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Erfolgreiche Präsidiumsreise  von DIG und GSI:

 

Israel, Schweiz und Deutschland:

 neue Allianzen vereinbart

 

 

Foto: Günther Lübbers

Gruppenbild vor der Menora gegenüber der Knesset in Jerusalem

 

 

Jerusalem, Zürich, Berlin: „Israel braucht starke Verbündete. Wir, die Freunde des Landes in Deutschland und in der Schweiz stehen  zu Israel ohne wenn und aber. Dies gilt für das Jubiläumsjahr ebenso wie für eine Zukunft, die, so hoffen wir und daran arbeiten wir, Frieden im Nahen Osten bringen wird“.

 

Dieses Fazit formulierte  Dr. h.c. Johannes Gerster, Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft anlässlich der soeben abgeschlossenen Israel-Reise der Präsidien der Gesellschaft Schweiz-Israel (GSI) und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG). Unter der Leitung  von Dr. h.c. Johannes Gerster und Vreni Müller-Hemmi, Zentralpräsidentin der Gesellschaft Schweiz-Israel, konnte die 19köpfige Delegation,  die zeitweise interessiert von deutschen und schweizer Journalisten begleitet wurde, eine Reihe wichtiger politischer Gespräche und Begegnungen absolvieren.

 

Dabei waren sowohl der Solidaritätsbesuch in Sderot, der unmittelbar vor erneutem Kassam-Beschuss endete, als auch die Gespräche in den Ministerien, insbesondere mit dem Generaldirektor des Jerusalemer Außenministeriums, Aviv Shiron richtungsweisend für die Arbeit der beiden Gesellschaften. Die iranische Bedrohung, deren Wahrnehmung in Europa, so die beiden Präsidenten einmütig – unzureichend sei  - wurde dabei ebenso diskutiert wie die politische Neuordnung, die sich angesichts des Machtwechsels in den USA und der für den 10. Februar anberaumten Wahl in Israel ergäbe.

 

Zur Nachhaltigkeit der Reise trugen auch die Einladungen des Schweizer Botschafters  Walter Haffner und des deutschen Botschafters Dr. Harald Kindermann bei, während derer sich die Präsidien beider Gruppen auf eine intensivere Zusammenarbeit verständigten. Dies erscheint nicht nur angesichts der anhaltenden Terrorbedrohung Israels als zwingend, sondern soll auch im Kampf gegen den wachsenden Antisemitismus in Europa wirksam werden, den insbesondere der zuständige Minister, Isaak Herzog, einforderte.  Wirksame Maßnahmen gegen Antisemitismus, Rassismus und Fremdenfeindlichkeit waren auch Gegenstand einer öffentlichen Podiumsdiskussion im Konrad-Adenauer-Zentrum in Jerusalem,  zu der sich weit über 300 Interessierte eingefunden hatten, was nicht zuletzt auch mit der Rolle von Dr. h.c. Johannes Gerster, der das Zentrum neun Jahre leitete, zusammenhing.

 

Alte Freundschaften pflegen und neue politische Impulse entwickeln – unter diesen Vorzeichen standen auch die Begegnungen mit den Ministern  Gideon Esra (Umwelt) und Yaakov Edery (Einwanderung). Von besonderer Herzlichkeit war auch der Austausch mit Colette Avital, der Vorsitzenden der Israelisch-Deutschen Parlamentariergruppe.

 

Eine wichtige Weichenstellung konnte auch erreicht werden in einer gemeinsamen Veranstaltung mit dem Präsidium der Israelisch-Deutschen Gesellschaft (IDG), die einerseits getragen wird vom großen Engagement der ehemaligen Botschafter Asher Ben-Natan und Avi Primor, andererseits mit Mitgliedern einer neuen Generation. Damit wird dem wachsenden Interesse der Israelis an Deutschland entgegengekommen.

 

Ein bedeutsames Ergebnis der Präsidiumsreise nach Israel ist der Beschluss der beiden Gesellschaften, künftig politisch wie organisatorisch enger zusammenzuarbeiten.  Wie Vreni Müller-Hemmi in ihrem Fazit der fünf Tage in Israel formuliert,  sollen konkrete gemeinsame Projekte schon 2009 umgesetzt werden.

 

Wie die Delegation – zumeist Vorsitzende von Arbeitsgemeinschaften der DIG bzw.  der Sektionen  der GSI, zeigte sich auch der deutsche Präsident Gerster zufrieden mit der gemeinsamen Unternehmung: „Die DIG hat mit weit über 500 Veranstaltungen den 60. Geburtstag Israels sichtbar, fröhlich oder würdig gefeiert. Wir freuen uns, dass mit dieser Präsidiumsreise die Feierlichkeiten einen eindrucksvollen Abschluss in Israel gefunden haben“.

 

November 2008

Claudia Korenke

Vizepräsidentin DIG

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