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	<title>Deutsch-Israelische Gesellschaft DIG &#187; DIG-Berichte</title>
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	<description>Arbeitsgemeinschaft Berlin und Potsdam</description>
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		<title></title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jan 2012 14:30:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dig-admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[DIG-Berichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch liegen keine Berichte aus dem Jahr 2012 vor. Bitte beachten Sie unsere neuen Termine.
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Noch liegen keine Berichte aus dem Jahr 2012 vor. Bitte beachten Sie <a href="http://www.digberlin.de/cat/dig-termine/" target="_blank">unsere neuen Termine</a>.</p>
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		<title>Elvira Grözinger am 4.12.09 in der Jüdischen Gemeinde: Nicht nur die Ashkenasim! Die sefardischen Autoren in der modernen israelischen Literatur</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Dec 2009 00:31:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dig-admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[DIG-Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[DIG-Berichte 2009]]></category>

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		<description><![CDATA[
Wir danken Sigalit Meidler von der Jüdischen Volkshochschule Berlin sehr herzlich für das Angebot zur Kooperation bei dem spannenden Abend mit Elvira Grözinger in einem wunderbaren Ambiente. Der Jüdischen Gemeinde ist zu danken, dass sie extra für diese Veranstaltung die Öffnungszeit der ihrer Bibliothek verlängerte.
Im folgenden dokumentieren wir eine von der Autorin gekürzte Version ihres [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: left;">
<div id="attachment_808" class="wp-caption alignright" style="width: 218px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/12/JVHSG003.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-808 " title="JVHSG003" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/12/JVHSG003-218x157.jpg" alt="v.l.: Meggie Jahn, Elvira Grözinger und Sigalit Meidler freuen sich über eine gelungene Veranstaltung. " width="218" height="157" /></a><p class="wp-caption-text">v.l.: Meggie Jahn, Elvira Grözinger und Sigalit Meidler freuen sich über eine gelungene Veranstaltung. </p></div>
<p>Wir danken Sigalit Meidler von der Jüdischen Volkshochschule Berlin sehr herzlich für das Angebot zur Kooperation bei dem spannenden Abend mit Elvira Grözinger in einem wunderbaren Ambiente. Der Jüdischen Gemeinde ist zu danken, dass sie extra für diese Veranstaltung die Öffnungszeit der ihrer Bibliothek verlängerte.</p>
<p>Im folgenden dokumentieren wir eine von der Autorin gekürzte Version ihres Vortrags bei Jüdischer Volkshochschule und DIG Berlin und Potsdam am 3. Dezember 2009. Wir danken ihr für die Erlaubnis zur Publikation. Frau Margrit Schmidt danken wir für die Fotos.</p>
<p style="text-align: center;"><em><strong><strong> </strong></strong></em></p>
<p><em><strong><strong> </strong></strong></em>Was hat es mit dem Begriff „Sfaradim“ &#8211; auch „Spaniolen“<a href="#_ftn1">[1]</a> &#8211; genannt, wirklich auf sich?</p>
<p>Dieser Begriff  wurde bis vor einigen Jahren für alle nicht-aschkenasischen, d.h. aus Deutschland  sowie Mittel- und Osteuropa stammenden Juden verwandt, also auch für diejenigen, die aus dem Orient stammten, wiewohl die eigentlichen Sepharden die Bewohner der Iberischen Halbinsel waren, die von dort 1492 (aus Spanien) und 1531 (aus Portugal) vertrieben wurden.</p>
<p>Sie ließen sich in Nordafrika (insbesondere Marokko), dem Osmanischen Reich, Südosteuropa (Bulgarien, Griechenland), Nordeuropa (Hamburg, Amsterdam), in Frankreich, England und sogar in Amerika oder Indien sowie teilweise im restlichen Afrika nieder. Außer den Sfaradim gibt es die arabischen, bzw. orientalischen Juden, die sich Misrachim nennen. Diese Juden waren &#8211; wie die sephardischen Juden &#8211; irgendwann aus Judäa und Galiläa dorthin ausgewandert bzw. wurden von dort exiliert.</p>
<p>Sie haben also gemeinsame Wurzeln, kulturell jedoch haben sie sich unterschiedlich entwickelt und ihren jeweiligen Mehrheitsgesellschaften angeglichen. Da das Osmanische Reich von ca. 1299 bis 1923 existierte und sich in Kleinasien, im Nahen Osten, auf dem Balkan, in Nordafrika und auf der Krim ausbreitete, gab es zwischen den Sfaradim und den Misrachim ebenfalls fließende Grenzen. Das wird auch z. B. durch die Gründung eines neuen „Klubs der sephardischen Frauen“ in Berlin bestätigt, dem jüdische Frauen angehören, die hauptsächlich aus dem Kaukasus, der ehemaligen Sowjetunion, stammen und einen iranischen Dialekt, genannt „Gouri“, sprechen.</p>
<div id="attachment_810" class="wp-caption alignright" style="width: 218px"><img class="size-thumbnail wp-image-810" title="Foto: Margrit Schmidt" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/12/JVHSG024-218x157.jpg" alt="Die Referentin zog das Publikum durch Charme und Eloquenz in ihren Bann. " width="218" height="157" /><p class="wp-caption-text">Die Referentin zog das Publikum durch Charme und Eloquenz in ihren Bann. </p></div>
<p>Als Juden aus den arabischen Ländern 1948 nach Israel einwanderten, waren die wichtigen Positionen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft schon von den Aschkenasim besetzt. Diese von den Alteingesessenen nicht ganz präzise genannten „Sepharden“ fühlten sich daher benachteiligt, gehörten mehrheitlich der „unteren“ sozialen Schicht an. Bis heute sind sephardische  und orientalische Juden in politischen Ämtern, Führungspositionen und in der Literatur des Landes immer noch unterrepräsentiert. Doch langsam gewinnt diese &#8211; lange von den aus West- und Ost-Europa eingewanderten Juden verachtete &#8211; Minderheit an Beachtung. Selbstbewusst erobert sie neue Positionen, und wie alles im israelischen Alltag, so spiegelt sich auch diese Entwicklung in der heute spannenden Literatur  des Landes wider.</p>
<p>Ob es ein sephardischer Schriftsteller wie <strong>A. B. Yehoschua</strong> ist, dessen Familie aus Griechenland stammt und seit fünf Generationen in Israel ansässig ist und die Geschicke der sieben Generationen der Familie Mani in dem Roman <em>Die Manis</em>, mit einem ähnlichen Hintergrund schildert, oder die Tochter persischer Einwanderer, die in Israel geborene Dorit Rabinyan, die das orientalisch geprägte Leben der jüdisch-persischen Frauen in ihren Romanen <em>Die Mandelbaumgasse</em> oder <em>Unsere Hochzeiten</em> beschreibt. Diese Literatur unterscheidet sich in ihrer Thematik, Metaphorik und ihrem Lokalkolorit erheblich von derjenigen der aus Ost- und Mitteleuropa stammenden israelischen Autoren und Autorinnen.</p>
<p>Vom Leben der irakischen Juden in Bagdad und später, nach 1948, als vom israelischen aschkenasischen Establishment vielfach an den Rand gedrängte Neueinwanderer und Flüchtlinge aus den arabischen Ländern erzählen die aus dem Irak eingewanderten Schriftsteller <strong>Sami Michael</strong> und <strong>Eli Amir</strong>.</p>
<p>A. B. Yehoschua und „seine Manis“ wie auch die nicht aschkenasischen Autoren und Helden der anderen Romane und Erzählungen verkörpern das, was man seit einigen Jahren „yam tichoniut“ nennt, die Mediterranäität Israels, die mit der wachsenden kulturellen und gesellschaftlichen Entfernung von der dort früher vorherrschenden aschkenasischen hin zur mediterranen Lebensform, angefangen von den Bräuchen, über die Musik, bis zur Küche, einhergeht.</p>
<p>Wie gesagt, von den Sfaradim zu unterscheiden sind die Misrachim, Juden aus dem heute arabischen Orient. Wie z. B. Sami Michael und Eli Amir in ihren Romanen beschreiben, wurden die Flüchtlinge aus dem Orient in Israel anfangs in armselige, eilig errichtete Zeltstädte (Ma’abarot, temporäre Ansiedlungen) einquartiert und später zum Städtebau abkommandiert.</p>
<p>Damals gab es noch keine Konzepte für eine Integrationspolitik in Israel. Ihre Eingliederung in den Kibbuzim scheiterte oft am Widerstand der Alteingesessenen,  vor allem der Aschkenasim aus Osteuropa. Es scheiterte auch die Ansiedlung in den Moschawim (Landwirtschaftskooperativen), vor allem, weil die meisten Misrachim Handwerker und Kaufleute ohne landwirtschaftliche Erfahrung waren. Die Misrachim unterschieden sich in noch höherem Grad als die Sfaradim von den Aschkenasim, was die Assimilation in die israelische Gesellschaft zu einem schwierigen und jahrzehntelangen Prozess machte. Soziologen haben zahlreiche Faktoren ausgemacht, welche die Integration beeinträchtigten, darunter den Ausbildungsgrad vor der Ankunft im Land. Das änderte sich natürlich im Lauf der Jahre, denn der Bildungsgrad stieg und die Mischehen von Aschkenasim und Misrachim in Israel, die anfangs auf sehr große Vorbehalte auf beiden Seiten stießen,  sowie der allgemeine Gebrauch des Hebräischen haben so nachhaltig unter der jungen Generation gewirkt, dass Neuankömmlinge wie etwa Russen und Äthiopier die Misrachim inzwischen für einen Teil des israelischen Establishments halten.</p>
<p>Wohl lag 2004 das Durchschnittseinkommen der Aschkenasim immer noch um 36 Prozent höher als das der Misrachim, aber dieser Unterschied wird mit der Vermischung der Gruppierungen geringer. Dass viele von ihnen wie auch der Sfaradim immer noch zu den ärmeren Schichten zählen, zeigt der Roman von <strong>Sara Shilo</strong>, <em>Zwerge kommen hier keine</em>.<a href="#_ftn2">[2]</a> Heute wollen die Sfaradim nicht zu den Misrachim gezählt werden, wiewohl es bei den oft verwickelten Schicksalen der Juden auf Wanderschaft in der Diaspora schwer zu unterscheiden ist, wer was ist. Wir werden das auch bei manchem unserer heutigen Autoren und Autorinnen sehen. Sepharden sind auch unter den deutschen Juden zu finden, die sich als die Aschkenasim per excellence verstehen – auch Heinrich Heine z.B. hatte sephardische Vorfahren …</p>
<p>Die moderne israelische Literatur ist ungeheuer reich, vielseitig, interessant und beunruhigend zugleich. Ihr Reichtum beruht in großem Maße auf dem multikulturellen Hintergrund ihrer Schöpfer. Ein „melting pot“ wie Israel ist geradezu dazu prädestiniert Werke hervorzubringen, die in ihrer kulturellen Vielfalt kaum eine Parallele haben, zumal die israelischen Ethnien sehr zahlreich sind:  Neben den erwähnten gibt es die Gruppe der Juden aus dem Jemen und Äthiopien sowie kleinere Gruppen in Süd- und Ostasien (vor allem Indien und China) sowie aus Afrika südlich der Sahara.</p>
<p>Noch bis vor kurzem herrschte die Meinung vor, dass Juden in den arabischen Ländern nicht verfolgt wurden, ihre Situation nicht mit den Pogromen Osteuropas verglichen werden kann und sie schon gar nicht mit dem Horror der Shoah konfrontiert wurden. Das sieht man inzwischen anders und weiß, dass auch die sephardischen Juden – wie etwa 1944 die aus Saloniki Deportierten – Opfer der Shoah waren, und man weiß, dass die Juden aus dem Irak, aus Ägypten und so weiter, die dort seit Jahrtausenden lebten, Verfolgungen erlitten hatten, die sie zur Flucht zwangen.</p>
<p>Die Romane der Schriftsteller aus dem Irak erzählen von dem „Farhud“, dem Pogrom des Jahres 1941 in Bagdad, als 180 jüdische Männer und Frauen brutal ermordet und 240 verletzt wurden. Wenigstens zwei andere Pogrome kennt man aus der Geschichte der irakischen Juden – 1776 in Basra  und 1828 in Bagdad.</p>
<p><strong>Dorit Rabinyan</strong> lässt die Politik weitgehend außen vor und schreibt sehr „weiblich“ &#8211; ihre Heldinnen sind meist Frauen, die in der männerdominierten Gesellschaft im häuslichen Bereich ein enges, mühsames Dasein fristen, früh heiraten, Kinder bekommen und von ihren Männern verprügelt werden. Ihre Männer bekriegen sich untereinander, zeigen sich gelegentlich aber auch solidarisch. Als allwissende Autorin beschreibt Dorit Rabinyan die Frauen in ihrer Körperlichkeit, beinahe voyeristisch, als ob die Leser die Frauen im Bad, dem Hamam, heimlich beobachten und ihren geheimsten Wünschen und Träumen zuhören würden. Brutalität, Aberglaube, Unwissenheit, Neid und Missgunst regieren in den beengten Wohnverhältnissen, wo jeder über jeden alles weiß, wo es keine Geheimnisse,  Intimsphäre und kein Entkommen gibt.</p>
<p>Es ist ein Pandämonium im echten Sinne des Wortes, dennoch voller verführerischer Farben, Geräusche und Düfte wie auch schrecklicher Gerüche &#8211;  typisch Orient -, der anziehend und abstoßend zugleich wirkt, welcher aber so anders als z. B. das vertraute Bild des osteuropäischen Schtetls ist. Zwar sind beide jüdische Welten – die okzidentale und die orientalische – ähnlich armselig, doch die Kleidung (z. B. der Tschador), die Küche (z. B. die Pitateig-Zubereitung auf dem Fußboden), die Bräuche und Gebräuche unterscheiden sich sehr stark voneinander. Der muslimische Einfluss auf die Juden war enorm und tangierte sogar das Ritual und den Gottesdienst der Synagoge.<a href="#_ftn3">[3]</a> Der Leser merkt: Die orientalischen Juden sind ihren nichtjüdischen Nachbarn viel ähnlicher als die osteuropäischen Juden den ihren. Das macht diese Literatur für die nicht-orientalischen Leser umso faszinierender, denn man wird in eine fremde, exotische Welt eingeführt.</p>
<p>Die Hintergrundmusik für die Familiensaga im Roman <em>Viktoria<a href="#_ftn4"><strong><strong>[4]</strong></strong></a> von</em> <strong>Sami Michael</strong>, der 1936 in Bagdad geboren wurde und 1949 nach Israel einwanderte, ist die unsichere Existenz der Juden in Bagdad<em>, </em>damals unter türkischer Herrschaft. Angefangen vor dem Ersten Weltkrieg, spiegelt der Roman den Zerfall des Osmanischen Reiches, die Entstehung des modernen Irak 1920/21 aus den drei osmanischen Provinzen Bagdad, Mossul und Basra, das Erstarken des irakischen Nationalismus und somit der Judenfeindschaft. Er erzählt auch die Geschichte der kommunistischen Untergrundaktivitäten, die britische Okkupation, den Zweiten Weltkrieg samt den Pogromen an der jüdischen Bevölkerung sowie die Gründung des Staates Israel und die Emigration der Familie dorthin.</p>
<p>Schonungslos beschreibt Michael die Atmosphäre in der Enge des Ghettos, voller Aberglauben, Gewalttätigkeit und Mitleidlosigkeit, eine Gesellschaft, in der die Männer brutal das Sagen, und Frauen keine Rechte hatten. Viktoria, Tochter der Nadzhija und des Clanführers Izuri, wächst in der Enge des armen Judenviertels, neben den zahlreichen freundlich und feindlich gesonnenen Verwandten auf, die sich in ihren Bräuchen und ihrer Kleidung (Schleier) kaum von den moslemischen Nachbarn unterscheiden, aber ihre Sprache, „der jüdische Akzent“ und ihre Religion sind anders.</p>
<p>Diese Gesellschaft verändert sich allmählich, indem bei den Männern westliche Bildung und Kleidung Einzug halten und die Familien aus den ärmeren in die reicheren Viertel ziehen. Schließlich wird das Leben in Israel kurz angedeutet – zunächst in den Übergangslagern, dann in der eigenen Wohnung, doch zu Hause kann sich die ältere Generation dort nicht mehr fühlen. Da die Frauen Analphabetinnen sind, des Hebräischen nicht mächtig, sind sie isoliert und träumen von ihrem alten Leben in Bagdad. Viktorias Söhne, die in Israel aufwuchsen, machen ihr später Vorwürfe, dass sie nicht haben studieren dürfen. Das Gefühl der Benachteiligung der orientalischen Juden auch in der israelischen Gesellschaft wird hier angesprochen.<br />
Auch in den teilweise autobiographischen Romanen <em>Der Taubenzüchter von Bagdad</em><a href="#_ftn5">[5]</a><em> </em>und  <em>Nuri</em>. <em>Vom Irak ins Land der Väter</em><a href="#_ftn6">[6]</a> von <strong>Eli Amir</strong>, der 1937 in Bagdad geboren wurde und 1950, mit 12 Jahren, nach Israel emigrierte, wird das Leben der Juden in Irak und als Flüchtlinge in Israel thematisiert. Eli Amir, Akademiker und politischer Berater der israelischen Regierungen, wie Sami Michael, ein bekannter Schriftsteller und selbst Teil des Establishments. Beide Autoren haben erreicht, was vielen Einwanderern ihrer Generation nicht gelungen war, dennoch prangern sie die Fehler der israelischen Integrationspolitik an, die in den Gründerjahren des Staates aufgrund der aschkenasischen Überheblichkeit versagte, mit nachhaltigen Folgen.</p>
<p>Etliche der irakischen Juden, die in ihrem Geburtsland wohlhabend und respektiert waren, wiewohl stets auf das Wohlwollen der islamischen Obrigkeit angewiesen, wurden bei der Ausreise gezwungen, ihr Hab und Gut zurück zu lassen, und mussten nun, enttäuscht und mittellos, auf schmerzliche Weise auch noch von ihrem zionistischen Traum Abschied nehmen. Das hat auch die Zukunft ihrer Kinder vielfach beeinflusst bzw. verbaut. Es war vielfach das Potential vorhanden, nur hatten nicht alle die Chance, ihr Ziel zu erreichen, und nicht alle waren in der Lage, die großen Hürden zu überwinden. Deshalb sind die meisten dieser orientalischen Neueinwanderer auf der unteren sozialen Stufe geblieben und so ist die israelische Gesellschaft in dieser Hinsicht auch heute noch nicht frei von Spannungen. Obwohl seit her Vieles für die Integration der Neueinwanderer getan wurde und man– ob in den Kibbuzim oder Schulen – aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt hat, gibt es noch immer viel zu tun. Das fordert auch der Roman <strong>Sara Shilos</strong> <em>Zwerge kommen hier keine</em>.</p>
<p>Wie anderswo sind alleinerziehende Frauen in Israel die Leidtragenden. Die Heldin des Romans, Simona Dadon, ist eine Witwe mit sechs Kindern, die in einem nordisraelischen Entwicklungsstädtchen wohnt, in dem die meisten Einwohner orientalische Juden sind, die unter dem Raketenterror aus dem Libanon leben müssen. Nach dem plötzlichen Tod des Familienoberhaupts und Ernährers folgt der soziale Abstieg der aus Marokko stammenden Frau, die ein primitives, fehlerhaftes Hebräisch spricht, in dem auch der Roman verfasst wurde. Simona trauert, ihre Familienwelt ist in eine Unordnung geraten, die jener im Norden Israels im Kriegszustand entspricht,  – es herrscht Angst und Verwirrung, alles gerät aus den Fugen.</p>
<p><strong>Sara Shilo, </strong>irakisch-syrischer Herkunft<strong>,</strong> hat hier eine Figur erschaffen, die autobiographische Züge trägt und die ihr <em>alter ego</em> hätte sein können, wenn die Autorin nicht ein Gymnasium in Rehavia, dem „deutschen“ Viertel ihrer Heimatstadt Jerusalem besucht hätte, wo sie sich fremd fühlte und sich bemühte, ihren arabischen Akzent und die gutturale Aussprache zu verlieren, die auf ihre orientalische Herkunft hinwies. <em>Zwerge kommen hier keine</em>, ihr erster Roman für Erwachsene, gewann mehrere Preise, bis hin zur Israels höchster literarischer Auszeichnung. Shilo lebt mit Mann und 5 Kindern in Galiläa. Sara Shilos Figuren gehören der Bevölkerungsschicht an, der in der israelischen Literatur bisher kaum eine Stimme geschenkt wurde. Das wird naher Zukunft sicher anders werden.</p>
<div id="attachment_811" class="wp-caption aligncenter" style="width: 218px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/12/JVHSG045.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-811" title="JVHSG045" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/12/JVHSG045-218x145.jpg" alt="Sigalit Meidler dankt der Autorin für ihre wichtige Bereicherung unseres Horizonts. " width="218" height="145" /></a><p class="wp-caption-text">Sigalit Meidler dankt der Autorin für ihre wichtige Bereicherung unseres Horizonts. </p></div>
<hr size="1" /><a href="#_ftnref1">[1]</a> Cf. <em>Spharadim-Spaniolen. Die Juden in Spanien bis 1942. Die sephardische Diaspora</em>, Studia Judaica Austriaca, Bd. XIII, Hrsg. Felicitas Heimann-Jelinek u. Kurt Schubert, Eisenstadt 1992.</p>
<p><a href="#_ftnref2">[2]</a> Aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer, DTV 2009; Hebräisch: <em>Shum Gamadim lo Yawou</em>“, `Am `Oved 2005.</p>
<p><a href="#_ftnref3">[3]</a> Bernard Lewis, <em>The Jews of Islam</em>, Princeton University Press 984.</p>
<p><a href="#_ftnref4">[4]</a> Aus dem Hebräischen von Inken Kraft, btb,1997, Hebräisch <em>Viktoria</em>,`Am `Oved,1993,S.13;15;80 f.,42.</p>
<p><a href="#_ftnref5">[5]</a> Aus dem Englischen von Karina Of, Petra Post und Andrea von Struve, Lübbe 1998; Hebräisch: <em>Mafriach hayonim</em>, `Am `Oved 1992, S. 301, 622f., 625,</p>
<p><a href="#_ftnref6">[6]</a> Übersetzung Lore Hartmann-von Monakow, Zürich 1988; Hebräisch: <em>Tarnegol kaparot </em>(Sühneopferhahn)<em>,</em> `Am `Oved 1983, S.173, 241.</p>
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		<title>Am 25.01.2009 wurde im Rathaus Schöneberg die Ausstellung &#8220;Wir waren Nachbarn&#8221; eröffnet</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Jan 2009 14:42:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dig-admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[DIG-Berichte]]></category>

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		<description><![CDATA[Kommentierung und Fotos von Meggie Jahn
Anlässlich des 64. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz am 27. Januar wurde zwei Tage zuvor im Rathaus Schöneberg bereits zum fünften Mal die Ausstellung &#8220;Wir waren Nachbarn&#8221; eröffnet. Auch diesmal handelte es sich um eine Kooperationsveranstaltung des Bezirksamts Schöneberg-Tempelhof mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Potsdam und der Gesellschaft für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Kommentierung und Fotos von Meggie Jahn</em></p>
<div id="attachment_545" class="wp-caption aligncenter" style="width: 350px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/01/nachbarn_internet.jpg"><img class="size-full wp-image-545" title="nachbarn_internet" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/01/nachbarn_internet.jpg" alt="Besucher der Ausstellung &quot;Wir waren Nachbarn&quot;" width="350" height="263" /></a><p class="wp-caption-text">Besucher der Ausstellung &quot;Wir waren Nachbarn&quot;</p></div>
<p>Anlässlich des 64. Jahrestages der Befreiung von Auschwitz am 27. Januar wurde zwei Tage zuvor im Rathaus Schöneberg bereits zum fünften Mal die Ausstellung &#8220;Wir waren Nachbarn&#8221; eröffnet. Auch diesmal handelte es sich um eine Kooperationsveranstaltung des Bezirksamts Schöneberg-Tempelhof mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin und Potsdam und der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin (GCJZ).</p>
<p>Bezirksstadtrat Dieter Hapel, zugleich stellv. Bezirksbürgermeister für Tempelhof-Schöneberg, die Botschafterin von Schweden, I.E. Frau Ruth Jakoby, mit deren Hilfe die Biografie ihres aus Berlin stammenden Vaters Dr. Hellmut Jakoby erarbeitet werden konnte, Jochen Feilcke, Vorsitzender der DIG Berlin und Potsdam, und Jael Botsch-Fitterling, jüdische Vorsitzende der GCJZ, sprachen Grußworte zu den rund 350 Gästen.</p>
<div id="attachment_546" class="wp-caption aligncenter" style="width: 350px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/01/nachbarn_schweden.jpg"><img class="size-full wp-image-546" title="nachbarn_schweden" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/01/nachbarn_schweden.jpg" alt="Die schwedische Botschafterin, I.E. Frau Ruth Jakoby, erinnerte an ihren Vater." width="350" height="263" /></a><p class="wp-caption-text">Die schwedische Botschafterin, I.E. Frau Ruth Jakoby, erinnerte an ihren Vater.</p></div>
<p>Im Anschluss daran lauschte das Publikum gebannt zwei beeindruckenden Klavierstücken des anwesenden Zeitzeugen Ilja Bergh, der 1934 mit seinen Eltern nach Dänemark geflohen war und heute als Komponist und Pianist in Kopenhagen, München und Berlin lebt.</p>
<p>Eröffnet wurde die Ausstellung von der Initiatorin und Projektleiterin, Frau Katharina Kaiser.</p>
<div id="attachment_548" class="wp-caption aligncenter" style="width: 350px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/01/nachbarn_bergh.jpg"><img class="size-full wp-image-548" title="nachbarn_bergh" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/01/nachbarn_bergh.jpg" alt="Ilja Bergh am Flügel " width="350" height="263" /></a><p class="wp-caption-text">Ilja Bergh am Flügel </p></div>
<div id="attachment_549" class="wp-caption aligncenter" style="width: 350px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/01/feilcke_nachbarn_2009.jpg"><img class="size-full wp-image-549" title="feilcke_nachbarn_2009" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/01/feilcke_nachbarn_2009.jpg" alt="&quot;Der Antisemit verurteilt nicht Fehlverhalten einzelner Juden, sondern verurteilt Juden, weil sie Juden sind.&quot;" width="350" height="263" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Der Antisemit verurteilt nicht Fehlverhalten einzelner Juden, sondern verurteilt Juden, weil sie Juden sind.&quot;</p></div>
<p><strong>Lesen Sie im folgenden die Rede von Jochen Feilcke:</strong></p>
<p><strong>&#8220;Meine sehr verehrten Damen und Herren,</strong></p>
<p>wir sind die Deutsch-Israelische Gesellschaft Berlin und Potsdam und damit Freunde Israels ohne Wenn und Aber. Dabei sind wir keineswegs unkritisch gegenüber der jeweils aktuellen Politik und auch keineswegs automatisch die Feinde aller Feinde Israels. Als Freunde Israels stellen wir jedoch niemals die Existenz der einzigen Demokratie im Nahen Osten in Frage und versuchen Fakten und vielfältige Informationen über dieses Land zu vermitteln.</p>
<p>Der millionenfache Mord an Juden und der Antisemitismus in seinen vielfältigen Verkleidungen sind zentrale Themen auch in unserer Arbeit. Wir müssen leider feststellen, daß sehr viele Deutsche beim Thema „Jude“ unsicher, unwissend, aggressiv, feindlich reagieren. Unkenntnis kann man durch Informationen überwinden sofern Offenheit und Neugier vorhanden sind. Aggressivität und Feindschaft kann nur mit Klarheit und Wahrheit und bisweilen mit Distanzierung und Ausgrenzung beantwortet werden. Es handelt sich hier nämlich nicht um „Vor“-Urteile, also ein Urteil vor der Beurteilungsfähigkeit, sondern um Urteil und Verurteilung (ohne Beurteilung der Sachverhalte). Der Antisemit verurteilt nicht Fehlverhalten einzelner Juden, sondern verurteilt Juden, weil sie Juden sind.</p>
<p>Seit 1945 steht jeder, der sich in Deutschland mit dem »deutschen Volk« oder der »deutschen Nation« identifizieren will, vor dem Problem, dass von diesem Land das Menschheitsverbrechen der Vernichtung der europäischen Juden begangen wurde. Treitschkes Schlachtruf »Die Juden sind unser Unglück« hat daher nach 1945 eine völlig neue Brisanz bekommen. Alles Jüdische erinnert unausweichlich an die »deutsche Tat« Auschwitz und steht damit der ersehnten »nationalen Identität« im Weg. Das wiederum ruft erneute Aggressionen gegen die Juden hervor, insbesondere dann, wenn Juden gar noch explizit die Erinnerung an Auschwitz einfordern. Es erscheint paradox, aber die vollzogene Vernichtung der Juden wird in Deutschland zu einer neuen Quelle einer neuen Form von Antisemitismus.</p>
<div id="attachment_550" class="wp-caption aligncenter" style="width: 350px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/01/nachbarn_publikum_treppe.jpg"><img class="size-full wp-image-550" title="nachbarn_publikum_treppe" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/01/nachbarn_publikum_treppe.jpg" alt="Nicht nur die Reihen im Foyer waren gefüllt, auch die Treppen auf beiden Seiten waren voll besetzt." width="350" height="263" /></a><p class="wp-caption-text">Nicht nur die Reihen im Foyer waren gefüllt, auch die Treppen auf beiden Seiten waren voll besetzt.</p></div>
<p>Ein am Bodensee lebender angesehener deutscher Dichter fühlt sich ständig verfolgt und von der »Auschwitzkeule« bedroht. Ein Zyniker hat diese ideologische Disposition polemisch sarkastisch auf den Punkt gebracht: »Die Deutschen werden den Juden Auschwitz nie verzeihen«.</p>
<p>Juden provozieren nach Meinung vieler Deutscher den Antisemitismus weil sie nicht schweigen. Bei meinem ersten Besuch in Yad Vashem stellte der Leiter, selbst Auschwitz-Überlebender, der unsere Gruppe begleitete, unsere Erschütterung und Hilflosigkeit fest und entschuldigte sich bei uns dafür, daß er uns mit unserer Geschichte konfrontierte.</p>
<p>Wer den „Zionismus“ angreift, aber beileibe nichts gegen „die Juden“ sagen möchte, macht sich und anderen etwas vor. Der Staat Israel ist ein Judenstaat. Wer ihn zerstören möchte, erklärtermaßen oder durch eine Politik, die nichts anderes bewirken kann als solche Vernichtung, betreibt den Judenhaß von einst und von jeher.</p>
<p>Israel ist ein jüdischer Staat, aber nicht alle Juden sind Israeli (wie auch nicht alle Katholiken die vatikanische Staatsbürgerschaft haben). Juden werden in Deutschland permanent ausgebürgert und als Israeli angesehen – Vorwurf der „Doppelten Loyalität“ (In “Hart aber Fair“ wurde Michel Friedmann für das militärische Vorgehen der Israeli in die Pflicht genommen! ).</p>
<p>Manche meinen, wir leben im Informationszeitalter. Ich behaupte, wir leben im Zeitalter totaler Desinformation (Verblödung). Wer von uns kann mit der Vielzahl der auf uns einstürmenden Informationen und Bilder wirklich etwas anfangen? Wer sagt mir, welches Bild, welche Information, welche Zahl authentisch ist? Ist das gezeigte Opfer von einer israelischen Rakete getroffen oder im palästinensischen Bruderkampf ermordet worden?</p>
<p>Einige Medien, manche Politiker und sogar Geistliche stilisierten Israel zum kollektiven Juden. Bösartige „Hamasversteher“ treten im Fernsehen als „Nahostexperten“ getarnt auf. Sie vergleichen den um sein Überleben kämpfenden Staat Israel mit dem verbrecherischen Naziregime und die Palästinensergebiete mit Ghettos. Eine völlige Verdrehung der Sachverhalte! Denn:</p>
<p>Hamas tötet vorsätzlich Zivilisten, sie verherrlicht Kindesmord, stiftet Kinder und Jugendliche an, als Dschihadisten und Selbstmörder andere in den Tod zu reißen, sie mißbraucht Frauen und Kinder als „menschliche Schutzschilde“. Das ist der menschenverachtende Ungeist, der auch die NS Verbrechen ermöglichte!</p>
<p>Hamas bekennt sich zur Ausrottung ideologischer, religiöser Gegner: Juden, Christen, Muslime und ermordet sie gezielt und vorsätzlich. Israelische Soldaten töten vorsätzlich Terroristen.</p>
<p>Nimmt man Hamas die Waffen ab, gibt es keinen Krieg mehr, nimmt man Israel die Waffen ab, gibt es keinen jüdischen Staat mehr.</p>
<p>Ich plädiere also dafür, Urteile auf der Grundlage von Fakten zu treffen, Antisemitismus und Judenhass zu bekämpfen wo immer wir ihn treffen. Ich plädiere dafür, uns alle, alt und vor allem jung, immer wieder mit unserer Geschichte zu konfrontieren und diese Ausstellung nicht nur 3 Monate, sondern 12 Monate im Jahr den Besuchern dieses Rathauses zugänglich zu machen.</p>
<p>Vielen Dank.</p>
<div id="attachment_551" class="wp-caption aligncenter" style="width: 350px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/01/nachbarn_netz.jpg"><img class="size-full wp-image-551" title="nachbarn_netz" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/01/nachbarn_netz.jpg" alt="Isabelle Murray und Matei Meidler gehörten zu den DIG-Mitgliedern, die die Ausstellung besuchten.   " width="350" height="263" /></a><p class="wp-caption-text">Isabelle Murray und Matei Meidler gehörten zu den DIG-Mitgliedern, die die Ausstellung besuchten.   </p></div>
<div id="attachment_552" class="wp-caption aligncenter" style="width: 350px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/01/nachbarn09_feilcke_kaiser.jpg"><img class="size-full wp-image-552" title="nachbarn09_feilcke_kaiser" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/01/nachbarn09_feilcke_kaiser.jpg" alt="Jochen Feilcke mit Katharina Kaiser, die auch diesmal vollen Einsatz bei der Gestaltung der Ausstellung gezeigt hatte." width="350" height="263" /></a><p class="wp-caption-text">Jochen Feilcke mit Katharina Kaiser, die auch diesmal vollen Einsatz bei der Gestaltung der Ausstellung gezeigt hatte.</p></div>
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		<title>&#8220;Maykomashmalon&#8221; &#8211; Eröffnungskonzert zur 8. &#8220;Vocalise&#8221; in Potsdam &#8211; Deutsche Erstaufführung des Stückes &#8220;Dark am I ..&#8221; von Ella Milch-Sheriff</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Nov 2008 00:23:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dig-admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[DIG-Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[DIG-Berichte 2008]]></category>
		<category><![CDATA[09.11.2009]]></category>

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Aus Anlass des 70. Jahrestages der Reichspogromnacht beteiligte sich die DIG Berlin und Potsdam am Eröffnungskonzert der 8. Potsdamer Vocalwochen &#8220;Vocalise&#8221; &#8211; veranstaltet vom Trägerverein des Neuen Kammerorchesters Potsdam e.V. und der Landeshauptstadt Potsdam. Schließlich bereicherten mit Ud Joffe, Itamar Ringel, Keren Hadar und Ella Milch-Sheriff vier fantastische israelische Musiker und Komponisten den Abend. Unterstützt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> </p>
<div id="attachment_620" class="wp-caption aligncenter" style="width: 350px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/joffe_ella_hadar.jpg"><img class="size-medium wp-image-620" title="joffe_ella_hadar" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/joffe_ella_hadar-350x262.jpg" alt="Ella Milch-Sheriff (Mitte) mit Keren Hadar und Ud Joffe" width="350" height="262" /></a><p class="wp-caption-text">Ella Milch-Sheriff (Mitte) mit Keren Hadar und Ud Joffe</p></div>
<p>Aus Anlass des 70. Jahrestages der Reichspogromnacht beteiligte sich die DIG Berlin und Potsdam am Eröffnungskonzert der 8. Potsdamer Vocalwochen &#8220;Vocalise&#8221; &#8211; veranstaltet vom Trägerverein des Neuen Kammerorchesters Potsdam e.V. und der Landeshauptstadt Potsdam. Schließlich bereicherten mit Ud Joffe, Itamar Ringel, Keren Hadar und Ella Milch-Sheriff vier fantastische israelische Musiker und Komponisten den Abend. Unterstützt wurde die Veranstaltung durch den Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg. Mit dem Nikolaisaal im Zentrum der Stadt war nicht nur eine wunderbare Bühne gefunden; auch die Akkustik stand derjenigen im Großen Sendesaal des RBB in Berlin &#8211; traditioneller Veranstaltungsort unserer Rabin-Gedenkkonzerte &#8211; in nichts nach.</p>
<p> </p>
<p>Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden des Trägervereins des Neuen Kammerorchesters Potsdam, Christian Seidel, sprach Potsdams Oberbürgermeister Jann Jakobs, zugleich Schirmherr des zweiwöchigen Festivals, zum Publikum.</p>
<p> </p>
<p>Unter seinem Leiter Ud Joffe begann das Orchester sein Programm mit dem jiddischen Lied &#8220;Maykomashmalon&#8221; (&#8221;Was bedeutet es?&#8221;), instrumentiert von Vladimir Godár. &#8220;Maykomashmalon&#8221; &#8211; Erinnerung und Gedenken, Nachdenken über Leid und Liebe, die ewige Frage nach dem Sinn, all das kam in diesem besonderen Konzert zum Tragen: &#8220;Maykomashmalon&#8221; &#8211; ein jiddisches Lied mit dem Text von Avrom Reisen, geb. 1876 in Minsk.</p>
<p> </p>
<p>Ud Joffe erzählt noch sichtlich beeindruckt von der unverhofften Begegnung , wie er vor rund drei Wochen mit Bernard San auf die Quellen von &#8220;Maykomashmalon&#8221; stieß.</p>
<p> </p>
<p>Bewegend vorgetragen wurde es vom langjährigen Kantor der Züricher Jüdischen Gemeinde, Bernhard San. Erst kurzfristig hatte sich seine Mitwirkung als Sänger ergeben &#8211; tatsächlich war &#8220;Maykomashmalon&#8221; das Lieblingslied seines Vaters gewesen. Danach das &#8220;Kaddisch&#8221;von Mark Kopytman, geb. 1929 in Kamenets-Podolsk (Ukraine), entstanden 1981 schon in Israel und getragen vom elegischen Klang der Bratsche. Für den Solopart konnte mit Itamar Ringel eine junger, international schon bekannter Musiker aus Israel gewonnen werden.</p>
<p> </p>
<p>Ud Joffe und Itamar Ringel nach seinem Beitrag. Auch das Neue Kammerorchester Potsdam war begeistert.</p>
<p> </p>
<p>Nach der Pause dann die deutsche Erstaufführung des Stückes von Ella Milch-Sheriff &#8220;Schwarz bin ich &#8230; eine musikalische Fantasie nach dem Hohelied Salomons&#8221; von der in Haifa geborenen israelischen Musikerin Ella Milch-Sheriff &#8211; eine musikalisch wie sprachlich außerordentlich vielschichtige Komposition, die im vergangenen Jahr auf dem Israel-Festival in Tel Aviv uraufgeführt wurde. Gesungen wurde sie von der israelischen Ausnahmesopranistin Keren Hadar, für die das Stück auch geschrieben wurde. 2007 gehörte sie zu den Gewinnern des Musikwettbewerbs Schloss Rheinsberg.</p>
<p> </p>
<p>Dieser besondere Abend bot im besten Sinne des Wortes &#8220;Weltmusik&#8221;, wie sie in dieser Vielfalt wohl nur selten präsentiert wurde.</p>
<p> </p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Presseschau:</span></strong></p>
<p><strong>Märkische Allgemeine 11. November 2008</strong></p>
<p align="center"><strong>VOCALISE: Maykomashmalon<br />
</strong><strong>Die Potsdamer Vokalreihe wurde hoch emotional im Nikolaisaal eröffnet</strong></p>
<p align="center">VON MATTHIAS MÜLLER<strong> </strong></p>
<p><strong>POTSDAM / INNENSTADT &#8211; </strong><strong>Der Nikolaisaal war am Sonntagabend sehr gut und prominent besucht. Trafen sich doch zum denkwürdigen 9. November hier das zweite Saisonkonzert der Musik in der Erlöserkirche mit der ebenfalls dort traditionell beheimateten Vokalreihe „Vocalise“. Zum achten Mal in Folge wird in diesem Jahr der interkulturelle Dialog in den Vokalkompositionen der Völker zu Wort kommen. </strong></p>
<p><strong>Die Eröffnung stand im Andenken an die unfassbare Reichspogromnacht vor 70 Jahren. Die von Oberbürgermeister Jann Jakobs als Schirmherr geäußerten nach-denklichen Worte dazu fanden in allen drei Werken ihren musikalischen Widerhall. „Maykomashmalon“, der Titel des Abends, geht auf ein Gedicht des Dichters Avrom Reisen zurück, und das war das Lieblingslied des Vaters vom langjährigen Kantor der Züricher Jüdischen Gemeinde, Bernhard San. Ud Joffe, der Dirigent des Neuen Kammerorchesters, hatte ihn vor erst drei Wochen in Israel getroffen und für den Vortrag dieses wehmütigen, in jiddischer Sprache verfassten Liedes von Vladimír Godár gewinnen können. Nun stand der alte Kantor vor dem Potsdamer Publikum und sang, von einer Solobratsche begleitet und sparsam von den Streichern des Kammerorchesters klanglich eingebettet. Atemlose Stille und andachtsvolles Lauschen. So schnell, wie er erschienen, war Bernhard San wieder entschwunden, ohne den verdienten Beifall genießen zu können. Der Solobratscher, Itamar Ringel, schloss nahtlos das Kaddisch – das große Trauergebet der Juden – in einer eindringlichen, dreisätzigen Bearbeitung von Mark Kopytman an. Der 1929 in der Ukraine geborene Komponist vereinigte sowohl Expressivität als auch Melodienreichtum zu schillernden Klangfarben. Und der samtige Violaton, die kon-zentrierte Leitung Joffes sowie die differenzierte Spielweise der Streicher setzten das Kaddisch in einen tiefen Sinnzusammenhang mit dem 9. November 1938. </strong></p>
<p><strong>Nach der Pause folgte die zuversichtliche Vertonung des „Hohelied Salomos“. Die Deutsche Erstaufführung in Anwesenheit der israelischen Komponistin Ella Milch-Sheriff wurde zur bejubelten Reise durch die Musikgeschichte. </strong></p>
<p><strong>Die menschliche und musikalische Ausstrahlung der Sopranistin, Keren Hadar, das stimmlich geschliffene Sängertrio, der ständige Wechsel der Sprache und die mannigfaltigen Musikstile von der frühen Mehrstimmigkeit bis zum Jazz zeichneten ein Bild von der Liebe nach, die letztlich das Grauen und die Finsternis besiegt. Ein großartiger Konzertabend. </strong></p>
<p align="center"><strong>© </strong><strong>Märkische Verlags- und Druck-Gesellschaft mbH Potsdam</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>__________</strong></p>
<p><strong><br />
Potsdamer Neueste Nachrichten 11. November 2008</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p align="center"><strong> </strong></p>
<p align="center"><strong>Das Lied der Lieder</strong></p>
<p align="center"><strong>Eröffnung der „Vocalise“ im Nikolaisaal</strong></p>
<p align="center"><strong><br />
</strong><strong>VON BABETTE KAISERKERN</strong></p>
<p><strong> </strong></p>
<p><strong>Mit der Frage der Fragen und dem Lied der Lieder wurde am Sonntag die Potsdamer Vocalise im Nikolaisaal eröffnet. Ud Joffe, spiritus rector der Gesangswochen, offerierte erneut musikalische Schätze abseits der üblichen Konzertprogramme. Tief in der jüdischen Tradition verwurzelt ist die Frage: „Maykomashmalon – Was bedeutet das?“. Wer so fragt, will verstehen, Tiefen ergründen, einen Sinn erkennen. Unzählige Dialoge im Talmud beginnen mit dieser Frage. Sie steht auch am Anfang der modernen Geistes-wissenschaften. „Maykamashmalon“ heißt ein Lied des jiddischen Dichters Avrom Reisen. Glückliche Umstände führten dazu, dass seine poetischen Verse von Bernard San, dem langjährigen Kantor der Züricher Synagoge gesungen wurden. In der zeitgenössischen Vertonung von Vladimír Godár mit dem intimen Dreiklang von Stimme, Viola und Cello ergab dies einen eindrucksvollen Auftakt der diesjährigen Vocalise im Zeichen des interkulturellen Dialogs. Die Suche nach dem Sinn ging unmittelbar in „Kaddish für Viola und Streichorchester“ von Mark Kopytman über. Der in Israel lebende Komponist gibt darin dem jüdischen Gebet eine dreisätzige, gleichwohl rhapsodische Gestalt. Expressive melodische Linien, gelegentlich zunehmende Tempi, sogar mal ein tänzerischer Rhythmus, schroffe Akkorde bilden den dramatischen Hintergrund, vor dem sich die Violastimme von Itamar Ringel leuchtend golden erhebt und fahl verlischt.</strong></p>
<p><strong>Als deutsche Erstaufführung wurde „Schwarz bin ich …“, eine musikalische Fantasie von Ella </strong></p>
<p><strong>Milch-Sheriff nach dem Lied der Lieder aufgeführt. Das etwa im fünften Jahrhundert v. Chr. niedergeschriebene Hohelied der Liebe besteht aus einer Sammlung von Gedichten zumeist in der Ich-Form aus weiblicher und männlicher Perspektive. Ella Milch-Sheriff erzählt eine klar gegliederte Geschichte von Entstehen und Erkennen, Liebe und Verlassensein. </strong></p>
<p><strong><br />
Das speziell auf die israelische Sopranistin Keren Hadar zugeschnittene Werk konzentriert sich auf die weibliche Perspektive. Ein Sängerterzett aus Countertenor, Tenor und Bass übernimmt die Parts des Chores und, selten nur, des Geliebten. Einer der Paten war, wie zu hören ist, der italienische Opernerneuerer und Madrigalist Claudio Monteverdi. Viele Elemente erinnern an seine Werke, speziell an das „Lamento della ninfa“. Ein Streichquartett, drei Bläser, zwei Percussionisten und Klavier offerieren vielfältige Möglichkeiten der Instrumentierung. Orientalische und westliche Rhythmen, traditionelle und moderne Klänge verbreiten multikulturelles Flair. Dennoch dominiert der Eindruck von Geschlossenheit und Harmonie. Wie sollte das Lied der Lieder in unserer Zeit auch klingen, wenn nicht in so vielen verschiedenen Sprachen und Stilen wie hier. Vor allem die junge Sopranistin Keren Hadar verbindet die eklektischen Elemente zu einem überzeugenden Ganzen. Mit ihrer biegsamen, silberhellen Stimme, die sowohl europäischem Operngesang als auch orientalische Laute perfekt beherrscht, verleiht sie den vielseitigen Aspekten der Liebe universellen Ausdruck. Die drei Herren (David Feldman, Countertenor, Eitan Drori, Tenor, Ville Lignell, Bass) bewältigten ihre polyphonen Partien mit höchst ausgewogenem Gesang. Das kleine Orchester spielt unter der inspirierten Leitung von Ud Joffe brillant und klangvoll. Gemeinsam mit den Sängern gaben sie so eine höchst harmonische Antwort auf die Frage der Fragen. Die Antwort lautet wie eh und je: Zusammenspiel, Hingabe, Liebe. </strong></p>
<p align="center"><strong><br />
</strong><strong>© Potsdamer Zeitungsverlags GmbH &amp; Co.</strong></p>
<p style="text-align: left;"><span style="text-decoration: underline;"><a href="http://www.ellasheriff.com/works-dark-am-i.asp" target="_blank"><strong>Mehr zum Stück &#8230;.</strong></a></span></p>
<h3> </h3>
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		<title>&#8220;Feindbild Israel &#8211; Die DDR und der Judenstaat&#8221; &#8211; Stefan Meining sprach auf Einladung von DIG und KAS in der Akademie der Adenauer-Stiftung</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Oct 2008 00:59:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dig-admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[DIG-Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[DIG-Berichte 2008]]></category>
		<category><![CDATA[09.10.2008]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 9. Oktober 2008 hatte die DIG Berlin und Potsdam in Kooperation mit der stets gastfreundlichen Konrad Adenauer Stiftung zu einer Veranstaltung mit Dr. Stefan Meining zum Thema Feindbild Israel &#8211; Die DDR und der Judenstaat eingeladen. Nach einer thematischen Einführung durch Rita Schorpp, Projektmanagerin der KAS, und einem kurzen Grußwort von Dr. Gesine Palmer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em></em>Am 9. Oktober 2008 hatte die DIG Berlin und Potsdam in Kooperation mit der stets gastfreundlichen Konrad Adenauer Stiftung zu einer Veranstaltung mit Dr. Stefan Meining zum Thema <em>Feindbild Israel &#8211; Die DDR und der Judenstaat</em> eingeladen. Nach einer thematischen Einführung durch Rita Schorpp, Projektmanagerin der KAS, und einem kurzen Grußwort von Dr. Gesine Palmer im Namen des Vorstands der DIG wurde das Publikum kenntnisreich und differenziert über die Israel-Politik der SED informiert. Rund 90 Gäste fanden an dem Abend in die Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung.</p>
<div id="attachment_625" class="wp-caption aligncenter" style="width: 218px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/gross_adenauer_P1470950.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-625" title="gross_adenauer_P1470950" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/gross_adenauer_P1470950-218x163.jpg" alt="Stefan Meining bei seinem Vortrag in der Akademie der Adenauer-Stiftung" width="218" height="163" /></a><p class="wp-caption-text">Stefan Meining bei seinem Vortrag in der Akademie der Adenauer-Stiftung</p></div>
<p style="text-align: left;">Dass die Veranstaltung am ausgehenden jüdischen Versöhnungstag (Yom Kippur) stattfand, war im Vorfeld von einigen Seiten verständlicherweise kritisiert worden, hatte aber thematisch durchaus einen Sinn, wie Frau Schorpp deutlich machte: Es war im Yom Kippur Krieg von 1973 gewesen, als die DDR-Führung ihre ganze Skrupellosigkeit auch in dieser Frage offenbarte, indem sie Soldaten und modernstes Kampfgerät nach Syrien versandte.</p>
<p> Eindrucksvoll untermauert wurde der Bericht über den Antizionismus der SED durch einen kurzen Filmausschnitt, in dem man Erich Honecker bei der Überreichung einer Urkunde an Präsident Assad sehen konnte. Honecker lobte dabei die Verdienste Assads im Kampf gegen „Imperialismus, Kolonialismus und Zionismus.“ </p>
<p>An der anschließenden lebhaften Diskussion beteiligten sich anwesende DIG Mitglieder aller Generationen, großenteils vor dem Hintergrund eigener DDR-Erfahrungen. Aber auch das Interesse eines 12-jährigen Schülers an den Hintergründen der Haltung der DDR-Führung traf bei Referent und Publikum auf starke Resonanz.</p>
<p>Lesen Sie <a href="http://www.kas.de/wf/de/33.14816/" target="_blank">auf der Seite der KAS</a> einen Veranstaltungsbericht. Der Artikel, auf dem das Vortragsskript Meinings basierte, ist kürzlich bei der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit in Bayern erschienen. Diesen können Sie sich <a href="http://www.stmuk.bayern.de/blz/eup/03_08/3.asp" target="_blank">hier</a> herunterladen.</p>
<p><em>Ein Bericht von Dr. Gesine Palmer, Fotos von Fritz Zimmermann</em></p>
<p> <strong><span style="text-decoration: underline;">Mehr Infos:</span></strong></p>
<ul>
<li>Lesen Sie zum Thema auch den Beitrag von Stefan Meining in &#8220;Report&#8221; vom 6. Oktober 2008: <a href="http://www.br-online.de/das-erste/report-muenchen/report-aleppo-israel-ID1223205037854.xml" target="_blank"><strong>Geheimoperation Aleppo &#8211; Honeckers Krieg gegen Israel</strong></a>.</li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;Breites Bündnis gegen den Al-Quds-Tag (Jerusalem-Tag) am 27. September 2008 in Berlin</title>
		<link>http://www.digberlin.de/breites-bundnis-gegen-den-al-quds-tag-jerusalem-tag-am-27-september-2008-in-berlin/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Sep 2008 01:25:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dig-admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[DIG-Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[DIG-Berichte 2008]]></category>
		<category><![CDATA[27.09.2008]]></category>

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Unter dem Motto &#8220;Zusammen gegen den Al Quds-Tag – gegen antisemitische und antiisraelische Hetze&#8221; fand am 27.09.2008 erneut ein breites politisches und gesellschaftliches Bündnis aus Christen, Juden, Muslimen und Säkularen zusammen, das sich gegen die Demonstration verschiedener islamistischer Vereine zum Al-Quds-Tag in Berlin richtete. Auch die DIG Berlin und Potsdam war bei Aufruf und Gegenkundgebung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class="mceTemp mceIEcenter">
<div id="attachment_630" class="wp-caption aligncenter" style="width: 218px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/hinter_dem_ruf.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-630" title="hinter_dem_ruf" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/hinter_dem_ruf-218x163.jpg" alt="Paul Spiegel 2004: Kein Frieden mit den Feinden Israels." width="218" height="163" /></a><p class="wp-caption-text">Paul Spiegel 2004: Kein Frieden mit den Feinden Israels.</p></div>
</div>
<p style="text-align: left;"> <br />
Unter dem Motto &#8220;<strong>Zusammen gegen den Al Quds-Tag – gegen antisemitische und antiisraelische Hetze</strong>&#8221; fand am 27.09.2008 erneut ein breites politisches und gesellschaftliches Bündnis aus Christen, Juden, Muslimen und Säkularen zusammen, das sich gegen die Demonstration verschiedener islamistischer Vereine zum Al-Quds-Tag in Berlin richtete. Auch die DIG Berlin und Potsdam war bei Aufruf und Gegenkundgebung wieder mit dabei. Trotz geringer Presseresonanz im Vorfeld kamen rund 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu uns auf den Breitscheidplatz. Redner waren in diesem Jahr <strong>Evrim Baba</strong>, <strong>Levi Salomon</strong>, Beauftragter für Antisemitismus der Jüdischen Gemeinde, <strong>Meggie Jahn</strong>, DIG Berlin und Potsdam,<strong> Marcus Löning</strong>, FDP-Bundestagsabgeordneter, <strong>Dr. Nassrin Bassiri</strong>, iranische Künstlerin und Frauenbeauftragte an der KH Weissensee, <strong>Rudi Pahnke</strong>, Stiftung Neue Impulse e.V.,<strong> Fathiyeh Naghibzadeh,</strong> Mideast Freedom Forum Berlin, und ein Vertreter der VVN.</p>
<p> Erstmals zum sog. Jerusalem-Tag aufgerufen hatte 1979 der iranische Revolutionsführer Ayatollah Khomeini. Er erklärte es damals zur (religiösen) Pflicht eines jeden Moslems, „Jerusalem zu befreien“ und für die Vernichtung des „zionistischen Regimes“ zu kämpfen, was sich eindeutig gegen die Existenzberechtigung Israels richtete. Heute wird diese Ideologie &#8211; verbrämt mit einer antisemitischen Weltverschwörungstheorie &#8211; in erstaunlicher Offenheit gegenüber der Weltgemeinschaft durch den iranischen Staatspräsidenten Achmadinejad &#8211; zuletzt gegenüber der UN &#8211; vertreten, ohne dass dies schmerzhafte Folgen für ihn hätte.</p>
<p style="text-align: left;">Was bis 2003 von der Mehrheitsgesellschaft kaum registriert, in einem interkulturellen Kalender in Berlin sogar als muslimischer Feiertag am letzten Freitag jedes Ramadan geführt wurde, wird nicht nur in Teheran und Beirut, sondern auch in europäischen Großstädten wie London, Paris und Wien jährlich mit Hasstiraden auf Israel gefeiert.</p>
<p>Dass sich dies in Berlin seit 2003 geändert hat und die Islamisten auf ihrer Internetseite inzwischen dazu aufrufen müssen, keine provozierenden Plakate zu schwenken, ist der breiten Gegenwehr einer Initiative zu verdanken, in der sich u.a. im Rahmen der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus auch Muslime gegen antisraelische und antisemitische Hetze artikuliert hatten. Heute hat die Berliner Polizei fest mit uns zu rechnen. Während im Jahr 2000 von den Initiatoren noch an die 3000 Teilnehmer mobilisiert werden konnten, boten diese in den letzten Jahren nicht mehr als 400 bis 500 Anhänger auf. Auf Grund unseres Gegenbündnisses distanzierte sich vor einigen Jahren auch der neue Imam des Islamischen Zentrums in Hamburg von der Demonstration, ein Faktum,das sicher mitverantwortlich ist für den starken Rückgang der muslimischen Teilnehmerzahlen.</p>
<p>Dass die Hisbollah-Anhänger ihre Demonstration 2006 als &#8220;Schweigemarsch&#8221; und in diesem Jahr als &#8220;Friedensmarsch“ tarnten, konnte uns über deren wahre Absichten nicht täuschen. So fanden sich zwischen den scheinbar friedlichen Parolen „Jerusalem – Stadt des Friedens“, „Kein Krieg mehr für die Demokratie“ oder „Militärische Überlegenheit rechtfertigt keine Gewalt“ denn auch Konterfeis des früheren geistlichen Oberhaupts der Schiiten, Ayatollah Khomeini, und seines Nachfolgers Chamenei, vereinzelt aber auch ein Bild von Hisbollah-Chef Nasrallah im Libanon. Um die in den letzten Jahren kritisch diskutierte Hisbollah-Fahne zu vermeiden, trugen die Al-Quds-Demonstranten die libanesische Nationalfahne. Zudem fanden sich bei genauerem Hinsehen Parolen wie „Kein Maulkorb für Zionismus-Forscher“, womit man nichts anderes forderte als Redefreiheit für Holocaust-Leugner wie David Irving und Horst Mahler. Zugleich warnteman vor einer „Wiederholung des Holocaust gegen Palästinenser“ (!) und bezeichnete Israel als die „größte Gefahr für den Weltfrieden“. Letzteres glauben laut einer Umfrage der EU-Kommission 2003 allerdings auch mehr als 60 Prozent der Deutschen und Europäer.</p>
<p>Es war deshalb um so wichtiger, gegenüber den islamistischen Fundamentalisten erneut Flagge zu zeigen. Tatsache ist, dass allein das Zeigen der israelischenFahne und das Skandieren der reinen Selbstverständlichkeit „Israel mussleben“ zu Provokationen aus dem Demonstrationszug führte, welche diePolizei in Alarmbereitschaft versetzten. Wir würden uns freuen, wenn 2009 mehr gemäßigte Muslime dem Aufruf des Menschenrechtspolitikers VolkerBeck, Mitglied der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und Mitunterzeichner unseres Aufrufs, folgen würden, an unserer Kundgebung teilzunehmen, um nicht nur durch ihre Abwesenheit bei der Al-Quds-Demonstration, sondern durch die Teilnahme an unserer Gegenkundgebung ein deutliches Zeichen zu setzen, dass sie sich von den Islamisten nicht vertreten fühlen.</p>
<p>Noch besser wäre jedoch, wenn sich der Trend bestätigte und eine Al-Quds-Veranstaltung in Berlin künftig keine Teilnehmer mehr fände. Verbuchen wir es auch als unseren Erfolg, dass die Initiatoren der Berliner Al-Quds-Demonstration bei ihrer Abschlusskundgebung auf dem Wittenbergplatz keinen „Festredner“ bieten konnten, sondern eine Frau aus dem Teilnehmerkreis Flugblatt verlas, das die üblichen Stereotypen gegen Israel enthielt. Noch vor zwei Jahren konnte man sich mit dem selbst ernannten Rabbiner Moshe Friedman aus Wien schmücken, der wenig später auf Einladung des iranischenStaatspräsidenten Achmadinejad zur Holocaust-Konferenz nach Teheran reiste. Erwartet hatten die Islamisten in diesem Jahr 1000 Teilnehmer, tatsächlich marschierten nur etwa 400 über den Kurfürstendamm, darunter viele Frauen und Kinder. Bei der Abschlusskundgebung zählte die Polizei offiziell nur noch rund 100 Personen.</p>
<p>Die Entwicklung zeigt, dass unser breites demokratisches Bündnis etwas bewegen kann und deshalb in den nächsten Jahren noch breiter werden muss, damit die Berliner Anhänger des iranischen Aufrufs zur Löschung Israels von der Landkarte ins Leere laufen. Wir werden auf jeden Fall weiter dagegen protestieren.</p>
<p><a href="http://www.digberlin.de/SEITE/alquds_meggie2008.php" target="_blank"><strong>Hier</strong></a> finden Sie die Rede von Meggie Jahn. Fathiyeh Naghibzadeh redete für das Mideast Freedom Forum Berlin. <a href="http://www.mideastfreedomforum.org/de/node/81" target="_blank"><strong>Ihr Redebeitrag auf Video</strong></a> oder <a href="http://www.digberlin.de/SEITE/rede_fathiyeh_2008.php" target="_blank"><strong>hier &#8230;</strong></a></p>
<p style="text-align: center;"><strong><a href="http://www.digberlin.de/SEITE/presse_alquds_2008.php" target="_blank"></a></strong><strong>Aufruf</strong> <strong>2008<br />
&#8220;Zusammen gegen den Al Quds-Tag – gegen antisemitische<br />
und antiisraelische Hetze&#8221;</strong></p>
<p>Seit 1979 rufen islamistische Organisationen jedes Jahr zum Ende des Fastenmonats Ramadan weltweit zu Al Quds-Aktivitäten auf. Dabei beziehen sich die VeranstalterInnen auf den Aufruf des damaligen iranischen Revolutionsführers Ajatollah Khomeini, der seine Anhänger zur „Befreiung“ Jerusalems und zur Vernichtung Israels aufforderte.</p>
<p>Dieser Tradition folgend wütet der derzeitige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad seit Jahren gegen das Existenzrecht Israels. Gleichzeitig unterstützt das Mullah-Regime mit finanziellen und materiellen Mitteln Aktivitäten radikaler, antisemitisch ausgerichteter Organisationen gegen Israel und seine Verbündeten.</p>
<p>In Berlin wird für den 27. September 2008, wie fast jedes Jahr seit 1996, zu einer Al Quds-Demonstration mobilisiert. Die Zielsetzung ist dabei klar: „Zerstörung des zionistischen Staates“. Dabei legen die Organisatoren besonderen Wert auf die Instrumentalisierung des Israel-Palästina-Konfliktes, um die antiisraelische, antisemitistische und antiamerikanische Ausrichtung zu kaschieren.</p>
<p>Trotz unterschiedlicher Meinung zu den Konflikten im Nahen Osten rufen die Organisatoren, Unterstützer und Unterstützerinnen zu einer Gegenkundgebung auf.</p>
<p>Diese richten sich gegen: </p>
<ul>
<li>die Delegitimierung des Staates Israel,</li>
<li>antisemitische, antiisraelische und antiamerikanische Hetze,</li>
<li>gegen jegliche Menschenrechtsverletzungen durch das iranische Regime,</li>
<li>Diskriminierungen und Kriminalisierungen von muslimischen Menschen und anderen MigrantInnen,</li>
<li>die Verwendung von Religionen zur Mobilisierung, als Rechtfertigung und zur Ausübung von Gewalt und Krieg,</li>
<li>jede Art des Fundamentalismus und</li>
<li>jeden Versuch den Holocaust zu leugnen oder zu relativieren.</li>
</ul>
<p>Zeigen Sie mit uns Ihren Protest gegen den internationalen Al Quds-Tag</p>
<p><strong>am 27. September 2008,<br />
ab 13.00 Uhr,<br />
auf dem Berliner Breitscheidplatz </strong></p>
<p>Wer die Vernichtung Israels fordert, kann nicht für Frieden eintreten!</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">AufruferInnen:</span></p>
<ul>
<li>Evrim Baba, MdA Berlin, DIE LINKE</li>
<li>Alexander Schudy (Berliner entwicklungspolitischer Ratschlag)</li>
<li>Anetta Kahane, Amadeu-Antonio-Stiftung Berlin</li>
<li>Antifa Prenzlauer Berg</li>
<li>Antifaschistische Initiative Moabit (AIM), Mitglied in der Berliner VVN-BdA</li>
<li>Bella Zchwiraschwili, ILI</li>
<li>Bilkay Öney, MdA Berlin, Innenpolitische Sprecherin von Bündnis 90/Die Grünen</li>
<li>Bodo Ramelow, Religionspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion DIE LINKE</li>
<li>Bundesarbeitskreis Shalom der Linksjugend [’solid]</li>
<li>Carsten Hübner, Ex-MdB DIE LINKE</li>
<li>Cem Özdemir, MdEP Bündnis 90/Die Grünen</li>
<li>Child Survivors Deutschland e.V.</li>
<li>Claudia Dantschke, wiss. Mitarbeiterin in der Gesellschaft Demokratische Kultur (GDK) Berlin</li>
<li>Deutsch-Israelische Gesellschaft Berlin und Potsdam</li>
<li>Dogan Akhanli, Schriftsteller, Köln</li>
<li>Dr. Elvira Grözinger, stellv. Vorsitzende Scholars for Peace in the Middle East, German Chapter</li>
<li>Dr. Gregor Gysi, Vorsitzender der Bundestagsfraktion DIE LINKE.</li>
<li>Dr. Hans Coppi, Vorsitzender der Berliner VVN-BdA</li>
<li>Dr. Klaus Lederer, MdA „DIE LINKE“</li>
<li>Dr. Martin Jander, New York University (Berlin)</li>
<li>Dr. Nikoline Hansen, Bund der Verfolgten des Naziregimes Berlin e.V.</li>
<li>Dr.Hans Erxleben, BzV Die Linke Treptow-Köpenick</li>
<li>Eva Quistorp, Frauen fuer Frieden,Berlin</li>
<li>Frank Brendle, Landesgeschäftsführer der DFG-VK Berlin</li>
<li>Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Berlin</li>
<li>H.Schumann und Gisela Psarras, Bremen</li>
<li>Halina Bendkowski, Journalistin, Publizistin, Feminismus &amp; Geschlechterdemokratie</li>
<li>Hamid Nowzari, Vorstand des Vereins iranischer Flüchtlinge in Berlin e.V.</li>
<li>Hans Branscheidt (European Turkey Civic Commission, Brüssel)</li>
<li>Helmut Ruppel, Pfr., Archivstraße 21, 14195 Berlin</li>
<li>Jan Korte, MdB, DIE LINKE</li>
<li>Jörg Fischer-Aharon, Journalist, Geschäftsführer haKadima &#8211; Bildungswerk für Demokratie und Kultur e.V. Berlin.</li>
<li>Jugendforum der Deutsch-Israelischen Gesellschaft</li>
<li>Jusos Berlin</li>
<li>Katayun Pirdawari, Iranexpertin, Politologin und Erziehungswissenschaftlerin</li>
<li>Lala Süßkind, Vorsitzende Jüdische Gemeinde, Berlin</li>
<li>Levi Salomon (Beauftragter für die Bekämpfung des Antisemitismus, Jüdische Gemeinde, Berlin)</li>
<li>Lisa Schäfer, Initiative Berliner Kinderskulptur Friedrichstrasse</li>
<li>LSVD e. V. Berlin-Brandenburg</li>
<li>Markus Löning, MdB, FDP</li>
<li>Mideast Freedom Forum Berlin</li>
<li>Monika Hannah Thamm, MdA Berlin, CDU</li>
<li>Nasrin Amirsedghi, Publizitin/Mainz</li>
<li>Nicole Warmboldt, VVN-BdA Berlin</li>
<li>Niels Annen, Mitglied der SPD-Bundestagsfraktion</li>
<li>Petra Pau, Bundestagsvizepräsidentin, DIE LINKE</li>
<li>Prof. Gert Weisskirchen, MdB, Außenpolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion und persönlicher Beauftragter des OSZE-Vorsitzenden zur Bekämpfung des Antisemitismus</li>
<li>Rudi Pahnke, Institut für Neue Impulse e.V., Berlin</li>
<li>Sebastian Brux, Berlin</li>
<li>Seyran Ateş, Rechtsanwältin, Autorin</li>
<li>Sharon Adler, Herausgeberin AVIVA-Berlin</li>
<li>Stefan Kullmann, Berlin</li>
<li>Steffen Reiche, MdB, SPD</li>
<li>Stuttgarter Friedensinitiative</li>
<li>Taies Farzan (Schauspielerin, Regisseurin)</li>
<li>Thomas Rassloff Anti-Defamation Forum (adf e.v.)</li>
<li>Thomas von der Osten-Sacken, Geschäftsführer von Wadi e. V., Frankfurt a. M.</li>
<li>Uwe Hartwig, Vorsitzender Lagergemeinschaft Auschwitz &#8211; Freundeskreis der Auschwitzer</li>
<li><a href="http://www.der-berliton.de/">www.der-berliton.de</a></li>
<li>Volker Beck, MdB, Sprecher für Menschenrechtspolitik, Bündnis 90/Die Grünen</li>
</ul>
<p><em>Ein Bericht von Meggie Jahn, Fotos von Fritz Zimmermann und Meggie Jahn</em><strong> </strong></p>
<p><strong><span style="text-decoration: underline;">Mehr Infos zum Thema:</span></strong></p>
<ul>
<li>Pressemitteilung von Bilkay Öney, Innenpol. Sprecherin der Grünen-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, vom 05.11.2008: &#8220;<a href="http://www.bilkay-oeney.de/show/2091469.html" target="_blank"><strong>Gesicht zeigen gegen Antisemitismus</strong></a>&#8220;</li>
<li><a href="http://www.digberlin.de/SEITE/kessler_alquds.php" target="_blank"><strong>Anti-Al-Quds</strong></a>, Judith Kessler in der &#8220;Jüdischen&#8221; vom 03.11.2008.</li>
<li><a href="http://www.digberlin.de/PDFUPLOAD/AlQudsTag_2008_nikoline.pdf"><strong>Al-Quds-Tag 2008</strong></a>, Artikel von Nikoline Hansen, Vorsitzende des BVN Berlin, für die Zeitschrift &#8220;Die Mahnung&#8221;.</li>
<li>Lesen Sie<strong> </strong>in einem <strong>Artikel von Alexander Ritzmann in der &#8220;Welt&#8221; vom 23.09.2008,</strong> was die Hisbollah-Anhänger mit ihrem &#8220;Friedensmarsch&#8221; am Samstag wirklich wollen. <a href="http://www.welt.de/politik/article2484954/Anhaenger-der-Hisbollah-demonstrieren-in-Berlin.html" target="_blank"><strong>Mehr &#8230;</strong> </a></li>
<li><a href="http://www.digberlin.de/SEITE/alquds_kundgebung2006.php" target="_blank"><strong>Hier</strong></a> finden Sie Bilder von der Gegenkundgebung zum Al-Quds-Tag im Oktober 2006, an der DIG Berlin und Jugendforum ebenfalls beteiligt waren.</li>
<li><strong>Auszüge aus der Rede, die der iranische Staatspräsident Mahmoud Ahmadinejad am 23.09.2008 vor der UN-Vollversammlung gehalten hat:</strong>&#8220;In Palästina werden noch immer 60 Jahre von Gemetzel und Invasion durch die Hände einiger verbrecherischer und besetzender Zionisten fortgesetzt.Sie haben ein Regime gefälscht, indem sie Leute aus verschiedenen Teilen der Welt gesammelt und sie in das Land eines anderen Volkes gebracht haben, in dem sie die wahren Besetzer dieses Landes vertreiben, inhaftieren und ermorden. Unter Vorankündigung marschieren sie ein, meucheln und halten Lebensmittel- und Medizinblockaden, während sie von einigen hegemonialen und tyrannischen Mächten unterstützt werden.Der Sicherheitsrat kann nichts tun, und manchmal ebnet er auf den Druck weniger tyrannischer Mächte sogar den Weg für diese zionistischen Mörder. Es ist nur natürlich, dass einige UN-Resolutionen, die die Misere des palästinensischen Volkes ansprechen, unbeachtet in die Archive relegiert worden sind&#8221;.&#8221;Mit der Würde, der Integrität und den Rechten der amerikanischen und europäischen Völker wird von einer kleinen, aber hinterlistigen Zahl von Leuten namens Zionisten gespielt. Obwohl sie eine unbedeutende Minderheit sind, beherrschen sie einen wichtigen Teil der finanziellen Zentren sowie der politischen Entscheidungszentren einiger europäischer Länder und der USA in einer tückischen, komplexen und verstohlenen Art und Weise.Es ist zutiefst desaströs, dass einige Präsidentschafts- oder Ministerpräsidentschaftskandidaten in einigen großen Länder diese Leute besuchen, an ihren Zusammenkünften teilnehmen und ihre Treue und Verpflichtung gegenüber ihren Interessen schwören müssen, um finanzielle und mediale Unterstützung zu erhalten&#8221;.&#8221;Das heißt, die großen Völker Amerikas und verschiedener Nationen in Europa müssen den Forderungen und Wünschen einer kleinen Zahl habgieriger und invasiver Leute gehorchen. Diese Nationen geben ihre Würde und ihre Ressourcen für die Verbrechen und Besatzungen und Bedrohungen der zionistischen Netzwerks gegen ihren Wille her&#8230;&#8221;"Heute befindet sich das zionistische Regime im eindeutigen Gefälle zum Kollaps, und es gibt für es keinen Ausweg aus der Jauchegrube, die es selbst und seine Unterstützer geschaffen haben&#8221;.&#8221;Das amerikanische Imperium in der Welt erreicht das Ende seiner Straße, und seine Herrscher müssen ihre Einmischung auf ihre eigenen Grenzen beschränken&#8230;&#8221;
<p>Die vollständige Rede in englischer Übersetzung finden Sie auf der Seite <a href="http://www.un.org/ga/63/generaldebate/pdf/iran_en.pdf" target="_blank">http://www.un.org/ga/63/generaldebate/pdf/iran_en.pdf</a><br />
(UNO, 23.09.08)</p>
<p><em><a href="http://www.digberlin.de/SEITE/alquds_kundgebung2006.php" target="_blank"><strong>Hier kommen Sie zur Kundgebung gegen den Al-Quds-Tag 2006 und vorher &#8230;.</strong></a></em></li>
</ul>
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		</item>
		<item>
		<title>Ester Golan sprach am 22.09.08 im Rahmen einer Kooperation mit Aktion Sühnezeichen (ASF) über ihre bewegende Familiengeschichte</title>
		<link>http://www.digberlin.de/ester-golan-sprach-am-22-september-2008-im-rahmen-einer-gemeinsamen-veranstaltung-mit-aktion-suhnezeichen-asf-uber-ihre-bewegende-familiengeschichte/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Sep 2008 15:32:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dig-admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[DIG-Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[DIG-Berichte 2008]]></category>
		<category><![CDATA[22.09.2009]]></category>

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		<description><![CDATA[ 

Am 01. Dezember 2008 jährte sich der erste Kindertransport mit 196 Kindern aus Berlin nach London zum 70. Mal. Bis zum Beginn des 2. Weltkriegs wurden etwa 10 000 jüdische Kinder vor dem Zugriff der Verfolger gerettet. Die 15-jährige Ester wurde im März 1939 von Berlin aus mit ihrer Schwester nach England verschickt. Heute [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><em> </em></p>
<div id="attachment_637" class="wp-caption aligncenter" style="width: 218px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/golan_quartett.jpg"><em><img class="size-thumbnail wp-image-637" title="golan_quartett" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/golan_quartett-218x163.jpg" alt="Esther Golan mit ihren Enkeln Ido (links) und Jonathan. Dazwischen Bernhard Krane von ASF" width="218" height="163" /></em></a><p class="wp-caption-text">Esther Golan mit ihren Enkeln Ido (links) und Jonathan. Dazwischen Bernhard Krane von ASF</p></div>
<p style="text-align: left;"><em><br />
</em>Am 01. Dezember 2008 jährte sich der erste Kindertransport mit 196 Kindern aus Berlin nach London zum 70. Mal. Bis zum Beginn des 2. Weltkriegs wurden etwa 10 000 jüdische Kinder vor dem Zugriff der Verfolger gerettet. Die 15-jährige Ester wurde im März 1939 von Berlin aus mit ihrer Schwester nach England verschickt. Heute lebt Ester Golan in Jerusalem.</p>
<p>Anlässlich des 60-jährigen Bestehens des Staates Israel hatte die Bundesregierung u.a. <a href="http://www.geocities.com/Ester_Golan/"><strong>Ester Golan</strong> </a>und ihren Enkelsohn Ido nach Berlin eingeladen. Obschon fast 85 Jahre alt, unternahm Ester deshalb die Strapazen der Reise von Jerusalem nach Berlin auf sich. Am 22. September lauschten an die 50 Zuhörer im Jüdischen Gemeindehaus ihrer Lebensgeschichte. Ein zweiter Enkelsohn, Yoni, machte aus diesem Anlass auf seiner Weltreise von Asien nach Afrika Zwischenstation in Berlin.</p>
<div id="attachment_638" class="wp-caption aligncenter" style="width: 218px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/golan_liest_enkel.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-638" title="golan_liest_enkel" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/golan_liest_enkel-218x163.jpg" alt="Ester liest aus einem Brief ihrer Mutter vor." width="218" height="163" /></a><p class="wp-caption-text">Ester liest aus einem Brief ihrer Mutter vor.</p></div>
<p>Ester Golan wurde 1923 als Ursula Dobkowsky in Glogau (Schlesien) geboren. Ihre Eltern, Arno und Elsbeth Dobkowsky, zogen 1937, durch die Weltwirtschaftkrise ruiniert, mit ihren drei Kindern nach Berlin, in die Courbière Straße 16. Krampfhaft suchten sie für sich und die Kinder einen Ausweg aus Deutschland. Ob Adoptiveltern in den USA oder Jugendaliyah nach Palästina, alles schlug fehl. Schließlich gelangte Ester im März 1939 mit einem der von Recha Freier initiierten Kindertransporte nach Schottland. Unterkunft fand sie in einer Villa von Lord Balfour, bekannt als der britischer Außenminister, der den Juden 1917 eine &#8220;jüdische Heimstätte in Palästina&#8221; versprach.</p>
<p>Wenn von Helden die Rede ist, sollten nicht nur die Kämpfer des Warschauer Ghettos gemeint sein, sondern auch Eltern, wie die ihren, so sagte Ester. Eltern, die den Mut hatten, ihre Kinder in fremde Hände zu übergeben, damit sie eine Überlebenschance erhielten. Ihnen selbst jedoch blieb jeder Ausweg versperrt. Am 05.11.1942 wurden sie mit dem 72. Alterstransport nach Theresienstadt deportiert. Dort starb Aron Dobkowsky am 10.02.1943. Elsbeth Dobkowsky wurde nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Das genaue Datum ist unbekannt.</p>
<p>Ester und ihre Eltern unterhielten einen engen Briefkontakt. Die Briefe ihrer Eltern, in denen der Kampf um einen Weg raus aus Deutschland geschildert wird, hat Ester in ihrem Buch „<em>Auf Wiedersehen in unserem Land</em>“ veröffentlicht. Mit dieser Hoffnung und Sehnsucht hatte sich Elsbeth von ihrer Tochter verabschiedet.</p>
<p>Am 2. Juni 1945 kam Ester in Haifa an. Seitdem nennt sie sich Ester. Sie heiratete und bekam eine Tochter und zwei Söhne. Sie hat 13 Enkel und mittlerweile schon 9 Urenkel. Ihre Identität umschreibt sie als Jüdin, Zionistin, Israeli und Shoa-Überlebende. Obwohl sie nur 7 Jahre Volksschule vorweisen konnte, studierte sie im Erwachsenenalter u.a. Sozialpädagogik. Die kleine resolute Frau verträgt keine Untätigkeit. Im fortgeschrittenen Alter lernte sie den Umgang mit Computer, hat ihre eigene Homepage und unterhält in regem E-mail Verkehr Kontakt zu den vielen, vielen Bekannten in Israel, Europa und Amerika. In Israel engagiert sie sich in interreligiösen und interkulturellen Begegnungen. In Jerusalem ist sie eine gefragte Anlaufstelle für Deutsche Volontäre.</p>
<p>Ido Golan wurde 1985 als jüngstes von 3 Kindern in Jerusalem geboren. Er zeigte nach dem Vortrag seiner Großmutter Bildern aus seinem Alltag, von Ausflügen in Galiläa, in den Negev, von seinen Kunstwerken. Er schweißt Eisenteile zu wunderschönen Figuren zusammen. Gefragt nach seiner Identität antwortete Ido „Ich bin an erster Stelle Israeli und Jude“. Er fühle sich als Israeli, wie wir uns als Deutsche fühlen. Eines der Bilder zeigt ihn mit gleichaltrigen in Uniform beim Begräbnis von Uri Grossmann, Sohn des bekannten Schriftstellers David Grossmann, der kurz vor dem Ende des Libanon-Krieges durch eine Rakete der Hisbollah getötet wurde.</p>
<div id="attachment_639" class="wp-caption aligncenter" style="width: 218px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/golan_eltern_enkel.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-639" title="golan_eltern_enkel" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/golan_eltern_enkel-218x163.jpg" alt="Das Bild zeigt ihren Enkelsohn Joel, den sie bei einem Einsatz gegen palästinensische Terroristen in Jenin verlor." width="218" height="163" /></a><p class="wp-caption-text">Das Bild zeigt ihren Enkelsohn Joel, den sie bei einem Einsatz gegen palästinensische Terroristen in Jenin verlor.</p></div>
<p><a href="http://www.digberlin.de/_admintools/oeditor/'Begegnungsprogramms">Le Dor Dor, von Generation zu Generation</a>, heißt das Programm, im Rahmen dessen Ester mit ihren Enkeln ein generationenübergreifendes Gespräch führen konnte. Durch diesen Abend erhielt der Titel des Begegnungsprogramms eine besondere Dimension.</p>
<div class="mceTemp mceIEcenter" style="text-align: center;">
<dl id="attachment_642" class="wp-caption aligncenter" style="width: 228px;">
<dt class="wp-caption-dt"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/golan_ester_stefan.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-642 " title="golan_ester_stefan" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/golan_ester_stefan-218x168.jpg" alt="Ester Golan bedankt sich bei Stefan Krikowski mit einem Hain in Israel für sein Engagement für Israel. " width="218" height="168" /></a></dt>
<dd class="wp-caption-dd">Ester Golan bedankt sich bei Stefan Krikowski mit einem Hain in Israel für sein Engagement für Israel.</dd>
</dl>
<div id="attachment_640" class="wp-caption aligncenter" style="width: 218px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/quartett_ende.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-640" title="quartett_ende" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/quartett_ende-218x163.jpg" alt="Ester Golan mit ihren beiden Enkeln und DIG-Vorstandsmitglied Stefan Krikowski (rechts)" width="218" height="163" /></a><p class="wp-caption-text">Ester Golan mit ihren beiden Enkeln und DIG-Vorstandsmitglied Stefan Krikowski (rechts)</p></div>
<p><em>Bericht von Stefan Krikowski, Fotos von Meggie Jahn</em><br />
<em><span style="text-decoration: underline;"><strong>Mehr Infos</strong>:</span></em></p>
<ul>
<li>&#8220;<a href="http://www.welt.de/welt_print/arti2330140/Bezirk_uebernimmt_Kindermahnmal.html" target="_blank"><strong>Bezirk übernimmt Kindermahnmal</strong></a>&#8221; &#8211; Bericht in WELT o­nLINE vom 15. August zum gleichen Thema</li>
<li>Am 30. November 2008 &#8211; am Vorabend des ersten Kindertransports nach England &#8211; wurde am Bahnhof Friedrichstraße ein Denkmal von Frank Meisler, der selbst als 10jähriger im August 1939 von dort verschickt wurde, aufgestellt. Lesen Sie zur Vorgeschichte einen Bericht im Berliner TAGESSPIEGEL vom 18. August 2008. <a href="http://www.tagesspiegel.de/berlin/Juden-Friedrichstrasse-Mitte;art270,2594261"><strong>Mehr &#8230;</strong></a> .</li>
</ul>
</div>
</div>
<div class="mceTemp mceIEcenter"></div>
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		</item>
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		<title>Am 7. September 2008 feierte die DIG ihr Sommer- und Begegnungsfest in Schloss Glienicke</title>
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		<pubDate>Sun, 07 Sep 2008 17:32:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>dig-admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[DIG-Berichte]]></category>
		<category><![CDATA[DIG-Berichte 2008]]></category>
		<category><![CDATA[07.09.2009]]></category>

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Im 60. Jahr der Staatsgründung Israels konnte die DIG Berlin und Potsdam ihr traditionelles Sommerfest auch zu einem Fest der Begegnung mit Israelis und deren Heimat machen und Dank unseres Vorsitzenden dafür auch einen Zuschuss vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung organisieren. Außergewöhnlich war mit Schloß Glienicke zudem der Ort unseres diesjährigen Sommer-Highlights, zwischen Berlin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;"> </p>
<div id="attachment_646" class="wp-caption aligncenter" style="width: 218px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_feilcke_begrussung.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-646" title="glienicke_feilcke_begrussung" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_feilcke_begrussung-218x163.jpg" alt="Jochen Feilcke begrüßt die Gäste im Schloss Glienicke" width="218" height="163" /></a><p class="wp-caption-text">Jochen Feilcke begrüßt die Gäste im Schloss Glienicke</p></div>
<p>Im 60. Jahr der Staatsgründung Israels konnte die DIG Berlin und Potsdam ihr traditionelles Sommerfest auch zu einem Fest der Begegnung mit Israelis und deren Heimat machen und Dank unseres Vorsitzenden dafür auch einen Zuschuss vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung organisieren. Außergewöhnlich war mit Schloß Glienicke zudem der Ort unseres diesjährigen Sommer-Highlights, zwischen Berlin und Potsdam gelegen.</p>
<p>Im folgenden finden Sie &#8211; wie üblich &#8211; einige fotografische Impressionen von unserer Begegnung außerhalb der Reihe unserer regelmäßigen Vortragsveranstaltungen. Die Bilder belegen die positiven Rückmeldungen, die uns seitdem erreicht haben: Offenbar stimmten an diesem Sonntag nachmittag und abend nicht nur Wetter und kulinarisches Angebot, sondern auch die Unterhaltung. An einem Büchertisch konnte man sich die neueste Literatur aus Israel informieren.</p>
<p>Jochen Feilcke konnte rund 400 Gäste und Ehrengäste begrüßen, darunter die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde, Lala Süsskind, den Gesandten der Israelischen Botschaft, Ilan Mor sowie weitere Mitarbeiter der Botschaft, die ehemalige Justizsenatorin Lore Peschel-Gutzeit, die frühere Integrationsbeauftragte Cornelia Schmalz-Jacobsen und den Berliner Abgeordneten Giyasetin Seyan. Er bedankte sich nicht nur bei allen Mitwirkenden, sondern auch bei den Mitarbeitern der Stiftung Preussische Schlösser und Gärten. Ohne die großzügige Unterstützung des Bundespresseamts im 60. Jahr der Staatsgründung, so Feilcke, wäre ein Fest in einem solchen Rahmen nicht realisierbar gewesen. </p>
<div id="attachment_659" class="wp-caption aligncenter" style="width: 218px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_mor_opti.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-659" title="glienicke_mor_opti" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_mor_opti-218x163.jpg" alt="Ilan Mor grüßte das Publikum. " width="218" height="163" /></a><p class="wp-caption-text">Ilan Mor grüßte das Publikum. </p></div>
<p>Der Gesandte der Botschaft des Staates Israel, Ilan Mor, sprach ein Grußwort und bedankte sich für das unermüdliche Engagement der DIG Berlin und Potsdam für sein Land. Dabei hob er besonders hervor, wie wichtig Reisen nach Israel seien, damit sich Deutsche und Israelis kennenlernen und besser verstehen lernen können. </p>
<div id="attachment_648" class="wp-caption aligncenter" style="width: 218px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_lala2.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-648" title="glienicke_lala2" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_lala2-218x163.jpg" alt="Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde begrüßte ebenfalls die Gäste" width="218" height="163" /></a><p class="wp-caption-text">Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde begrüßte ebenfalls die Gäste</p></div>
<p>Die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Lala Süsskind, unterstrich in ihrem Grußwort, wie stolz sie darauf sei, bis vor kurzem dem DIG-Vorstand angehört zu haben, der so vieles leiste. </p>
<div style="text-align: center;">
<div id="attachment_647" class="wp-caption aligncenter" style="width: 218px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_castellanin.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-647" title="glienicke_castellanin" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_castellanin-218x163.jpg" alt="Die Kastellanin, Frau F. Fontane, bei ihrer Begrüßung " width="218" height="163" /></a><p class="wp-caption-text">Die Kastellanin, Frau F. Fontane, bei ihrer Begrüßung </p></div>
</div>
<p>Die Kastellanin des Schlosses Glienicke, Frau F. Fontane, informierte das Publikum über die Arbeit der Stiftung und lud die Gäste im Anschluss zu Führungen über das Schlossgelände ein.  </p>
<div id="attachment_649" class="wp-caption aligncenter" style="width: 218px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_ilan_opti.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-649" title="glienicke_ilan_opti" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_ilan_opti-218x163.jpg" alt="Ilan Weiss erzählt jüdische Witze" width="218" height="163" /></a><p class="wp-caption-text">Ilan Weiss erzählt jüdische Witze</p></div>
<p>Ilan Weiss, führender Kopf der &#8220;Israelis in Berlin&#8221; &#8211; ein lockerer Zusammenschluss von hier lebenden Israelis &#8211; erklärte jüdischen und israelischen Humor und trug im Anschluss die besten jüdischen Witze vor. Dies trug sehr zur Erheiterung des Publikums bei.<br />
 </p>
<div id="attachment_650" class="wp-caption aligncenter" style="width: 218px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_reiche.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-650" title="glienicke_reiche" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_reiche-218x163.jpg" alt="Steffen Reiche liest aus Ephraim Kishon und Etgar Keret" width="218" height="163" /></a><p class="wp-caption-text">Steffen Reiche liest aus Ephraim Kishon und Etgar Keret</p></div>
<p> <br />
Bildungsminister a.D. Steffen Reiche, heute Mitglied des Bundestages und Vizevorsitzender der DIG Berlin und Potsdam, las Geschichten von Ephraim Kishon und dem jungen Israeli Etgar Keret. Insbesondere letzterer ist bekannt durch seinen manchmal beißenden Humor.<br />
 </p>
<div id="attachment_651" class="wp-caption aligncenter" style="width: 218px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_bueffet_stefan.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-651" title="glienicke_bueffet_stefan" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_bueffet_stefan-218x163.jpg" alt="DIG-Vorstandsmitglied Stefan Krikowski freut sich an der Vielfalt des Büffets" width="218" height="163" /></a><p class="wp-caption-text">DIG-Vorstandsmitglied Stefan Krikowski freut sich an der Vielfalt des Büffets</p></div>
<p>Das kalt-warme Büffet in zwei verschiedenen Räumen bot alles, was das Herz begehrt und jeder dürfte satt geworden sein &#8230;<br />
 </p>
<div id="attachment_652" class="wp-caption aligncenter" style="width: 218px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_boris_band.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-652" title="glienicke_boris_band" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_boris_band-218x165.jpg" alt="Boris Rosendahl und seine Band erfreuten das Publikum" width="218" height="165" /></a><p class="wp-caption-text">Boris Rosendahl und seine Band erfreuten das Publikum</p></div>
<p> <br />
Zum Essen wurde Klezmer-Musik geboten. Boris Rosenthal und seine Band sorgten für glänzende musikalische Unterhaltung.<br />
 </p>
<div id="attachment_653" class="wp-caption aligncenter" style="width: 218px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_jochen.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-653" title="glienicke_jochen" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_jochen-218x163.jpg" alt="Jochen Feilcke begrüßt die &quot;Tanzdamen&quot; aus Potsdam." width="218" height="163" /></a><p class="wp-caption-text">Jochen Feilcke begrüßt die &quot;Tanzdamen&quot; aus Potsdam.</p></div>
<p style="text-align: left;">Jochen Feilcke kündigt die &#8220;Seniorentanzgruppe aus Potsdam&#8221; an, die nach einigen Darbietungen ihrer Tanzkunst das Publikum zum Mitmachen einlud. Die mitgebrachte israelische Volksmusik führte viele auf die Bühne.</p>
<div id="attachment_658" class="wp-caption aligncenter" style="width: 218px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_tanz.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-658" title="glienicke_tanz" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_tanz-218x163.jpg" alt="Es darf getanzt werden! Hora ist ein beliebter Tanz in Israel." width="218" height="163" /></a><p class="wp-caption-text">Es darf getanzt werden! Hora ist ein beliebter Tanz in Israel.</p></div>
<p style="text-align: center;"> </p>
<div id="attachment_654" class="wp-caption aligncenter" style="width: 218px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_potsdammerinnen.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-654" title="glienicke_potsdammerinnen" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_potsdammerinnen-218x163.jpg" alt="Die beiden verantwortlichen Damen für die Tanzdarbietung." width="218" height="163" /></a><p class="wp-caption-text">Die beiden verantwortlichen Damen für die Tanzdarbietung.</p></div>
<p>Gertraud Leipe und Dr. Elia Zelwanowa, die wir bei dem Abend mit Werner Sonne kennen gelernt hatten, organisierten die Gruppe für das Fest. Es war ihr erster öffentlicher Auftritt. Wir sagen: &#8220;Das war Spitze!&#8221; </p>
<div id="attachment_655" class="wp-caption aligncenter" style="width: 218px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/feilcke_richter_258.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-655" title="feilcke_richter_258" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/feilcke_richter_258-218x163.jpg" alt="Jochen Feilcke begrüßt mit David Richter unser 658. Mitglied." width="218" height="163" /></a><p class="wp-caption-text">Jochen Feilcke begrüßt mit David Richter unser 658. Mitglied.</p></div>
<p>Neben David Richter entschlossen sich auch Dr. jur. Matthias Esch und seine Frau an diesem schönen Abend zu einem Beitritt. Herzlich willkommen in unseren Reihen!</p>
<p>Wir danken allen Beteiligten für ein wunderschönes Fest und sagen &#8220;Auf Wiedersehen&#8221; bis zum nächsten Sommerfest!</p>
<div id="attachment_657" class="wp-caption aligncenter" style="width: 218px"><a href="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_vorstandstisch.jpg"><img class="size-thumbnail wp-image-657" title="glienicke_vorstandstisch" src="http://www.digberlin.de/dig/wp-content/uploads/2009/11/glienicke_vorstandstisch-218x165.jpg" alt="Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!" width="218" height="165" /></a><p class="wp-caption-text">Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr!</p></div>
<p>Bericht und Fotos von Meggie Jahn und Fritz Zimmermann</p>
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