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"Worte verraten nicht nur, sie prägen auch den Geist" - Jochen Feilcke schreibt am 24.03.2003 an die Chefredakteure des "Tagesspiegel": “Ermordung” von Scheich Jassin Sehr geehrte Herren, auf der Titelseite der heutigen Ausgabe des TAGESSPIEGEL ist unter der Überschrift „Israel will Führung der Hamas auslöschen” zu lesen: „Trotz internationaler Kritik an der Ermordung von Scheich Jassin will Israel am Kampf gegen die Hamas festhalten.“ Dazu erlauben Sie mir bitte folgende Anmerkungen. - die Hamas ist von der EU als terroristische Organisation eingestuft worden. Sie zu bekämpfen ist nicht nur das Recht, sondern die Pflicht Israels. Dabei verdient Israel jede Unterstützung auch aus Europa. - Scheich Jassin als Oberhaupt einer terroristischen Organisation zu töten, ist keine Ermordung. § 211 des Strafgesetzbuches (StGB) der Bundesrepublik Deutschland lautet: (1) Der Mörder wird mit lebenslanger Freiheitsstrafe bestraft. (2) Mörder ist, wer aus Mordlust, zur Befriedigung des Geschlechtstriebs, aus Habgier oder sonst aus niedrigen Beweggründen, heimtückisch oder grausam oder mit emeingefährlichen Mitteln oder um eine andere Straftat zu ermöglichen oder zu verdecken, einen Menschen tötet. - es wird wohl niemanden geben, der Israel derartige Motive unterstellt, wenn der Verantwortliche für terroristische Angriffe Zivilisten getötet wird. Ich bitte Sie sehr nachdrücklich, auf die Wortwahl in Ihrer Zeitung zu achten. Worte verraten nicht nur, sie prägen auch den Geist. Mit freundlichem Gruß Jochen Feilcke Vorsitzender der DIG-Arbeitsgemeinschaft Berlin
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