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Text der Urkunde

 

Die zweisprachige Hand in Hand Schule in Jerusalem besteht seit 1998. Sie will durch eine gemeinsame schulische Erziehung jüdischer und arabischer Kinder an der Entwicklung einer Gesellschaft mitwirken, die Koexistenz, Toleranz und Bildung verbindet.

Jungen Menschen sollen demokratische Werte vermittelt werden, die zu gleichberechtigtem Zusammenleben aller Bürger befähigen und helfen, Hass und Vorurteile zu überwinden.

Die Hand in Hand Schule führt kein Eigenleben, sondern ist Bestandteil der Gesellschaft, aus der ihre Schüler kommen und in die sie zurückkehren, um sie neu zu gestalten. Sie werden es sein, die die Ziele und Ideen der Schule in ihre Umgebung und darüber hinaus weitergeben.

Das miteinander leben und arbeiten prägt die pädagogische Arbeit der Schule, an der sich auch die Eltern mit großem Engagement beteiligen.

Hebräisch und Arabisch, beide Sprachen haben im Leben der Schule den gleichen Stellenwert. Jede Klasse wird von einem arabischen und einem jüdischen Pädagogen betreut. Lehrpläne und Inhalte werden gemeinsam entwickelt. Probleme des alltäglichen Miteinanders, wie der Umgang mit nationalen Gedenktagen oder kulturelle Unterschiede, werden gemeinschaftlich diskutiert, um Lösungen zu finden.

Die Verantwortlichen haben auch in den schwierigen Jahren der Intifada, als Terror und eskalierende Gewalt nicht ohne Einfluss auf das Projekt blieben, nicht aufgegeben.

Der Friedenspreis der DIG würdigt die Arbeit aller Beteiligten und möchte sie ermutigen, trotz gelegentlicher Rückschläge in ihren Bemühungen um ein friedliches Zusammenleben von Juden und Arabern nicht nachzulassen.

 

Berlin, den 11. Mai 2005

 

Prof. Manfred Lahnstein, Präsident

Magdalene Krumpholz, Juryvorsitzende

 

 

 

 

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