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"Wenn die Araber ihre Waffen niederlegen, wird es Frieden geben, wenn Israel seine Waffen niederlegt, wird es kein Israel mehr geben.

Israel muss sich verteidigen - Solidarität mit dem Existenzkampf Israels
Bericht und Fotos von Meggie Jahn

Am 28. Juli 2006 riefen zum Teil sehr unterschiedliche Gruppierungen jüdischer und nichtjüdischer Herkunft unter dem Motto "Stoppt den Terror von Hisbollah und Hamas" zu einer Solidaritätsdemonstration für Israel auf. Einig war man sich in dem Ziel, Israels Selbstverteidigungsrecht zu unterstützen. Auch die DIG Berlin und das Jugendforum waren dabei.


Auch das Jugendforum der DIG Berlin war dabei.


Die Demonstration startete um 17.00 Uhr am Steinplatz in Berlin-Charlottenburg und setzte sich dann in Richtung Wittenbergplatz - unweit von der syrischen Botschaft - in Bewegung ...



Am Wittenbergplatz fand eine Kundgebung mit prominenten Rednern wie Michel Friedman, Rechtsanwalt, Moderator und früherer Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Gideon Joffe, Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Eckart von Klaeden, Mitglied des Präsidiums der CDU und Außenpolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag sowie der Journalist und Publizist Thomas von der Osten-Sacken statt. Da Jochen Feilcke erst jüngst von einer Israel-Solidaritätsreise zurückgekehrt war, konnte er leider als Redner nicht mehr berücksichtigt werden, doch auch er war dabei. Besonders erfreulich war die Präsenz von Karsten Voigt (SPD), Koordinator im Auswärtigen Amt für die deutsch-amerikanischen Beziehungen, insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Heidemarie Wieczoreck-Zeul (SPD) Israel Völkerrechtsbruch vorgeworfen und das SPD-Präsidium einen sofortigen Waffenstillstand "ohne Vorbedingungen" (!) gefordert hatte.


Dr. Giedon Joffe spricht.

Eckart von Klaeden am Rednerpult

links: Jochen Feilcke, am Rednerpult Eckart von Klaeden

Am Rednerpult: Michel Friedman

Der Journalist, Publizist und Menschenrechtler Thomas von der Osten-SackenRabbiner Roswatzki singt mit dem Publikum das Friedensgebet, links: Karsten Vogt.


Alle Redner forderten für Israel das Recht ein, sich angesichts der Provokationen durch die Hisbollah - der Ermordung und Verschleppung seiner Soldaten und der Einschläge Tausender von Raketen, die inzwischen nicht nur auf den Norden, wo die Menschen seit Jahren neben Bunkern lebten, sondern auch die Küstenmetropole Haifa - wo Juden und Araber friedlich zusammen lebten -, und den See Genezareth erreichten. Alle Redner betrauerten aber auch die Opfer des Krieges auf beiden Seiten, darunter die vier UN-Mitarbeiter, die bei einem versehentlichen Angriff des israelischen Militärs auf einen UN-Posten im Kampfgebiet umgekommen waren. Zurück gewiesen und kritisiert wurde aber die Unterstellung von Generalsekretär Kofi Annan, der Israel dabei Vorsätzlichkeit vorgeworfen hatte.

Joffe und von Klaeden betonten in ihren Beiträgen vor rund 1000 Zuhörerinnen und Zuhörern, hier gehe es nicht um den Kampf zwischen Juden und Muslimen, sondern um einen gemeinsamen Kampf aller friedliebenden Menschen und Demokraten - Juden, Christen und Muslime - gegen den unsere Demokratie und unsere westliche Welt bedrohenden islamischen Fundamentalismus, an dessen Spitze Irans Präsident Achmedinejad stehe, der den Terror im Nahen Osten, z.T. über Syrien, anheize. Die Weltgemeinschaft müsse Iran und Syrien deutlich entgegentreten, eine "Appeasementpolitik" sei der falsche Weg. Das Land Israel, von den USA unterstützt, sei den islamischen Fundamentalisten in der Region ein "Stachel im Fleisch", da es mit der westlichen Welt die gleichen demokratischen Werte verbinde.

Begüßt wurde aber auch, dass inzwischen in der arabischen Welt selbst Kritik an den Angriffen der Hisbollah geäußert würden, so dass die gemäßigten Regime und Kräfte mit uns gemeinsam gegen fundamentalistische Kräfte wie Hisbollah und Hamas, die offen die Vernichtung Israels propagierten, vorgehen müsse. Den Willen zum Frieden und die Bereitschaft, Seite an Seite mit einem Palästinenserstaat zu leben, habe Israel durch den Rückzug aus Gaza 2005 und drei Siedlungen in der Westbank, dem laut Ehud Olmert weitere Siedlungsräumungen folgen sollten, deutlich gemacht. Dass die einseitigen Vorleistungen Israels beim Rückzug aus dem Libanon im Jahr 2000 und aus Gaza im Jahr 2005 nicht als Chance zum Aufbruch für eine bessere Zukunft des eigenen Volkes, sondern Israel als Schwäche ausgelegt wurden, und stattdessen wieder verstärkt auf Terror gesetzt wurde, zeige, dass Israels Existenz nach wie vor bedroht sei und die muslimischen Fundamentalisten mit einem Land, das auch unsere Werte verteidige, keinen Frieden wollten. Israel strecke jedem die Hand entgegen, der seine Existenz in der Region akzeptiere und mit ihm daran arbeiten wolle, den Nahen Osten zum Blühen zu bringen.

Am Ende rief Rabbiner Ehrenberg zum gemeinsamen Friedensgebet auf und bat alle Anwesenden, zuhause eine Kerze anzuzünden, um mehr Licht in diese Welt zu bringen.




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