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DIG-Präsidium wehrt sich gegen vorschnelle Verurteilungen Israels wegen der Militäraktion vor der Küste Gazas

Am 31. Mai tagte in Bonn das Präsidium der DIG. In einer Pressemitteilung wehrt es sich entschieden gegen vorschnelle Verurteilungen Israels wegen der Militäraktion vor der Küste Gazas. Zunächst müssen alle Fakten geklärt werden. Dazu gehören u.a.:

  1. Seit Wochen hat die Regierung Israels angeboten, die Waren der „Hilfsflotte“ ins Land zu lassen, seit Wochen aber auch davor gewarnt, den Versuch zu unternehmen, die Seeblockade zu durchbrechen. Jeder Kundige weiß, dass die Blockade zur Unterbindung von Waffenschmuggel errichtet worden ist. Die Militäraktion Israels ist die Reaktion auf eine vorsätzliche Provokation.
  2. Seit Jahren ermöglicht Israel die Lieferung von lebensnotwendigen Waren in den Gazastreifen. Allein in den vergangenen eineinhalb Jahren wurden pro Person 1 Tonne an Lebensmitteln und Hilfsgütern geliefert.
  3. Die „Hilfsflotte“ war und ist nicht nötig, sondern als Demonstration und Provokation gedacht, angelegt und durchgeführt worden.
  4. Wer sich trotz Warnungen in den Bereich militärischer Operationen begibt, gefährdet vorsätzlich alle daran Beteiligten.
  5. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft erwartet von der deutschen Politik, dass die Freundschaft und Solidarität gegenüber Israel nicht nur in „Sonntagsreden“ beschworen und beteuert wird, sondern dass sie gerade in Konfliktsituationen unter Beweis gestellt wird.
http://www.digberlin.de/dig-prasidium-wehrt-sich-gegen-vorschnelle-verurteilungen-israels-wegen-der-militaraktion-vor-der-kuste-gazas/

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