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Anlässlich des Yom HaShoah zeigten DIG Berlin und Potsdam gemeinsam mit der GCJZ Berlin am 15. April den Film "Der letzte Zug" von Artur Brauner

Das Filmplakat zum aktuellen Film von Artur Brauner. Mehr ...


Regie: Joseph Vilsmaier
Produzent: Artur Brauner
Drehbuch: Stephen Glantz


Ca. 150 Gäste waren der Einladung zu dieser besonderen Filmvorführung ins Hollywood Media-Hotel am Kurfürstendamm gefolgt. Der DIG-Vorsitzene, Jochen Feilcke, begrüßte den legendären Produzenten "Atze" Brauner im Filmsaal seines Hotels, dessen Zimmer er nach Filmlegenden wie Ingrid Bergmann und Jean Moreaux einrichten ließ. Mit Bezug auf die aktuelle Rede von Ministerpräsident Oettinger beim Trauerakt für Hans Filbinger wies er gerade anläßlich des Yom HaShoah "jedes Verdrängen und jede Geschichtsklitterung" zurück. Oettinger habe hier keinen "vorauseilenden, sondern einen nachlaufenden Gehorsam" gezeigt.

Im Anschluss bat Jochen Feilcke den Gesandten der Botschaft des Staates Israel, Ilan Mor, den Anwesenden etwas über die Bedeutung des Holocaust-Gedenktages für Israel, aber auch für Juden in aller Welt, zu berichten.


Jochen Feilcke dankt Arthur Brauner für die Gelegenheit, seinen Film im Hollywood-Media Hotel zeigen zu können.

Jochen Feilcke begrüßt den Hausherrn und bedankt sich für Möglichkeit der Präsentation
seines Films im Vorführraum des "Hollywood Media".



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Ilan Mor sprach über den Yom HaShoah in Israel und machte deutlich, dass Israel "die einzige Garantie" dafür sei, dass eine "systematische Vernichtung von Juden" nicht wieder passieren könne. Dennoch werde seine Legitimität bis heute in Frage gestellt.


Nach dem ca. 2 Stunden dauernden Film war sich das Publikum einig: Ein Film, der aufwühlt, erschreckt und dessen Eindrücke sich erst mal setzen müssen.

Wieviel Demütigung, wieviel Leid und Verletzung können Menschen ertragen, und wie konnten die Überlebenden ohne ihre Liebsten wieder zurück in ein "normales" Leben finden? Wie konnte im Verborgenen bleiben, was hier bei hellichtem Tag geschah? Wie ertrugen die Verfolgten, von ihren "Mitmenschen" einfach übersehen zu werden, und wie konnten einige von ihnen danach wieder in Deutschland - im "Land der Täter" - leben?

Fragen, die im Rahmen eines kleinen Empfangs und im Gespräch mit dem Produzenten, aber auch untereinander, vielleicht angesprochen, niemals aber abschließend beantwortet werden konnten.

Wir empfehlen: Schauen Sie sich den Film an. Es lohnt sich, auch vor dem Hintergrund der herausragenden schauspielerischen Leistungen von Gedeon Burkhardt, Brigitte Grothum und Sybill Kekilli und vor allem - wegen der kleinen "Nina" Lena Beyerling. In einer Nebenrolle auch mit dabei: Sharon Brauner, die Enkelin von Artur Brauner.



Ca. 150 Gäste waren der Einladung zu der Filmvorführung gefolgt. Vorne: Ilan Mor und seine Gattin, links: Mania Feilcke, rechts daneben Tobias Bergner, A.A. sowie die Vorstandsmitglieder Dr. Martin Kloke und Mirko Freitag.

In der ersten Reihe: Ilan Mor (4.v.r.) und seine Frau, links: Mania Feilcke. 2.v.r.:  Dr. Martin Kloke und Mirko Freitag.



Eef Krüger, Monika Kern und Mania FeilckeJochen Feilcke, Andreas Goeschen und Thomas Hemberger

Mirko Freitag und Dr. Martin Kloke im Gespräch mit dem früheren Vorstandskollegen Georg Härpfer,Meggie Jahn, Artur Brauner, Jochen Feilcke und Ilan Mor, Foto: Margrit Schmidt

Mehr zum Hollywood Media Hotel: www.filmhotel.de

DB Image - wieder mal vertan
Zug der Erinnerung 10 Tage in Berlin

Artikel und Fotos von Fritz Zimmermann und Meggie Jahn

 

 

                       

Am 13. April, kurz vor 12.00 Uhr, fuhr der "Zug der Erinnerung" am Gleis 1 des Berliner Ostbahnhofs ein. Aus "technischen Gründen" verweigerte die Deutsche Bahn AG die Einfahrt im Hauptbahnhof in Mitte.


 

Der schlechte Ruf der DEUTSCHEN BAHN AG ist bereits legendär. Hartmut Mehdorn, der Vorsitzende des Vorstands, ist eine Art Buhmann der Nation geworden. Er ist wahrscheinlich namentlich bekannter als sein eigentlicher Chef in der Bundesregierung, Minister Tiefensee.

 

„Alle reden vom Wetter, wir nicht!“. Das war wohl der beste Werbeslogan aller Zeiten. Seither reden alle von der Bahn, weil wir alle Bahnfahrer sind, mehr oder weniger. Und jeder, so scheint es, hat sich offenbar schon einmal über dieses Unternehmen geärgert. Das Image ist schlecht.

 

Dabei ist das Unternehmen besser aufgestellt als viele andere vergleichbare Unternehmen in Europa (nur die Schweizer sind unschlagbar gut).

 



Mitte: Der Organisator Hans Rüdiger Minow, links: Kantorin Avital Gerstetter, die den Kadish für die ermordeten Kinder sang, rechts der 84jährige Überlebende der Kindertransporte Herbert Shenkmann und der Bezirksbürgermeister von Kreuzberg/Friedrichshain, Dr. Franz Schulz.

 

 

Also, das Image ist schlecht - aber nicht weil das Unternehmen mit seinen vielen Mitarbeitern schlecht ist, sondern weil die Öffentlichkeitsarbeit der Bahn so grottenschlecht informiert. Die Manager in der obersten Etage, die Herren und Damen v o r Mehdorns Schreibtisch scheinen nur Erfüllungsgehilfen des Vorstandsvorsitzen zu sein. Er hat immer das letzte Wort (Machtwort). Selbst der Minister steht im Schatten des selben.

 

 

 

 

Die einmalige Chance für ihn und seine Deutsche Bahn AG, aus dem Image-Tief herauszukommen, ist wieder einmal vertan. Hätte er sich zu der historischen Einmaligkeit als Nachfolgeorganisation der Reichsbahn bekannt, die Sympathien wären ihm gewiss gewesen. Hätte er doch den Organisatoren bei der Vorbereitung und Durchführung ihres Anliegens, den Zug der Erinnerung auf die Schiene zu setzen, großzügig unterstützt! Er und seine Manager haben auch diesmal die Zeichen der Zeit nicht erkannt. Schade.

Der Ostbahnhof in Friedrichshain war am Sonntag ein Ausflugsziel für viele Berliner. Rundfunk und Printmedien berichteten ständig über das Ereignis. Der Bahnsteig (Gleis 1) war überfüllt. Würde man eine Statistik führen, müsste man erkennen, dass sich noch nie so viele Mensch gleichzeitig in diesem Bahnhof, auf einem Bahnsteig eingefunden hatten wie heute.

 

 

 

 

Positiv gewendet, hätte die Bahn AG heute einen Prestige-Bonus einfahren können. So aber zeigten sich die Vertreter der Bahn AG fast ausschließlich als Sicherheits- und Ordnungskräfte. Für die aufstrebende Weltstadt Berlin ein merkwürdiges Bild, das sich hier den fremden Besuchern und Touristen zeigt.

 

Wir sagen es noch einmal: Schade! Die Bahn ist ein gutes Unternehmen. Nur das Image ist schlecht. Das Wort vom Buhmann Mehdorn macht unter den Besuchern die Runde. Hier wurde wieder einmal eine Chance vertan.

 

 

 

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