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Prof. Dr. Herfried Münkler sprach am 23. Oktober 2006 über sein Buch "Vom Wandel der Kriege -
Von der Symmetrie zur Asymmetrie"
Bericht und Fotos von Meggie Jahn und Friedrich W. Zimmermann




Prof. Dr. Herfried Münkler

Am 23. Oktober 2006 luden DIG Berlin und Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ) zu einem Vortragsabend mit Prof. Dr. Herfried Münkler, Politikwissenschaftler an der HU Berlin und Publizist, ein. Er war gebeten, vor dem Hintergrund des jüngsten Libanon-Krieges über sein 2006 erschienenes Buch „Vom Wandel der Kriege. Von der Symmetrie zur Asymmetrie“ zu sprechen. Als quasi "Hausherr" sorgte er dafür, dass die Veranstaltung im Hauptgebäude der Uni stattfinden konnte, wofür wir ihm zu danken haben. Damit sollten auch Studenten angesprochen werden. Durch den Krieg hatte sein Buch unerwartete Aktualität erlangt.

Im Libanon-Krieg stand das bisher als unschlagbar geltende israelische Militär mit der Hisbollah einer Miliz gegenüber, die im Südlibanon seit Jahren als Quasi-Armee aktiv und doch im Alltag von Zivilisten nicht zu unterscheiden war und ist. Die Frage war, wer aus diesem Krieg letztlich als Sieger hervorgegangen ist. Münkler stellte nicht nur ausführlich die Thesen seines neuen Buches vor, sondern versuchte zugleich, diese Frage zu beantworten.

Sein bedrückendes Fazit: Israel konnte den Krieg gar nicht gewinnen, da ein (Luft-)Krieg gegen die Hisbollah immer auch zivile Opfer fordern mußte und militärischen Zerstörungen und Tote immer ein Medienereignis sind. Die Hisbollah dagegen - eine Armee und im Alltag nicht von Zivilisten zu unterscheiden - agierte im Dunkeln und nutzte das Medieninteresse für ihre Zwecke hemmungslos aus. Israel konnte nur zum Goliath werden. Mehr ....


Gerade die Studenten diskutierten an diesem Abend rege mit. Links in der zweiten Reihe: Jochen Feilcke, Vorsitzender der DIG.


Es gab auch einen Büchertisch, an dem auch frühere Publikationen sowie Bücher zum Thema Israel/Nahost erworben werden konnten. Zahlreiche Gäste machten im Anschluss an den Vortrag Gebrauch davon.




Auch DIG-Vorstandsmitglied Annegret Mielke nutzte die einmalige Chance, sich das gerade erworbene Buch signieren zu lassen.



Nach dem Vortrag war nicht nur großer Andrang am Büchertisch, vielmehr bestand bei einigen Besuchern auch weiterer Diskussionsbedarf der Thesen des Autors, rechts unser Mitglied Thomas Hemberger im Gespräch mit Prof. Münkler.





Der DIG-Vorsitzende Jochen Feilcke im Gespräch mit Sarah Diner und Daniel Kilpert, beide Mitglied im Vorstand und im DIG-Jugendforum.


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