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Palästinalied-Benefizprojekt – DIG vermittelt Geldspende an Hadassah-Klinik Geldübergabe beim Minnesänger-Wettstreit am 24. Mai
 Gady Gronich nimmt die Spende von Rockbarde und Minnesänger Marcus van Langen entgegen.
Walther von der Vogelweides Palästinalied ist das berühmteste Lied des Mittelalters. Es preist die Schönheit und Größe des Heiligen Landes, das Juden, Christen und Moslems als Fixpunkt ihrer Religion gilt, und es hat eine Melodie, die uns noch heute berührt. Natürlich ist es auch ein Zeitdokument christlichen Größen- und Expansionswahnes, eine musikalische Rechtfertigung der blutigen Kreuzzüge, die im 12. und 13. Jahrhundert für Tod und Elend im als heilig gepriesenen Land sorgten.
Als Verbeugung vor dem Dichter Walther von der Vogelweide aber auch als Hommage an das bis heute immer wieder umkämpfte Palästina haben zwanzig Künstler der Mittelalterszene sich vor einigen Jahren zusammengetan, um eine gewaltige gemeinsame Version des Palästinaliedes einzuspielen, die auf einer 33-minütigen CD festgehalten wurde. Der Initiator des Projektes, Minnesänger und Rockbarde Marcus van Langen, brachte so unterschiedliche Musiker wie Corvus Corax und Poeta Magica, Die Streuner und Faun, das Musiktheater Dingo und das Ensemble für Alte Musik zusammen. Aus den ganz unterschiedlichen Beiträgen entstand ein vielschichtiges Gesamtkunstwerk. Auf dem Walther-von-der-Vogelweide-Sampler, der im letzten Jahr im Verlag der Spielleute erschien, wurde das Projekt mit weiteren Interpreten fortgeführt.
Ein Teil der Erlöse des CD-Verkaufes ist für Benefiz-Zwecke im Heiligen Land bestimmt. Deshalb können jetzt auf Empfehlung der DIG Berlin und Potsdam 2000 Euro an den Förderverein der Hadassah-Klinik in Jerusalem übergeben werden: Der Israeli Gady Gronich, europäischer Direktor der Hadassah International Medical Relief Association, kam deshalb am 24. Mai 2008 zum Minnesänger-Wettstreit auf die Clingenburg, um die Spende entgegenzunehmen. Mitwirkende waren Christoph Mächler, Thomas Schallaböck, Frank Wunderlich, Jochen Faulhammer, Holger Schäfer, Olaf Casalich. Ehrengäste: Knud Seckel, Marcus van Langen.
Die Hadassah-Klinik finanziert sich vollständig aus Spenden und erbrachten medizinischen Leistungen. Ihr Motto lautet: "Building a better world through medicine", deshalb steht Hadassah allen Menschen der Region offen, unabhängig von Religion, Geschlecht oder Staatsangehörigkeit. Die beteiligten Musiker, die mit ihrem Musikstück ein Zeichen wollen, die jahrhundertelange Feindschaft von Religionen und Nationen zu überwinden, sehen ihr Geld bei Hadassah in den richtigen Händen.
Marcus van Langen ist als bislang einziger bayrischer Preisträger des Minnesänger-Wettstreits als Ehrengast auf der Clingenburg außer Konkurrenz dabei. Er stimmte deshalb gemeinsam mit allen anwesenden Sängern und Spielleuten, darunter auch vielen, die an einer der beiden CD-Produktionen beteiligt waren, das Palästinalied an. Zudem leitete er eine Versteigerung des ersten Exemplars der numerierten Erstauflage mit der Nummer 0001. Eine Neuauflage des Benefiz-Albums ist übrigens gerade beim Label Curtzweyl erschienen.
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