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News & Aktuelles
 



Hier finden Sie neue Bücher zu Israel und zum Judentum und können sie gleich bestellen: www.Leo-Baeck.de


Lektüretipps unsererseits:

David Grossmann: Eine Frau flieht vor einer Nachricht.
Aus dem Hebräischen von Anne Birkenhauer. Hanser. München 2009, 736 S., 24, 90 €.

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Karin Lorenz-Lindemann: "Meine Wurzeln treiben hier und dort."
Wallstein, Göttingen. 216 S., 24 Euro

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Jehan Sadat: Meine Hoffnung auf Frieden
Hoffmann und Campe, Hamburg/2009

Hinter jedem starken Mann steht eine starke Frau: Was bei Reden zu hohen Geburtstagen höfliche Plattitüde ist, galt in Leben und Tod für Anwar al Sadat. Ägyptens starker Mann war einer der wenigen Hoffnungsträger, ja Staatsmänner in der unendlichen Geschichte von Krieg und Konflikt im Nahen Osten. Michael Stürmer rezensiert das Buch im Deutschlandradio Kultur am 20.09.09. Mehr ...


Hitler besiegen - Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss
von Avraham Burg, Campus Verlag, Erscheinungstermin 14.09.2009, 280 Seiten, EAN 9783593390567, 22.90 EuroDie Besonders die Leseprobe ist zu empfehlen.
Das Buch ist noch vor seinem Erscheinen umstritten. Es soll dennoch eine notwendige Diskussion anregen.

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Der koschere Knigge
von Michael Wuliger, Fischer Taschenbuch Verlag, 106 Seiten, 7.95 Euro

Der Umgang von Nicht-Juden mit Juden ist problematisch. Der von Juden mit Nicht-Juden auch. Wie gut, dass Michael Wuliger den "Koscheren Knigge" geschrieben hat: der perfekte Leitfaden für ein humorvolles Miteinander. Lesen Sie in der Rubrik "Broders Bücher" bein SPIEGEL o­nline mit der Ankündigung "Koscher kichern" eine köstliche Rezension von Henryk M. Broder. Mehr ...


Jerusalem. Geburtsstadt des Glaubens. Der Spiegel Geschichte, Nr. 3/2009
Im Buchhandel für 6.80 Euro zu erwerben.


Leon de Winter: Das Recht auf Rückkehr. Aus dem Niederländischen von Hanni Ehlers. Diogenes, Zürich. 550 S., 22,90 €.

Das Heilige Land im Jahre 2024. Israel ist auf das Gebiet eines größeren Fußballfeldes geschrumpft. Die Islamisten beherrschen das Land, entführen seine Kinder, gehirnwaschen sie, machen sie zu Selbstmordattentätern. Mitten in dieser apokalyptischen Weltgegend lässt de Winter einen Vater seinen Sohn suchen.

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Lizzie Doron: Es war einmal eine Familie.
A. d. Hebr. v. Mirjam Pressler. Suhrkamp, Frankfurt/M. 143 S., 16,80 €.

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Bericht über Verschwörungstheorien in Amerika (englisch):
"Toxic to Democracy - Conspiracy Theories, Demonization, & Scapegoating"
von Chip Berlet, Verlag/Quelle: Political Research Associates

Der Autor berichtet von Verschwörungstheorien, wie sie in den USA virulent sind: Protocolls of the Elders of Zion ("Protocols - Zionist Plan For World Conquest"), 9/11 ("Who really bombed the World Trade Center"), Kennedy-Mord, Obamakein echter Amerikaner, etc, etc.

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Feindbild Judentum, Antisemitismus in Europa
Hrsg. von Lars Rensmann, Julius H. Schoeps, Verlag für Berlin-Brandenburg, Berlin 2008. 512 Seiten, 24,95 Euro

"Kaschierter Hass. Woher kommt der Antisemitismus in Europa?" Rezension im TAGESSPIEGEL von Dr. Martin Jander.
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Reise in das Herz des Feindes. Ein Iraker in Israel
von Najem Wali, Aus dem Arabischen von Imke Ahlf-Wien, Carl Hanser Verlag, München 2009

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Hier finden Sie ein Interview mit Wali im österreichischen STANDARD


Tel Aviv - Tel Aviv. Die Tel Aviver und ihre Stadt
Eine fotografische Liebeserklärung an die Stadt am östlichen Mittelmeer.
von Leo Sucharewicz, comlab ISBN 978-3-00-024549-7, 264 Seiten, € 48,-
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ConAct-Lesetipp:

An Grenzen. Acht Deutsche reisen durch Israel und Palästina
Hrsg. v. Florentine Dame u. Elisabeth Weydt

Acht junge Deutsche unternehmen eine Reise durch jenen kleinen Landstrich, dem man schon so viele Namen und noch immer keine festen Grenzen gegeben hat. Sie erleben ein Israel und Palästina jenseits der Sofaperspektive, jenseits der immer gleichen Medienbilder von Soldaten, Anschlägen und steifem Händeschütteln.
Die Autoren treffen auf vielen Wegen Menschen der Region, hören ihre Geschichten, leben in ihren Häusern. ‚An Grenzen‘ gibt Einblick in den Alltag des Nahen Ostens. Wie sieht dieser aus, wenn er vom Konflikt bestimmt ist?

„Es ist, als werde ein Fenster aufgerissen. Diverse Fenster. Was hereinströmt ist heiß und kalt. Nie lau.“ (Aus dem Vorwort von Wolfgang Büscher).


Yoram Kaniuk, Adam Hundesohn (Adam ben Kelev)
Aus dem Hebräischen von Ruth Achlama, List-Verlag, erstmals erschienen 1968

Der Film dazu von Paul Schrader läuft seit der Berlinale in den Kinos. Mehr ...


„ARABBOY“ Eine kurze Jugend in Deutschland oder Das kurze Leben des Rashid A.
von Güner Yasemin Balci, S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main, 2008, Paperback, 14.80 Euro

Güner Balci führt uns mit ihrem Roman „Arabboy“ nach Berlin-Neukölln, in ein Milieu, geprägt von sozialem Niedergang, Armut, Ausgrenzung, Diskriminierung, ethnischer Abschottung und Gewalt. Hier wächst Rashid A. auf, kämpft, behauptet sich, macht als Gangleader Karriere, geht in den Knast und wird schließlich abgeschoben. Ist sein Schicksal ein bedauerlicher Einzelfall? Oder zeigt sich hier ein Muster migrantischen Jugendlebens in Berlin, das alarmieren muss? Diese Frage will das Buch anregen.

Ich bin immer noch eine von uns. Güner Balci im Interview mit der TAZ am 24.11.2008. Mehr ...

Mehr zum Thema:

Aktuelle Broschüre der Amadeu-Antonio Stiftung "Die Juden sind schuld. Antisemitismus in der Einwanderungsgesellschaft am Beispiel muslimisch sozialisierter Milieus. Mehr ...


Feindbild Judentum. Antisemitismus in Europa
Herausgeber: Rensmann, Lars; Schoeps, Julius H., Verlag Berlin-Brandenburg, Berlin
ISBN: 3-866-50642-2, Umfang/Preis: 512 S.; 24,95 Euro

Rezension von Dr. Martin Kloke


"Gesichter des Antisemitismus - Von den Anfängen bis heute"
von Walter Laqueur, Propyläen Verlag 2008, 22,90 Euro

DER TAGESSPIEGEL, 10. November 2008, schreibt:
Walter Laqueur verspricht nichts Geringeres als eine Geschichte des Antisemitismus von seinen Anfängen im Altertum bis zur
Gegenwart. Und das auf nur knapp 250 Seiten. Auf den ersten Blick klingt das etwas vermessen, doch bei der Lektüre stellt
man sofort fest, dass es wohl kaum einen qualifizierteren Autor gibt, der ein derart komplexes Thema sprachlich und inhaltlich
überzeugend in dieser Kürze vermitteln kann.

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Der Hass gegen die Juden - Dimensionen und Formen des Antisemitismus
Hrsg. Wolfgang Benz, Metropol-Verlag 2008
ISBN 978-3-938690-82-6, € 19,00
Über die Judenfeindschaft in ihren verschiednen Erscheinungsformen. Das Buch, das exemplarische Texte aus der Antisemitismusforschung vereinigt, wendet sich n i c h t an Wissenschaftler, sondern an alle, die an den zentralen Erkenntnissen und Analysen eines ebenso uralten wie hochaktuellen Vorurteils interessiert sind.


Avi Primor, Mit dem Islam gegen den Terror, Droste Verlag 2008, 16.95 Euro
Detailansicht

Am 11. September 2001 wurde der Welt mit einem Schlag bewusst: Überall lauert die Gefahr des islamistisch-fundamentalistischen Terrors. Ungutes scheint sich zusammenzubrauen und niemand – weder im Westen noch im Osten noch in der arabischen Welt – weiß, was auf uns zukommt.

Um der Gefahr gut gerüstet entgegenzutreten, sie vielleicht abwenden zu können, müssen wir die Strukturen und die Ideologie des islamistischen Fundamentalismus kennen. Gleichzeitig müssen wir wissen, was die Ideologie der islamistischen Fundamentalisten von der islamischen Religion unterscheidet. Und es gilt, die Mehrheit der Moslems, die mit einem Gefühl des Gedemütigtseins und oft im Elend leben, verstehen zu lernen und ihnen entgegenzukommen.

In diesem Kontext ist es zwingend, die Konflikte des Nahen Ostens beizulegen. Dies ist – anders als man denkt – durchaus machbar.
Avi Primor analysiert den islamistisch-fundamentalistischen Terror und die Beziehungen zwischen der westlichen und der islamischen Welt. Gleichzeitig möchte er Hoffnung vermitteln: Eine Verständigung ist möglich.

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Wenn ich Dich vergesse, Jerusalem
von Werner Sonne,
Verlag Bloomsbury, 2008, 288 Seiten, 19.90 Euro

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Altes neues Land
Zum 60. Geburtstag: Zwei lesenswerte Bücher über Leben und Überleben in Israel:

Igal Avidan: Israel. Ein Staat sucht sich selbst
Diederichs Verlag, München 2008. 216 Seiten, 19,95 Euro

Sylke Tempel: Israel. Reise durch ein altes neues Land
Rowohlt Berlin, Berlin 2008. 256 Seiten, 19,90 Euro

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Sari Nusseibeh: Es war einmal ein Land. Ein Leben in Palästina. Verlag Antje Kunstmann, Berlin 2008,
520 Seiten, 24.90 Euro Interview mit Nusseibeh im Tagesspiegel vom 11.05.08

Amos Oz: Eine Geschichte von Liebe und Finsternis. Suhrkamp-Verlag, Frankfurt am Main 2004, gebunden 26.80 €, seit 2007 auch als Taschenbuch für 14.90 Euro

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Ella Milch-Sheriff Ingeborg Prior
Ein Lied für meinen Vater
Aufbau Verlag, erschienen Februar 2008, gebunden mit Schutzumschlag
220 Seiten, mit Abbildungen, ISBN 978-3-351-02661-5, 19,95 Euro


Klaus Gensicke: Der Mufti von Jerusalem und die Nationalsozialisten. Eine politische Biographie Amin el-Husseinis
Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2007. 247 Seiten, 49,90 Euro.


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Thierry Chervel, Anja Seeliger (Hg.): Islam in Europa. Eine internationale Debatte Edition Suhrkamp,
227 S., 10 €
Lesen Sie dazu einen Artikel im TAGESSPIEGEL vom 28.12.2007 von Caroline Fetscher mit dem Titel "Ist der Islam reformierbar? Garton Ash und Hirsi Ali: Die Debatte als Buch". Ein Thema, das uns alle interessiert.



M. Kümper / B. Rösch / U. Schneider / H. Thein (Hg.):
Makom - Orte und Räume im Judentum.
Essays u.a. von Dr. Julia Brauch und Alexandra Nocke
Georg Olms Verlag, Hildesheim/Zürich/New York 2007
356 Seiten, mit 30 s/w-Abb. und einem Personenregister,32,00 ¤


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Zwei neue Bücher aus Israel:
Meir Shalev: Der Junge und die Taube und Eliza Olmert: Ein Stück vom Meer

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„Fortschrittliches jüdisches Denken und der Neue Antisemitismus.“
von Alvin H. Rosenfeld, Mit einem Vorwort von Leon de Winter,
Ölbaum Verlag, Augsburg 2007, 60 Seiten, Euro 6,80, ISBN 3-927217-63-8


Von Alvin H. Rosenfeld, Direktor des Institute für Jewish Culture and the Arts an der Indiana University liegt nun in deutscher Sprache ein kleines Buch vor, das sich unter dem Titel „’Fortschrittliches’ jüdisches Denken und der Neue Antisemitismus“ mit dem Beitrag von Juden zur weltweit grassierenden Israelfeindschaft auseinandersetzt. In dem Büchlein sind neben dem zentralen Titelaufsatz noch eine Reaktion des Autors auf seine Kritiker, ein Artikel von Christian J. Heinrich und Robert A. Wiesengrund über die spezielle Situation in Deutschland und ein Vorwort von Leon de Winter enthalten. Das Buch hat vor allem in den USA großes Aufsehen erregt.


1967 - Israels zweite Geburt
von Tom Segev, Siedler-Verlag 2007 (deutsche Übersetzung)

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Die Israelis. Leben in einem außergewöhnlichen Land
von Donna Rosenthal
Aus dem Englischen von Karl-Heinz Siber, C.H. Beck Verlag, München 2007, 409 Seiten, 24.90 EURO

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Israels Existenzkampf. Eine moralische Verteidigung seiner Kriege (Gebundene Ausgabe)
von Jaacov Lozowick, Konkret Literatur Verlag, Berlin 2006

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Israel Gestern und heute. In den Spuren der Realitäten
von Abraham Bar Menachem
LIT-Verlag 2006, EUR 14.90

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"Eisernes Kreuz und Davidstern – Die Geschichte Jüdischer Soldaten in Deutschen Armeen"
von Michael Berger, Trafo-Verlag, Berlin 2006

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Exklusive Solidarität - Linker Antisemitismus in Deutschland
Herausgegeben von Matthias Brosch / Michael Elm / Norman Geißler /
Brigitta Elisa Simbürger / Oliver von Wrochem
Metropol Verlag, Berlin 2007, 440 Seiten, 24.00 Euro

Inklusion, Solidarität und Gleichheit gehören traditionell zu den konstitutiven Begriffen und Motiven linker Weltanschauung und linken Handelns. Dennoch kam und kommt in der Argumentation und Politik der deutschen Linken beim Thema Israel und Judentum nicht selten eine Kerndoktrin rechter politischer Ideologie zum Tragen: die Exklusion.
Die Studien des Sammelbandes diskutieren die Bedeutung antisemitischer Topoi in der deutschen Linken in Geschichte und Gegenwart. Sie belegen, dass Antisemitismus keine Randerscheinung, sondern in vielen Fällen ein struktureller Bestandteil linker Ideologien und Bewegungen ist.
Die Kapitel:
- Frühformen von linkem Antisemitismus in Deutschland
- Das Verhältnis von politisch Verfolgten und Juden 1933-1945
- Antisemitismus und nationale Identität
- Antizionismus und Antiamerikanismus in der DDR und in der bundesrepublikanischen Linken
- Der Nahostkonfllikt: Euroopa und die deutsche Linke
- Dokumentationsteil


Warum gerade Israel…?!
von Petra Weidauer

Warum gerade Israel?’, fragen die Mitschüler der siebzehnjährigen Petra, als diese im Rahmen des Schüleraustauschs nach Israel fahren möchte. Sie aber tritt eine Reise an, die ungeahnte
Auswirkungen auf ihr Leben haben wird.

Die Beziehung zur Mutter und vor allem zur gleichaltrigen Tochter der Gastfamilie in Israel sind vom ersten Augenblick voller Herzlichkeit. Der Vater, der fast seine gesamte Familie im Holocaust verlor, tut sich schwer,
den deutschen Gast zu akzeptieren. Doch die Hürden der Vergangenheit werden überwunden. Das Buch ist eine Liebeserklärung an Israel und seine Menschen und ein Plädoyer für Toleranz und freundschaftliches Miteinander, die Autorin selbst unterdessen verantwortlich für den Jugendaustausch zwischen Nümbrecht und Megilot.


Die doppelte Front - Die Bundesrepublik Deutschland und der Nahostkonflikt 1967-1973
von Daniel Gerlach
Reihe: Studien zur Zeitgeschichte des Nahen Ostens und Nordafrikas, November 2006
Bd. 15, 2006, 240 S., 19.90 Euro, ISBN 3-8258-9399-5

Zwischen 1967 und 1973 verhärteten sich im Nahen Osten die Fronten. Der schwelende Krieg wurde auf offenem Feld und im Verborgenen ausgetragen. Zudem war der Nahostkonflikt Teil des Wettlaufs der Supermächte und Systeme. Die Angst vor Ölknappheit und Terrorismus tat ihren Teil, um daraus ein globales, vor allem aber ein europäisches Problem zu machen.

In einer derart verminten Weltregion konnte sich die Bundesrepublik, so die landläufige Meinung, nur die Finger verbrennen. Doch die Deutschen begannen einzusehen, dass sie bereits zu tief in den Nahostkonflikt verwickelt waren. Eine defensiv-neutrale Haltung drohte deshalb schnell zur Falle zu werden. Nur eigene Initiativen halfen.

Anhand bisher unveröffentlichter Quellen stellt Daniel Gerlach die Rückschläge und Erfolge deutscher Außenpolitik bei der Bewältigung einer ihrer schwersten Aufgaben dar.

Eines der zentralen Forschungsergebnisse ist, dass deutsch-israelische Zusammenarbeit nicht - wie immer gern behauptet - nur auf der historischen Selbstverpflichtung der Deutschen basierte, sondern auf gegenseitigen Interessen und auf einem handfesten Austausch - politisch, militärisch und wirtschaftlich.

Das Buch hat zwar wissenschaftlichen Anspruch, ist aber trotzdem journalistisch und allgemein verständlich geschrieben. Der Autor hat einige bisher unveröffentlichte Dinge über das deutsche Engagement im Nahen Osten aus den Archiven gefischt und dazu - noch zu Lebzeiten - Hans-Jürgen Wischnewski und, vor einigen Monaten, den ehemaligen Mossad-Chef Meir Amit interviewt. Darin geht es unter anderem um das Verhältnis zwischen Willy Brandt und Golda Meir und die sehr erfolgreiche Arbeit der israelischen Botschafter Ben Natan, Ben-Horin und Meroz in Bonn. Außerdem um geheime Militärbeziehungen, eine unorthodoxe Begegnung deutscher Diplomaten mit dem Chef des „Schwarzen September", eine deutsche Friedensmission 1973, die Rolle Europas für die deutsch-israelischen Beziehungen und einige Richtigstellungen zum Verlauf der Verhandlungen in München 1972 - wie sie die Archive darstellen.

Da der Libanon-Einsatz dem Thema „Deutschland und der Nahe Osten" ja neue Aktualität verliehen hat, kommt das Buch gerade zur rechten Zeit. Zumal es einige Argumente dafür liefert, wie deutsch-israelische Politik erfolgreich sein kann und welche Voraussetzungen dafür gewährleistet sein müssen. (in: Newsletter der Israelischen Botschaft, 15.11.2006)


Sprengstoff für Europa
von Bruno Schirra
Econ-Verlag, Mai 2006


Der Wandel des Krieges. Von der Symmetrie zur Asymmetrie
von Prof. Dr. Herfried Münckler
Velbrück Wissenschaft Verlag, Weilerswist 2006, 397 S., 16,- Euro

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Hurra, wir kapitulieren. Von der Lust am Einknicken
Henryk M. Broder
144 Seiten, mjs-Verlag Berlin, ISBN 3-937989-20, August 2006, 16,- Euro

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Antisemitismus „Made in Iran“:
Die Internationale Dimension des Al-Quds-Tages
Juni 2006
Herausgeber der Publikation: American Jewish Committee Berlin Office (http://www.ajcgermany.org/)
Berliner Bündnis gegen den internationalen Al-Quds-Tag, dem auch die DIG Berlin und dessen Jugendforum angehören.

Autorinnen und Autoren:
Yehudit Barsky, Direktorin der Abteilung Middle East and International Terrorism des AJC in New York
Reza Bayegan, freier Autor und Journalist, Paris (FrontPage, National Review, Iranian.com)
Arne Behrensen, Politikwissenschaftler, Berlin
Claudia Dantschke, Arabistin, Journalistin für den dt.-türkischen TV-Sender AYPA-TV in Berlin
Mira Dietz, Soziologin, Beirut
Mark Garner, Community Security Trust, London
Iranischer Dialogkreis Berlin
Jochen Müller, Islamwissenschaftler, Leiter von MEMRI Berlin
Alireza Nourizadeh, Exiliranischer Journalist (Keyhan), London
Walid Salem, Direktor des Ost-Jerusalemer Büros von Panorama
Udo Wolter, freier Autor und Journalist, Berlin
Deniz Yücel, Politikwissenschaftler und Redakteur von Jungle World, Berlin

Die Druckversion kann im AJC Berlin Office bestellt werden, Email: qualmann@ajc.org
http://www.ajcgermany.org/atf/cf/{46AEE739-55DC-4914-959A-D5BC4A990F8D}/AJC_alqudsday_deutsch.pdf

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Iran. Persische Hochkultur und irrationale Macht
von Hans-Peter Raddatz, Herbig-Verlag, Juni 2006


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Neu-alter Judenhass
Antisemitismus, arabisch-israelischer Konflikt und europäische Politik.
Sammelband.
Klaus Faber, Julius H. Schoeps und Sacha Stawski (Hg.)
Verlag für Berlin-Brandenburg, 2006


Der von Klaus Faber, Julius H. Schoeps und Sacha Stawski herausgegebene Sammelband befasst sich mit dem Antisemitismus im islamischen und im christlich-westlichen Kulturkreis. Beide Antisemitismusvarianten sind unheilige Verbindungen eingegangen, nicht erst seit der islamischen Einwanderung nach Europa und nicht nur dort. Hitlerdeutschland hat im Bündnis mit größeren Teilen der damaligen arabischen Nationalbewegung zur Verbreitung seines antisemitischen Weltverständnisses im Islam einen wesentlichen Beitrag geleistet. Der deutsche Schuldabwehr-Antisemitismus, der beispielsweise in der hierzulande weit verbreiteten Meinung sichtbar wird, Israels Verhalten gegenüber »den Palästinensern« sei mit Hitlerdeutschlands Verbrechen an den Juden vergleichbar, erhält viele Stichworte aus der islamisch-arabischen Propaganda.

31 Autorinnen und Autoren äußern sich zu verschiedenen Aspekten des neu-alten Judenhasses (deutsche Medien und Nahostkonflikt, islamischerAntisemitismus, politische Perspektiven): unter ihnen jüdische und nichtjüdische Deutsche, Deutsche arabischer, iranischer und türkischer Abstammung, Israelis, US-Staatsbürger und Österreicher, Christen, Juden, Muslime und Menschen mit anderer oder ohne Glaubenszugehörigkeit, Politiker, Experten, Wissenschaftler und Repräsentanten engagierter Institutionen und Vereinigungen.

Der Sammelband gibt unterschiedliche Positionen zu einer Problematik wieder, die leider aktuell bleiben wird. In einem Punkt stimmen die Autorinnen und Autoren überein: Es besteht Anlass zum Handeln gegen den neu-alten Antisemitismus in ganz Europa, vor allem in Deutschland, und auch in Nahost.


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Löwenhonig
von David Grossmann
Erschienen im März 2006 im Berlin Verlag, ISBN 3827004489, 16,- Euro

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Meine Briefe aus Jerusalem
Johannes Gerster, mit einem Vorwort von Asher Ben Natan
Leinpfad-Verlag, ISBN 3-937782-30-3, November 2005, 14,- Euro


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Die Rückkehr der Geschichte. Die Welt nach dem 11. September und die Erneuerung des Westens.
von Joschka Fischer, Kiepenheuer & Witsch, Köln 2005. 304 Seiten, € 19,90.

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Buch der Woche (Die Welt, 15.04.2006):
Emoticon. Von Jessica Durlacher. A. d. Niederländ. v. Hanni Ehlers. Diogenes, Zürich. 479 S., 19,90 Euro


Jessica Durlacher schreibt Romane, die immer mehrere Romane sind. "Emoticon" ist der Roman einer tödlichen Liebe, der Roman einer Freundschaft, der Entwicklungsroman eines jüdischen Jungen, der einer palästinensischen Aktivistin, der Roman eines Landes, einer Welt. Durlacher erzählt von Daniel. Der wird erwachsen bei seiner Mutter Lola in den Niederlanden. Er sucht seinen Vater, findet ihn Israel. Esther, die alte Freundin Lolas, begleitet ihn. Er entgleitet ihr, wird von der Palästinenserin Aischa in eine teuflische Venusfalle gelockt. Ein Mosaik hat der Leser zusammenzusetzen, das offen bleibt, bis der letzte Stein gesetzt ist. Ein Politthriller erster Güte und ohne billige Verurteilung. (Artikel von Elmar Krekeler)


Der 'neue' Nahe Osten?
Hrsg.: Wolfgang Bergsdorf, Dietmar Herz, Hans Hoffmeister und Wolf Wagner, Universität Erfurt in Zusammenarbeit mit der Thüringischen Landeszeitung und dem Sparkassen- und Giroverband Hessen-Thüringen, Erfurt 2005 (Rhino Verlag). Lesen Sie darin einen Artikel von S.E. Herrn Botschafter Shimon Stein zum Thema Sharons "Realpolitik". Der Rückzug aus Gaza.


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Die Bricha – Aus dem Terror nach Eretz Israel. Ein Fluchthelfer erinnert sich
Asher Ben Natan, Droste Verlag, November 2005

Die Bricha ist der bisher unbekannte Teil der europäischen Nachkriegsgeschichte. Die Hauptfigur darin: Asher Ben-Natan. Bekannt wurde er 1965 als der erste israelische Botschafter in Deutschland. Was kaum jemand weiß: Der geborene Österreicher war von 1945 bis 1947 Kommandant der Fluchthilfeorganisation „Bricha“ in Österreich. Mit Chuzpe und Herz verhalf er rund 120.000 überlebenden Juden von Wien aus zur Flucht nach Israel. Dabei ging es nicht immer legal zu: Es wurden Dokumente gefälscht, Grenzbeamte bestochen und Alliierte überlistet. Aber auf diese Weise hat er den Flüchtlingen zu einem Leben ohne Angst verholfen. Denn oftmals waren die jüdischen Überlebenden in ihren osteuropäischen Heimatländern neuen Pogromen ausgesetzt. Ben-Natan führte die Überlebenden über geheime Routen an die Küsten Frankreichs und Italiens, wo Schiffe auf sie warteten. Ihr Ziel: Die neue Heimat Palästina.

Asher Ben-Natan berichtet spannend und informativ über die waghalsige Flucht der überlebenden Juden nach 1945.

Asher Ben-Natan: 1921 in Wien als Artur Piernikarz geboren, 1938 Auswanderung nach Palästina, Aufbau eines Kibbuz, nach 1945 Kommandant der Fluchthilfeorganisation „Bricha“ in Österreich, anschließend verschiedene Funktionen in der israelischen Regierung, u.a. Generaldirektor des Verteidigungsministeriums und Botschafter Israels in der Bundesrepublik Deutschland (1965-1970) und in Frankreich (1970-1975).

Mehr zu Asher Ben Natan ....


Israel und Deutschland. Dorniger Weg zur Partnerschaft. Die Botschafter berichten über vier Jahrzehnte diplomatischer Beziehungen (1965-2005)
Asher Ben Natan/Niels Hansen (Hg.), Böhlau Verlag Köln Weimar Wien 2005

Auch vor dem Hintergrund der von DIG Berlin und Auswärtigem Amt in den letzten 1 ½ Jahren durchgeführten Reihe mit ehemaligen Botschaftern möchten wir auf eine weitere Publikation hinweisen: Als israelisch-deutsches Gemeinschaftsprojekt erschien in diesem Jahr unter Federführung der beiden Botschafter a.D. Asher Ben Natan und Niels Hansen das obige Buch. Dort kommen alle Botschafter Deutschlands und Israels der letzten 40 Jahre zu Wort. Bei den bereits verstorbenen Diplomaten wurden Texte ausgewählt, die aus deren Botschafterzeit stammen. Das Buch lässt „auf spannende Weise an der Entfaltung der Beziehungen von den mühsamen Anfängen hin zu einer besonderen Partnerschaft teilhaben. Nicht nur Historikern, sondern allen politisch interessierten Lesern bietet der Sammelband eine gewinnbringende Lektüre“. (Aus dem Klappentext). Mehr


Nachklänge. Jüdische Musiker in Deutschland nach 1945
Anat Feinberg, Philo Verlag, Berlin Wien 2005

Am 10. Oktober war Prof. Dr. Anat Feinberg, Dozentin an der Jüdischen Hochschule Heidelberg und gebürtige Israelin, zusammen mit dem russisch-jüdischen Musiker Dr. Jascha Nemtzov zu Gast im Centrum Judaicum. Unter dem Thema "Ausgerechnet Deutschland - Jüdische und israelische Musiker in Deutschland nach 1945" schilderte sie das erst langsam wieder wachsende Vertrauen jüdischer Künstler zu Deutschland, wobei einige Musiker Vorreiter waren. Dr. Jascha Nemtzov erläuterte die Geschichte einiger vergessener jüdischer Musiker und unterhielt das Publikum von ca. 200 Gästen mit einigen überzeugenden Beispielen ihrer und seiner musikalischen Virtuosität. Die Veranstaltung war Auftakt zu der gemeinsamen Reihe von DIG Berlin und Friedrich-Naumann-Stiftung zum Thema "Kulturaustausch als Brücke zwischen Deutschland und Israel". Mehr


Foto: Meggie Jahn

Dr. Jascha Nemtzov und Prof. Dr. Anat Feinberg im Centrum Judaicum


Whisky ist auch in Ordnung
von Joshua Sobol (ConAct-Buch-Tipp)

Chanina Regev hat viele Identitäten, je nachdem, wen man fragt. Ein Star in der Werbebranche. Ein Dichter. Ein Mossad-Agent. Frauenheld. Whiskykenner. Selbst nennt er sich u.a. Shakespeare, Shylock, Nino. Er ist so rätselhaft und vielschichtig wie die israelische Identität und das jüdische Schicksal selbst.

Als er eines Tages in Manhatten einen Termin für seine Werbeagentur wahrnehmen will, entdeckt er einen Mann, der ihn an seine Vergangenheit erinnert und alte Wunden aufreißt. Wie damals, als er einer der vier ‚Schlauen Schlächter’ - eine Sondereinheit des israelischen Geheimdienstes – war, die weltweit Terroristen und Mörder liquidieren sollte, nimmt er auch jetzt die Verfolgung auf. Eine rasante Jagd beginnt, in deren Verlauf er immer tiefer in seine eigene Vergangenheit eintaucht, die untrennbar ist vom Schicksal seines Volkes.

Ein hintersinniges, vor Phantasie sprühendes Verwirrspiel voll heiterer Ironie und erschreckenden Wahrheiten, in dem sich Joshua Sobol erneut als wortgewaltiger und virtuoser Erzähler erweist.

Roman. Luchterhand Literaturverlag, München, 2005. Mehr ....

DIE CHUZPE ZU LEBEN. Stationen meines Lebens, Droste Verlag GmbH, Düsseldorf 2003, 39.90 Euro
von Asher Ben Natan


Foto: Friedrich W. Zimmermann

Botschafter a.D. Asher Ben Natan mit Meggie Jahn bei der Buch-
vorstellung am 27.10.03 in der Konrad-Adenauer-Stiftung Berlin


Lesen Sie die Autobiographie von Botschafter a.D. Asher Ben Natan, erster diplomatischer Vertreter seines Landes in der Bundesrepublik Deutschland. Er ist bis heute Präsident der Israelisch-Deutschen Gesellschaft (IDG) - Partnerorganisation der DIG. Das Buch wurde Ende Oktober 2003 bei der Konrad Adenauer Stiftung von ihrem Vorsitzenden, Ministerpräsident a.D. Bernhard Vogel, vorgestellt. Diese hatte auf Initiative ihres Vertreters in Jerusalem, MdB a.D., Dr. Johannes Gerster (Vizepräsident der IDG, früher der DIG) die Übersetzung aus dem Englischen angeregt und war bei der Publikation im Droste-Verlag behilflich. 1921 geboren als Arthur Piernikarz, war Ben Natan von 1965 bis 1969 der erste Botschafter Israels in der Bundesrepublik Deutschland. Kindheit in Wien, Jugend im Kibbutz, Leiter der Fluchthilfeorganisation "Bricha" in Österreich, Generaldirektor des israelischen Verteidigungsministeriums und später Botschafter in Frankreich waren weitere Stationen seines Lebens. Ben Natan, der in seiner Dankesrede unterstrich, er habe immer das getan, woran er glaubte, hatte sich geschworen, seine Memoiren nicht vor seinem 80. Geburtstag zu beginnen. Kaum zu glauben, aber wahr: Inzwischen ist er im 83. Lebensjahr, und wir dürfen uns hoffentlich auf noch viele Jahre mit ihm freuen!

Lesen Sie hier auch den Bericht von seinem Vortrag bei der DIG Berlin im April 2004.


AUS DEM SCHATTEN DER KATASTROPHE. Die deutsch-israelischen Beziehungen in der Ära Konrad Adenauer und David Ben-Gurion, Droste Verlag Düsseldorf, 2002, 49.80 Euro
von Niels Hansen


Foto: Friedrich W. Zimmermann

Nach seinem Vortrag bei der DIG Berlin am 12. Januar 2004 signiert Niels Hansen
sein Buch für Meggie Jahn.

"Sachlich, differenziert und klug", so Daniel Koerfer zum neuen Buch von Niels Hansen über den Annäherungsprozeß zwischen Deutschen und Israelis nach dem 2. Weltkrieg in der FAZ. Kurz wird Hansen vorgestellt: seit 1952 im Auswärtigen Dienst, war er in den achtziger Jahren als deutscher Botschafter in Israel tätig. Was er hier schreibe, so Koerfer, seien keine Memoiren, auch wenn persönliche Erfahrungen zur Sprache kämen. Das Besondere an Hansens Darstellung sei der "rasche Perspektivwechsel", in dem sich israelische und deutsche Perspektive gegenüberstünden und einander beleuchteten. Den scheinbar unüberbrückbaren Abgrund habe zweierlei dann doch überbrücken können: der "Druck der äußeren Umstände" und "die Kraft der Führungspersönlichkeiten" Adenauer und Ben Gurion. Gerade deren Bedeutung sei in Hansens Augen beträchtlich. Niels Hansen zeichnet in seinem Buch den Weg nach vom deutsch-israelischen Geheimtreffen im Dezember 1951 bis zum Luxemburger Abkommen im September 1952 sowie die darauf folgende schrittweise Entspannung, die aus der streng geheimen deutsch-israelischen Rüstungs- und Geheimdienstkooperation gewachsen war. Als diese aufflog, kam es zu "heftigen Turbulenzen", doch da unternahm Ludwig Erhard den entscheidenden Schritt: die Aufnahme der diplomatischen Beziehungen. Jedem, der sich für das deutsch-israelische Verhältnis interessiert, sei dieses Buch als Lektüre empfohlen!


TERROR ALS VORWAND. Die Sprache der Gewalt, Droste-Verlag Düsseldorf, Oktober 2003
von Avi Primor

"Die Verteidigung gegen den islamischen Terrorismus ist ein Weltkrieg - und er hat längst begonnen. Doch wer ist der neue Feind? Wo liegen siene ideologischen Wurzeln? Was strebt er an und wie kann man ihm begegnen? Das Problem des globalen Terrorismus kann man nicht von dem Nahostkonflikt trennen, der nun seit mindestens 55 Jahren andauert. Wie ist der islamische Fundamentalismus mit den Krisen und Kriegen im Nahen Osten verbunden? Schürt der islamistische Fundamentalismus den Konflikt oder wird er von ihm geschürt? Warum dauert dieser Konflikt so lange an? Seit seiner Unabhängigkeitserklärung im Jahr 1948 lebt der Staat Israel im Kriegszustand. Immer gab es Hoffnungen auf Frieden, auf die dann bittere Enttäuschungen folgten. Was sind die Gründe und wie kommt man endlich aus dieser Klemme heraus? Avi Primor fordert zu einer Bestandaufnahme auf, analysiert die Gefahren und denkt an mögliche Ansätze zur Lösung des Terrorproblems nach. Wir müssen die Realität analysieren, die Chancen für den Frieden diagnostizieren und uns bemühen, einen Weg aus den Schwierigkeiten zu finden und die Bedrohungen auszuschalten." Das Buch bietet viel Stoff zum Nachdenken.



Amal Rifa'i und Odelia Ainbinder: Wir wollen beide hier leben
hrsg. von Dr. Sylke Tempel, Rowohlt Berlin, 2003, 15,- Euro, Mehr ....

Foto: Detlef Balke

Dr. Sylke Tempel und DIG-Vorstandsmitglied Annegret Mielke im Pressezentrum, wo das Buch vorgestellt wurde.