisierung und ist Mitglied der Arbeits-gruppe Präventionsarbeit mit Jugendlichen der Deutschen Islamkonferenz. Seit 2009 arbeitet er als Gruppenleiter im Projekt „Heroes“.</p>
<p>Moderation: Jörg Rensman, geb. 1961, Politikwissenschaftler und freier Autor. Er ist Vorstandsmitglied des Mideast Freedom Forum Berlin (MFFB) sowie der deutschen Sektion von Scholars for Peace in the Middle East (SPME).</p>
<p>Veranstaltungsort:<br />
Jüdisches Gemeindehaus | Kleiner Saal Fasanenstr. 79-80 | 10623 Berlin<br />
Eintritt: € 5, – | erm. € 3,–</p>
<p>Um telefonische Anmeldung unter 030/ 880 28 265 wird gebeten.</p>
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		<title>„Über die Grenzen der Toleranz“</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jan 2013 16:56:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redakteur2</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine-Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[18. Februar 2013]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.digberlin.de/%e2%80%9euber-die-grenzen-der-toleranz%e2%80%9c/"><img src=""  alt=" " title=" " /></a>
Liebe Mitglieder,
liebe               Freunde,

wir               freuen uns, Sie zu einem ganz besonderen Abend nach               Potsdam [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Liebe Mitglieder,<br />
liebe               Freunde,</p>
<p align="center">
<p>wir               freuen uns, Sie zu einem ganz besonderen Abend nach               Potsdam einladen zu dürfen:</p>
<p align="center"><strong> </strong></p>
<p><strong>am Montag,<br />
dem             18. Februar 2013,<br />
um 18 Uhr, </strong></p>
<p>wird Innenminister  Dr. Dietmar Woidke zum             Thema <strong>„Über die             Grenzen der Toleranz“             &#8211; zum             Brandenburger Weg der Extremismusbekämpfung</strong> referieren.</p>
<p><em>Veranstaltungsort</em>:<br />
Ministerium des Innern Potsdam<br />
Haus               BK,  Treskow-Saal,<br />
Henning-von-Treskow-Str. 9-13<br />
14467 Potsdam</p>
<p>Im Anschluss an den               Vortrag gibt es bei einem kleinen Imbiss Gelegenheit zu interessanten               Gesprächen und zum Gedankenaustausch.</p>
<p>Dr. Dietmar Woidke               wurde am 22. Oktober 1961 in Naundorf bei Forst               geboren, er ist verheiratet und               hat 1 Kind. Er ist Mitglied der SPD und seit dem 06.10.2010 als Minister des Innern des Landes               Brandenburg tätig.</p>
<p>Die Zufahrt/Zutritt               ist ab 18.00 Uhr nur noch über die „Wache Nordtor“               möglich.</p>
<p>Parkplätze stehen auf               dem Gelände des Ministeriums zur Verfügung.</p>
<p>Aus               Sicherheitsgründen wird im Vorfeld mit einer Anmeldung um               die Mitteilung des Autokennzeichens gebeten.<br />
Näheres erfahren Sie auch unter <a href="https://www.arcor.de/home/link.php?url=www.mi.brandenburg.de&amp;ts=1360005529&amp;hash=8eef9bcde9a3803f724783c71119b97e" target="_blank">www.mi.brandenburg.de</a></p>
<p><big> Wir bitten um Anmeldung. </big><br />
Bitte wenden Sie sich an uns, wenn Sie eine             Mitfahrgelegenheit benötigen.</p>
<p>Tel.               (030)2839 5215 | Fax (030)2839 5116</p>
<p><a href="mailto:schalom@digberlin.de" target="_blank">schalom@digberlin.de</a>.</p>
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		<title>„Israel nach der Wahl“ &#8211; Vortrag von Eldad Beck</title>
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		<pubDate>Tue, 29 Jan 2013 16:53:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>redakteur2</dc:creator>
				<category><![CDATA[Termine-Archiv]]></category>
		<category><![CDATA[31. Januar 2013]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://www.digberlin.de/%e2%80%9eisrael-nach-der-wahl%e2%80%9c-vortrag-von-eldad-beck/"><img src=""  alt=" " title=" " /></a>
Kooperationsveranstaltung der JVHS mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Potsdam, SPME, MFFB und der Konrad-Adenauer-Stiftung
Donnerstag, 31. Januar 2013, 19 Uhr
Am 22. Januar werden die Bürger Israels die 19. Knesset wählen. Nach vier Jahren relativer politischen Stabilität und trotz sozialer Unruhen, scheint ein Sieg des jetzigen Premi-ers Netanjahu sicher zu sein. Allen Umfragen nach ist das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kooperationsveranstaltung der JVHS mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Potsdam, SPME, MFFB und der Konrad-Adenauer-Stiftung</p>
<p><strong>Donnerstag, 31. Januar 2013, 19 Uhr</strong></p>
<p>Am 22. Januar werden die Bürger Israels die 19. Knesset wählen. Nach vier Jahren relativer politischen Stabilität und trotz sozialer Unruhen, scheint ein Sieg des jetzigen Premi-ers Netanjahu sicher zu sein. Allen Umfragen nach ist das einzige Rätsel der kommenden Wahl, mit wem wird der Likud-Leader Israel weiter regieren wollen: mit seinen alten Alliierten, den religiösen Parteien, oder eher mit den Säkula-ren – ein Bruch, der Israel revolutionieren könnte? Der so genannte „arabische Frühling“ hat die politische Kar-te in Israel verändert. Immer mehr Israelis fühlen sich heute durch die Islamisierung der Nachbarländer in ihrer Existenz bedroht und sehen sich von der EU und den USA verraten, gerade in Zeiten in denen die Gefahr eines neuen regiona-len Krieges dramatisch steigt. Israel ist desillusioniert, sogar die Arbeitspartei sieht kaum Chancen auf eine Versöhnung mit den Palästinensern. Kann sich aber Israel, gerade im Licht der regionalen Änderungen, eine solche Haltung leis-ten? Wie sieht Israel politisch nach der Wahl aus? Eldad Beck, Deutsch-land- und Europakorrespondent der israelischen Tageszeitung „Yedioth Ahronot“ und Nahost-Beobachter, Autor des Buches „Jenseits der Grenze – Reisen und Treffen in verbotenen Ländern“, versucht das neue politische Gesicht Israels zu skizzieren mit Blick auf die Auswirkungen des so genannten „arabischen Frühlings“.</p>
<p>Veranstaltungsort:<br />
Jüdisches Gemeindehaus | Kleiner Saal Fasanenstr. 79-80 | 10623 Berlin<br />
Eintritt: € 5,- / erm € 3,-</p>
<p>Um telefonische Anmeldung unter 030/ 880 28 265 wird gebeten.</p>
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