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Leserbrief von Maya Zehden, Stellv. Vorsitzende der DIG Berlin und Potsdam, zur Tagesschau vom 05.06.2007, 20.00 Uhr

Sehr geehrte Redaktion,

kurz und knapp zu Ihrem gestrigen Beitrag über Palästinenserpräsident Abbas und 40 Jahre nach dem Sechs-Tage-Krieg:

Die Aufzählung der eroberten Gebiete beim Sechs-Tage-Krieg war richtig – es fehlte nur ein Halbsatz:

Es handelte sich um einen Präventivschlag Israels, nach monatelanger Aufrüstung und Kriegspropaganda seiner arabischen Nachbarn.

Dazu der Anfang des unten angehängten Artikels aus dem „Merkur“ vom Juni 2007.

Da dieser Halbsatz fehlte, entstand der Eindruck eines Eroberungskrieges. Diese Unterstellung ist in den Debatten zum Nahostkonflikt heute einer der Gründe für stark antiisraelische Haltungen. Mein Apell lautet, dass Sie mit der Macht der zu Recht meistgesehenen Nachrichtensendung bitte Ihr möglichstes tun, solche Tendenzen zu vermeiden.

Dafür meinen Dank und der Link zu dem Artikel im Merkur, falls Ihnen neben G8 noch Zeit für andere Themen bleibt.

http://www.online-merkur.de/seiten/lp200706a.php

Maya Zehden

Mit freundlichen Grüßen

Maya Zehden

Stellv. Vorsitzende Deutsch-Israelische Gesellschaft Berlin

»Das zionistische Staatsgebilde als Brückenkopf des Imperialismus«
Vor vierzig Jahren wurde die neue deutsche Linke antiisraelisch

Dr. Martin Kloke

Im Frühjahr 1967 wurde Israel unter Ministerpräsident Levi Eschkol mit einer gefährlichen Aufmarsch- und Umklammerungsstrategie der arabischen Anrainerstaaten konfrontiert. Ägypten schloß ein Waffenbündnis mit Syrien und Jordanien, setzte den Rückzug der UN-Friedenstruppen von der Sinaihalbinsel durch, initiierte einen gewaltigen Truppenaufmarsch und verhängte über die Seestraße von Tiran zum Roten Meer eine Seeblockade gegen Israel. Begleitet wurde das Säbelrasseln von einer monströsen antiisraelischen Rhetorik der arabischen und insbesondere ägyptischen Kriegspropaganda. Der PLO-Vorsitzende Ahmed Schukeiri beteiligte sich in Kairo an der israelfeindlichen Propaganda mit dem Schlachtruf: »Wir werden die Juden ins Meer treiben!« Israel sah keine andere Wahl, als den kollektiven Drohgebärden mit einem Präventivschlag zuvorzukommen.

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