“A friend in need is a friend indeed.
Israel braucht mehr denn je gute und verläßliche Freunde!”
Jochen Feilcke, Vorsitzender der DIG Berlin und Potsdam

Jochen Feilcke begrüßt David Richter als neues Mitglied der DIG. Im Jahr 2011 haben wir mehr als 700 Mitglieder.
Sie haben Interesse an Israel, seinen Menschen, seiner Geschichte und Kultur? Sie wollen mehr über Israel erfahren, als Ihnen die täglichen Medienberichte bieten? Sie meinen, sich für ein Land engagieren zu müssen, dem gegenüber wir als Deutsche eine besondere Verantwortung empfinden und mit dem uns ein gemeinsames Wertesystem verbindet? Sie suchen Bundesgenossen und Argumentationshilfen beim Streiten für ein friedliches Miteinander im Nahen Osten, bei dem Israels legitime Interessen berücksichtigt werden? Sie wollen dabei mithelfen, dass die heute von Vertrauen und Respekt geprägten Beziehungen zwischen den Regierungen beider Länder auch in Zukunft ein wichtiger Pfeiler unserer Politik bleiben? Dann sind Sie bei uns genau richtig.
Seit 45 Jahren finden Menschen verschiedenen Alters und aus unterschiedlichen Lebensbezügen in der Deutsch-Israelischen Gesellschaft zusammen, um sich für eine Verständigung zwischen Deutschen und Israelis einzusetzen, neue Verbindungen aufzubauen und bewährte Kontakte zu festigen. „Die DIG ist die zentrale Organisation in der Bundesrepublik Deutschland, in der sich Freunde Israels in überparteilicher Zusammenarbeit zusammenfinden, um in Solidarität mit dem Staat Israel und seiner Bevölkerung zu wirken … Sie tritt für eine Verständigung zwischen allen Völkern der Region ein und wendet sich entschieden gegen all diejenigen Kräfte innerhalb und außerhalb der Bundesrepublik Deutschland, die Israels Lebensrecht als jüdischer Staat bestreiten“, so heißt es in unseren Leitsätzen.
In einer Zeit, in der antiisraelische Ressentiments um sich greifen, sind wir überzeugt, dass es nicht ausreicht, die Entwicklung der deutsch-israelischen Beziehungen allein staatlichen Stellen zu überlassen, zumal Umfragen in den letzten Jahren immer wieder belegen, dass das Israel-Bild in der deutschen und europäischen Öffentlichkeit mehrheitlich negativ besetzt ist.
Es scheint, als werde über kein Thema so heftig gestritten wie über den israelisch-palästinensischen Konflikt, als fühlten sich nirgends so viele „Experten“ aufgerufen, ihre Meinung kundzutun – leider oft ohne dass die historische Entwicklungen des Konflikts bekannt sind und die tägliche Hasspropaganda gegen Israel in seiner unmittelbaren Nachbarschaft zur Kenntnis genommen wird. Dies gilt insbesondere für die Bedrohungsängste der Menschen in dem kleinen Land durch die atomare Bewaffnung des Iran. Israel braucht verlässliche Freunde, die sich vor dem Hintergrund gewachsenen Vertrauens auch kritisch zur israelischen Politik äußern. Bei aller Kritik aber sollten wir immer wissen, worüber wir reden.
Dem veröffentlichten und öffentlichen Bild Israels – meist reduziert auf Terror und Gewalt – wollen wir differenzierte und vielfältige Informationen über das kleine Land im Nahen Osten entgegen setzen. Es ist kaum größer als Hessen und doch mit einem unglaublichem geistigen und menschlichen Potential ausgestattet. Deshalb beteiligen wir uns an Demonstrationen, Straßenfesten und öffentlichen Podien, geben mit unseren Veranstaltungen und im Rahmen unserer Israelreisen jenen eine Stimme, die hierzulande kaum gehört werden. Über Kulturveranstaltungen, Aktionstage und Info-Stände, Diskussionen an Schulen und Universitäten versuchen wir gemeinsam mit dem DIG-Jugendforum auch junge Menschen zu erreichen, denn nur diese garantieren, dass die Beziehungen zwischen beiden Ländern auch in Zukunft eine wichtige Rolle spielen werden. Über gemeinsame Veranstaltungen u.a. mit politischen Stiftungen, Vertretungen der Bundesländer in Berlin, Ministerien, der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) und der Jüdischen Gemeinde wollen wir eine breite, politisch interessierte Öffentlichkeit ansprechen und unsere guten Ideen für zahlreiche Veranstaltungsangebote realisierbar machen. Diskussionsrunden unserer Mitglieder mit Vertretern der Israelischen Botschaft („Yom fix“), bei denen der offene Informations- und Meinungsaustausch im Mittelpunkt steht, gehören zum festen Bestandteil unseres Programms.

Yom Fix mit Asaf Ichilewitsch, 1. Sekretär und Politischer Berater an der Botschaft des Staates Israel
Jährliche Höhepunkte sind die Benefizkonzerte mit bekannten und außergewöhnlichen meist israelischen Künstlern. Seit 1997 gedenken wir im November mit einem Benefizkonzert des ermordeten israelischen Ministerpräsidenten und Friedensnobelpreisträgers Yitzhak Rabin. Die Überschüsse kommen dabei sozialen oder zivilgesellschaftlichen Projekten für den Frieden in Israel zugute. Als bisherige Interpreten konnten wir gewinnen: Miri Aloni, Chava Alberstein, Einat Sarouf & Tamir Harpaz, das Timna Brauer & Elias Meiri Ensemble, die Mendelssohn Players, die „Eve’s Women“. Im November 2006 konnten wir zum Abschluss der Jüdischen Kulturtage mit Liel (Kolet) eine junge Künstlerin gewinnen, die mit weltberühmten Stars wie Madonna oder den Scorpions aufgetreten war und beim 80. Geburtstag von Shimon Peres Bill Clinton zu „Imagine“ mit auf die Bühne geholt hatte. Timna Brauer & das Elias Meiri Ensemble hatte uns 2002 schon einmal begeistert. Mit ihrem Projekt “Voices for Peace” hatten sie für ein Ende des Konflikts zwischen Israelis und Palästinensern geworben. Im November 2008 war der Liedermacher Wolf Biermann unser Gast, der sich seit vielen Jahren für Israel engagiert. 2009 begeisterte uns die junge israelische Sopranistin Keren Hadar, die von dem Pianisten Yoni Farhi begleitet wurde, mit populären und über die Grenzen Israels hinaus bekannten Liedern aus Israel. Am 2. November 201o erfreute uns das Zahal-Orchester mit Musik aus Israel. Sie sangen und spielten als beeindruckende Geste der bilateralen Freundschaft auch den Grand Prix d’Eurovisions-Sieger 2009 “Satellite” von Lena.

Das Tzahal-Orchester mit Ilan Rothem, Jacov Snir, Jochen Feilcke, Nathan Gelbert, Commander Oded Nahari und Reuven Rozen.
Nach dem Tod von Yassir Arafat hoffte Israel, mit Mahmud Abbas einen Gesprächspartner auf Seiten der Palästinenser gefunden zu haben, der die Palästinenser von ihrem verhängnisvollen Weg des Terrors abbringen würde. Die Wahl in den palästinensischen Autonomiegebieten im Januar 2006 hat mit der Hamas eine Bewegung und Partei an die Macht gebracht, die nicht vom Terror und Raketenangriffen gegen israelische Bürger ablassen will, das Existenzrecht Israels negiert und bereits geschlossene Verträge mit Israel nicht anerkennt. Seit dem einseitigen Rückzug Israels aus Gaza, forciert durch den damals regierenden Ministerpräsidenten Ariel Sharon, hat sich die Lage nicht nur für die Palästinenser, sondern auch für Israel gravierend verschlechtert. Während Präsident Abbas in der Westbank residierte und mit Premierminister Salam Fayad dort ein auch vom Westen und Israel geschätzter Ministerpräsident regierte, übernahm die Hamas 2007 in Gaza die Macht. Nach der Entführung des israelischen Soldaten Gilat Shalit sowie Waffenlieferungen in den Gazastreifen über Syrien aus dem Iran verhängte Israel eine Blockade über den Gazastreifen. Das palästinensische Volk ist gespalten, woran auch die grundsätzliche Einigung über eine Einheitsregierung zwischen Fatah und Hamas im April 2011 nichts ändern konnte. In Sderot und anderen Küstenstädten im Süden Israels fürchtete man vor dem Gaza-Krieg jeden Tag Beschuss durch Kassam-Raketen mit Verletzten und auch Toten, was eine ungeheure psychische Belastung für die Bevölkerung darstellt. Nachdem bis heute Raketen fliegen, hat Israel einen Abwehrschirm dagegen entwickelt. Nach Öffnung der Mauer in Ägypten im Zuge der arabischen Revolutionsbewegung und über Iran und Syrien und das Erstarken der Hisbollah im Libanon kommt es weiter zu Waffenschmuggel, dem Israel mit Militäreinsätzen begegnet, um seine Zivilbevölkerung zu schützen. Allein im Januar 2011 sind 150 Gratraketen und Mörser auf israelisches Territorium abgeschossen worden.
Trotz aller politischen Widrigkeiten hoffen wir, dass Israelis und Palästinenser auch nach der Anerkennung eines Palästinenserstaates durch die UN-Vollversammlung endlich zu einem friedlichen Miteinander finden. Eine Lösung des Konflikts wird es aber nur geben, wenn sie von beiden Seiten akzeptiert wird und das ist nur durch Verhandlungen möglich. Die bis heute betriebene arabische und palästinensische Hasspropaganda gegen Israel muss endlich ein Ende finden. Umfragen in Israel zeigen, dass zwischen 50 und 70 % der Israelis für einen Palästinenserstaat an ihrer Seite eintreten, was umgekehrt auch für die palästinensische Bevölkerung gilt. Die Frage ist, wie dieser Palästinenserstaat aussehen soll. Die Hoffnung auf Frieden ist in den letzten Jahren auf israelischer Seite zunehmend geschwunden, da man nach dem erneuten Setzen auf Terror als Mittel der Politik in der 2. intifada kaum noch an eine Akzeptanz eines jüdischen Staates in der Region glaubt. Die Nahost-Konferenz in Annapolis im November 2007 brachte keine neuen Impulse in Richtung Frieden. Nach dem Gaza-Krieg, in dessen Schatten die Hamas auch Fatah-Mitglieder gefoltert und getötet hat, bemühte sich Abbas zunächst erfolglos um eine Einheitsregierung der beiden verfeindeten Palästinensergruppen. Die Ablehnungsfront der arabischen Welt gegen Israel schien durch den vom Iran angefeuerten Islamismus gebrochen. Die Entwicklungen in der arabischen Welt seit Januar 2011 verfolgt Israel und verfolgen wir mit Hoffnung und Bangen. Noch ist nicht klar, welche Kräfte sich am Ende durchsetzen werden, auch wenn der Auslöser für die Revolten sicher die Perspektivlosigkeit junger Menschen in Tunesien, Ägypten, Jemen, Syrien und anderer Länder waren. Wir sind voller Hoffnung, dass bald eine Friedensperspektive am Ende des Tunnels erkennbar wird.
Die Deutsch-Israelische Gesellschaft steht unmißverständlich an der Seite Israels; mit ihren bisher vier “Friedenspreisen”, dem jährlichen Rabin-Gedenkkonzert der DIG Berlin und Potsdam und vielen anderen Aktivitäten will sie die Kräfte im Nahen Osten unterstützen, die sich für eine friedliche Lösung zwischen Israelis und Palästinensern einsetzen. So zu lesen auch in unseren Leitsätzen.
- Zitat von Emmanuel Nahshon, Gesandter an der Botschaft des Staates Israel, zur öffentlichen Diskussion in Deutschland über den israelisch-palästinensischen Konflikt: “Es gibt eine intellektuelle Unaufrichtigkeit bei dem Versuch, gleichzeitig pro-jüdisch und anti-israelisch zu sein. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Schoah ist klar, dass der Staat Israel die einzige Garantie für die Existenz des jüdischen Volkes ist. Wer versucht, Israels jüdisches Wesen zu verneinen, trifft in Wirklichkeit das Existenzrecht des jüdischen Volks.“
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Zitat von einer Blogseite im Zusammenhang mit der Diskussion um den Film “Defamation” von Joav Schamir:
“Wer schon einmal selbst in Israel war wird es beobachtet haben: Die Lust an der Dekonstruktion der eigenen Identität ist dort eine Art generelle Mentalität. In keinem Land, in dem ich je war, bedeutet Patriotismus eine so selbstkritische Haltung wie in Israel.” - Warum existiert der Nahost-Konflikt? Hören und sehen Sie eine Beschreibung des Konflikts von Dennis Prager.
- “Only Israel” – Song by Jedida Freilich.
- Diskussion über das Medienbild Israels in der Welt. Sendung IBA-News “Close Up”
- Reportage von Gretel Rieber im Deutschlandradio Berlin über “100 Jahre Zionismus” – eine lesenswerte Aufarbeitung der Geschichte Israels
Israel, die UN und Durban. Sehen Sie hier ein aufschlußreiches Video, September 2011 - Israel’s Commitment to Peace – Zusammenstellung von “The Israel Project” von 2010
Jennifer Laszlo Misrachi, The Israel Project am 14. Juni 2011:
“There is tremendous frustration with the lack of progress in talks between Israel and the Palestinians. Israelis are ready to make painful sacrifices for lasting peace. But they need a partner who is ready to recognize and respect Israel as the homeland of the Jewish people.”
Former Israeli Prime Ministers Ehud Barak and Ehud Olmert both offered the Palestinians a state based on 1967 lines with mutually agreed upon swaps, a controversial formula that President Obama has now made a part of U.S. policy. However, Palestinians rejected both offers.
“After decades of working from the top down, we must work on mutual respect and recognition from the bottom up. The Arab spring has brought new opportunity for grassroots efforts for peace,” Mizrahi said.
The Israel Project runs a major program reaching out in Arabic directly to Arab media and through Facebook to help Israel’s Arab neighbors understand that a majority of Israelis want peace and a two-state solution. The Israel Project’s grassroots Facebook program in Arabic has more than 51,000 followers and is gaining momentum. The site can be seen here.
“We need to work on peace both from the top down and bottom up so that someday we can all meet in the middle,” Mizrahi said.

