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Die "Eve's Women" begeisterten am 7. November 2004 beim diesjährigen Rabin-Gedenkkonzert ca. 800 Gäste im Großen Sendesaal des RBB in der Masurenallee
Ein Bericht von Meggie Jahn




Die Eve's Women auf der Bühne des Großen Sendesaals des RBB vor fast 800 Gästen


Seit 1996 führt die DIG Berlin in Erinnerung an den am 4. November 1995 ermordeten israelischen Ministerpräsidenten und Friedensnobelpreisträger Yitzchak Rabin jährliche Benefizkonzerte mit bekannten und weniger bekannten, aber stets hochqalifizierten israelischen Künstlern durch. In diesem Jahr waren auf Empfehlung von Dvora Ben David, Kulturattaché an der Botschaft des Staates Israel, die "Eve's Women" gekommen. Orit Orbach (Klarinette/Flöte), Daphna Sadeh (Kontrabass), Alona Turel (Keybooards/Piano), Michal Rahat (Drums/Percussion) und Tamar Naveh (Percussion) boten dem Publikum eine grandiose Mischung aus Jazz, Klezmer, Weltmusik und lateinamerikanischen Rythmen. In ihrer Musik spiegelt sich nicht nur die faszinierende Multikulturalität Israels, sondern auch die Lebensfreude und Melancholie des jüdischen Volkes wider. Fast. 800 Gäste aus Politik, Diplomatie und Kultur, Mitglieder und Israel-Freunde, waren zu einem besonderen Kulturereignis in den Großen Sendesaal des RBB gekommen.


Botschafter Stein im Gespräch mit Michael S. Cullen, Journalist und Bauhistoriker, sowie Michael Wewerka, Berliner Galerist. Dahinter eine Fotowand mit Bildern früherer DIG-Rabin-Konzerte.


Der Vorsitzende der DIG Berlin, Jochen Feilcke, begrüßte die Gäste und dankte insbesondere dem israelischen Botschafter für die Übernahme der Schirmherrschaft und sein persönliches Grußwort. Gerade in diesen schweren Zeiten für Israel gelte es, an den herausragenden Friedensmann Yitzhak Rabin zu erinnern und an sein Vermächtnis anzuknüpfen. Die DIG Berlin freue sich nicht nur über den Erfolg der jährlichen Rabin-Gedenkkonzerte, sondern auch über die Tatsache, dass es seit April 2004 auf ihre Anregung - zwischen sowjetischem Ehrenmal und Bundeskanzleramt - eine Rabin-Straße im Zentrum Berlins gebe, die in Anwesenheit von Israels Staatspräsident Moshe Katzav eingeweiht worden war.

Bei Dvora Ben-David, Kulturattaché an der Botschaft des Staates Israel und im Publikum, bedankte sich Jochen Feilcke für die Vermittlung der heutigen Künstlerinnen, die alle mit Spannung erwarteten.

Der israelische Botschafter, S.E. Shimon Stein, der sich in diesem Jahr die Schirmherrschaft mit seinem deutschen Kollegen in Israel, S.E. Rudolf Dressler teilte (sein Grußwort findet sich im Programmheft), betonte in seiner Rede, wie sehr er es schätze, dass die DIG Berlin jedes Jahr im November mit ihrem Gedenkkonzert des großen Friedenskämpfers Rabin gedenke und brachte seine Hoffnung zum Ausdruck, dass die Zeit nach Yasser Arafat neue Perspektiven für einen Frieden in Nahost bringen werde. Die Palästinenser hätten erneut alle Chancen, den Weg des Terrors zu verlassen und ihren Friedenswillen zu beweisen.




Jochen Feilcke bei der Begrüßung



S.E. Botschafter Shimon Stein


Der Erlös des diesjährigen Konzerts soll der Hilfsorganisation AMCHA zukommen, der einzigen landesweit arbeitenden Institution in Israel, die den heute noch ca. 250 000 Überlebenden des Holocaust und ihren Familien in Israel psycho-soziale Betreuung zur Linderung der Spätfolgen des Erlebten zukommen läßt. Margarethe Marcus vom deutschen Förderverein AMCHA und Noah Flug vom Dachverband der Holocaust-Überlebenden in Israel sprachen Grußworte zu den Gästen. AMCHA bedeutet "dein Volk" (hebräisch). Während und nach dem Zweiten Weltkrieg war es ein Erkennungswort unter jüdischen Verfolgten.





Margarethe Marcus vom deutschen Förderverein von AMCHA



Noah Flug vom Dachverband der Holocaust-Überlebenden ging auf die schwierigen Aufgaben von AMCHA ein.


Zum musikalischen Programm:

Am Anfang stand die Idee, eine neue, aufregende Musik zu schaffen - basierend auf jüdischer Folklore mit einem Musikstil, der östliche und westliche Klänge, Altes und Neues verbinden sollte. Das Repertoire der "Eve's Women" umfaßt eigene Kompositionen und traditionelle Musik, gefärbt mit dem einzigartigen Timbre von Welt-, Ethno- und Jazzstilen. Die Eve's Women treten in Israel und international bei den prominentesten Festivals und Konzerten auf. Dazu gehören das Roskilde Festival in Dänemark, das "Oris"-Jassfestival in London, das "International Jazz and Blues Festival" in Tel Aviv sowie das berühmte "International Klezmer Festival" in Sefad. Erfolgreiche Gastspiele gab die Gruppe in China, Griechenland, Osteuropa, England, Dänemark, Spanien und jüngst in Südafrika. Dieser Nachmittag war der erste Auftritt der "Eve's Women" in Berlin. Er wird nicht das letzte sein, da waren sich alle im Publikum einig. Die Musikerinnen überzeugten durch persönliche Ausstrahlung, musikalische Qualität und spürbare Begeisterung für die Musik. Hin und wieder fühlte man sich an die Klänge Benny Goodmanns erinnert.




Alona Turel am Keyboard




Orit Orbach mit ihrer Klarinette, die mit der Blockflöte wechselte.





Daphne Sadeh - eigentlich am Kontrabass - moderierte zwischen den Liedern.



Daphna wechselte auch schon mal zu den Percussions ..





Orit Orbach mit Tamar Naveh





Tamar Naveh



Orit Orbach und Daphna Sadeh





Alona Turel, Michal Rahat, Orit Orbach, Tamar Naveh und Daphna Sadeh vor der Pause





In der ersten Reihe: Gabriel Heim als Vertreter des RBB und Gastgeber, Jochen Feilcke, Botschafter Shimon Stein, Margarethe Marcus sowie Diplomaten.





Daphna Sadeh am Kontrabass, im Hintergrund: Das Bild von Yitzhak Rabin



Die Künstlerinnen baten Jochen Feilcke am Ende des Konzerts auf die Bühne, um mit ihnen das "Shir la Shalom" für Yitzhak Rabins zu singen.

Als Dank für die hervorragende musikalische Leistung erhielten die fünf Musikerinnen einen Blumenstrauß vom Vorsitzenden. Die im Foyer angebotenen CDs waren nach kurzer Zeit vergriffen.




Einige Schnappschüsse von dem anschließenden Empfang im ersten Stock des RBB:



Dvora Ben-David mit Maya Zehden, Mitglied des DIG-Vorstands



Orit Orbach mit einer Freundin



Alona Turell mit Tamar Naveh



Daphna Sadeh, angeregt im Gespräch



Meggie Jahn (Mitte) im Gespräch mit Knut Teske, Leiter der Journalistenschule Axel-Cäsar-Springer, und "Eve's Woman" Daphna Sadeh



DIG-Vorstandsmitglied Günther Wolff (links), der wie immer für die Programmhefte gesorgt hatte, mit Karl-Heinz Fricke, Geschäftsführer der Agentur WVVG Berlin GmbH.




Der Leiter der Geschäftsstelle, Detlef Balke, dem von den Künstlerinnen nach dem Konzert ausdrücklich für seine Unterstützung gedankt wurde.



Meggie Jahn kam nach dem Konzert mit den Künstlerinnen ins Gespräch.



Gabriel Haim, der RBB-Intendantin und Hausherrin Dagmar Reim vertrat, mit DIG-Vorstandsmitglied U.F. Krüger (links) und dem israelischen Botschafter.



Der DIG-Vorsitzende Jochen Feilcke im Gespräch mit Michael Rahat und Alona Turel



Wie immer dabei: Unsere treuen Mitglieder Margot Friedländer, Isi Kitai und Renate Bernard.



Ein Teil des Berliner DIG-Vorstands mit den "Eve's Women". U.F. Krüger war auch diesmal für die Sicherheit verantwortlich.



Jochen Feilcke mit den Eve's Women.



Daphna Sadeh, Orit Orbach mit U.F. Krüger und Friedrich W. Zimmermann, der für diese Fotos verantwortlich zeichnet.

Hier finden Sie den Bericht über das Gedenkkonzert 2003

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