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Uriel Kashi sprach am 29. Mai 2007 auf Einladung der DIG Berlin und Potsdam über "Das Verhältnis junger Juden zu Deutschland, zum Staat Israel und zur jüdischen Religion" Fotos von Margret Schmidt

Uriel Kashi, früherer Vorsitzender des Bundesverbands Jüdischer Studenten in Berlin (BJSD), war ins Heinrich-von-Kleist Gymnasium eingeladen, um vor Schülerinnen und Schülern sowie weiteren Interessenten über das Verhältnis junger Juden zu Deutschland, Israel und zur jüdischen Religion zu sprechen. Man hätte sich eine größere Zuhörerschaft gewünscht, diese aber lauschte um so gespannter seinen Ausführungen und beteiligte sich im Anschluss rege an der Diskussion.
Sein Vortrag basierte auf einer im Jahr 2005 an der Freien Universität Berlin vorgelegten Magisterarbeit. In ihr beschäftigte sich Kashi mit der Entwicklung jüdischer Identität im Nachkriegsdeutschland, d. h. zwischen 1945 bis 2004. Einen Schwerpunkt legte er dabei auf die Generation der Jugendlichen und Studenten, insbesondere auf jene, die im Bundesverband Jüdischer Studenten in Deutschland organisiert waren. Die Fragen, die ihn bis heute beschäftigen, sind: Welche Rolle spielte die jüdische Religion für junge Juden im Nachkriegsdeutschland? Wie stand man zum Staat Israel? Und: Was bedeutete den jungen Juden Deutschland, jenes Land, in welchem wenige Jahre zuvor der Holocaust, d.h. die Ermordung eines Großteils des europäischen Judentums organisiert wurde?
Ein weiterer wichtiger Aspekt, den er an dem Abend bei der DIG Berlin und Potsdam beleuchtete, war die Migrationserfahrung insbesondere der Elterngeneration, da viele schon damals "zugezogen" waren. Er stellte die Frage: Wie gingen und gehen junge Juden mit diesen Erfahrungen um und welche Bedeutung hat diese Erfahrung bezüglich ihrer Beziehung zu Israel?

Hier finden Sie den gesamten Vortrag.
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