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Deutsch-Israelische Sommerlager von Aktion Sühnezeichen Friedensdienste und DIG-Jugendforum
Seit 1998 führt die Aktion Sühnezeichen Friedensdienste in Kooperation mit den Jugendforen der Deutsch-Israelischen Gesellschaft in Israel und Deutschland Sommerlager durch. Die Besonderheit dieser Sommerlager ist, dass sie jeweils unmittelbar aufeinander folgend sowohl in Israel als auch in Deutschland stattfinden. Jedes Jahr kommen 12 Jugendliche aus Israel und 12 Jugendliche aus Deutschland in beiden Ländern zusammen.
Auch in Zeiten besonderer politischer Anspannungen, in denen die Reisen nach Israel stark zurückgegangen sind, hat ASF diese Sommerlager weiterhin auch in Israel durchgeführt. Die Sommerlager-Teilnehmer widmen sich jedes Jahr einem besonderen Thema. So haben sich die jungen Menschen in den verschiedenen Begegnungen mit Literatur, Theater, Religionen, Freiwilligendiensten und jüdischem Leben auseinandergesetzt. Im letzten Sommerlager drehten die israelischen und deutschen Teilnehmer einen Film, in dem es um Identitäten ging. Die Sommerlager tragen in einzigartiger Weise zur israelisch-deutschen Verständigung bei. Die jungen Menschen lernen sich kennen und schätzen, sie erarbeiten drei Wochen lang ein gemeinsames Projekt und entdecken die Länder und Menschen, die sie sonst nur als Klischees aus den Medien oder Erzählungen kennen. Dies muss nicht immer harmonisch verlaufen, auch in der Irritation findet Verständigung statt. Alle Begegnungen sind für die Beteiligten ausgesprochen prägend gewesen und mündeten häufig in ein weiteres Engagement im deutsch-israelischen Kontext. Ihre Erlebnisse tragen die jungen Menschen dann ganz im Sinne David Ben Gurions in ihre eigenen Gesellschaften zurück.
Das kommende Sommerlager, das im Juli und August 2006 in Jerusalem und Berlin stattfinden wird, dreht sich um den Schwerpunkt Integration von Minderheiten in Israel und Deutschland. Rund um dieses Thema werden die Teilnehmer eine gemeinsame Zeitung herausgeben.
Wir danken der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Berlin für die Unterstützung dieses Projektes.
InteressentInnen wenden sich bitte an: balke@asf-ev.de
Yossi Gilad
Seit November 2005 ist Yossi Gilad Studienleiter im Beit Ben Yehuda – Haus Pax. Von 2004 bis 2005 war er als ASF-Freiwilliger in der Gedenkstätte Haus der Wannseekonferenz tätig. Er hat langjährige Erfahrung in der historischen und politischen Bildungsarbeit in Israel und begleitet unter anderem israelische Jugendliche auf Gedenkstättenfahrten nach Polen.
Der Beitrag erschien im Progammheft zum 9. Rabin-Gedenkkonzert mit Chava Alberstein am 14.11.2005.
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