Startseite  


   News aus/zu Israel  


   DIG-Termine  


   Termin-Tipps  


   Pressemitteilungen  


   DIG in der Presse  


   DIG-Berichte  


   Wir über uns  


   DIG bundesweit  


   Jugendforum  


   Friedenspreis 2005  


   Gedenkkonzert 2008  


   DIG-Israel-Reisen  


   Links  


   Impressum  


   Kontakt  


   Israelfest 2008  


   ... neu ... Kunst  

Über 700 Besucher beim 6. Rabin-Gedenkkonzert im Großen Sendesaal des SFB
Ein Bericht von Meggie Jahn

Mit Timna Brauer und dem Elias Meiri gelang es der DIG-Arbeitsgemeinschaft Berlin auch im Jahr 2002, zwei außergewöhnliche Interpreten und ihr Ensemble für das inzwischen 6. Rabin-Gedenkkonzert und 26. Wohltätigkeitskonzert zu gewinnen: Überzeugt hatten sie mich im März mit ihrem Programm "Voices for Peace", bei dem die Künstler gemeinsam mit einem israelischen und palästinensischen Chor im Jüdischen Museum aufgetreten waren.




Jochen Feilcke bei der Begrüßung



                                            

                                                                          Timna Brauer


Timna Brauer & Elias Meiri Ensemble am 4. November
im Großen Sendesaal des SFB


Als Tochter des singenden Malers Arik Brauer wuchs Timna (hebräisch für "Jemen") dreisprachig in verschiedenen Welten auf. Sie studierte in Paris Musikwissenschaften, lebt seit ihrer Jugend vier Monate im Jahr in Israel und hat seit einigen Jahren in Wien eine Jazz-Professur. Einer ihrer Großväter stammte aus Litauen, der andere wanderte aus dem Jemen ins "Heilige Land" ein. Beide waren hervorragende Sänger und ihre - teils europäischen, teils orientalischen - Lieder haben die Entwicklung der Künstlerin stark geprägt. Zugleich Israelin und Österreicherin vertrat Timna Brauer 1986 Österreich beim Grand Prix d'Eurovision de la Chanson". 1988 war sie die Entdeckung beim 22. Jazz-Festival in Montreux und stand mit Miles Davis und Herbie Hancock auf einer Bühne. Ihr Mann und Partner, der Israeli und Berkeley-Absolvent Elias Meiri, ist in Europa und den USA bekannt als virtuoser Jazz-Pianist, dessen Stil stark beeinflusst ist von mediterranen Klängen und orientalischen Rythmen. Als Begleiter der Jazz-Champions Dizzy Gillespie oder Steve Grossmann trat er bei internationalen Festivals auf und wird oft in einem Atemzug mit Chic Corea genannt.

Jüdische, christliche und muslimische Gesänge

Das Konzert bot eine außerordentliche musikalische Spannbreite. Jüdische, christliche und muslimische Gesänge, Freude am Musizieren und orientalischer Tanz bildeten die Grundlage einer Synthese aus arabischer, nordafrikanischer, spanischer und osteuropäischer Musik, in die sich Elemente von Klassik, Jazz, Rock, Flamenco und Bebop mischten. Mit einer unglaublichen Bühnenpräsenz zog Timna Brauer die ca. 700 Gäste in ihren Bann. Die multikulturelle Zusammensetzung des Ensembles - Musiker aus Wien und Israel (Gesang und Keyboard), Tobago (Schlagzeug)und Istanbul (Percussions) - begeisterte die Zuhörerschaft ebenso wie das natürliche Zusammenspiel der Künstler. Spürbar wurde, wie viele Berührungspunkte es zwischen jüdischer, christlicher und muslimischer Musik gibt, wie viele Traditionen den heutigen Reichtum israelischer Kultur prägen. Die Musik schuf einen Dialog - ein Miteinander - wie wir es uns auch für die Politik wünschen. Das islamische Lied "Allah Ya Mullana" ("Der Allmächtige ist groß") widmete Timna Brauer dem Friedensnobelpreisträger Yitzhak Rabin, der den mutigen Schritt gewagt hatte, die jahrelange Feindschaft zwischen den Nachbarn zu überwinden.


                                                      


                                                            Meggie Jahn mit Elias Meiri und Timna Brauer



Friedenspreis der DIG für jüdisch-arabische Verständigung

Der Überschuss des Konzerts - diesmal unter der Schirmherrschaft von Bundestagspräsident Wolfgang Thierse und des Israelischen Botschafters Shimon Stein - kommen dem zweiten Friedenspreis der DIG für jüdisch-arabische Verständigung zu Gute, der am 2. April 2003 im Berliner Reichstag an die Friedensschule von Neve Shalom - Wahat al Salam verliehen wird. Erfreulich deshalb, dass sowohl die Initiatorin des DIG-Friedenspreises und ehemalige Vizepräsidentin der DIG, Magdalene Krumpholz, präsent war, als auch Hermann Sieben, Vorsitzender des Fördervereins für Neve Shalom, der einige Worte zu dem Projekt vortrug. Der Vorsitzende Jochen Feilcke konnte nicht nur zahlreiche Exzellenzen, Abgeordnete und Vertreter der Bundesregierung, des Berliner Senats sowie den Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde, Dr. Alexander Brenner, begrüßen, sondern auch die langjährige Vorsitzende der IDG Jerusalem, Marianne Karmon - eine besondere Ehre und Freude.



                                                                   


                                                                                             Jochen Feilcke dankt Timna Brauer




Elias Meiri und Timna Brauer mit dem Gesandten
an der
Israelischen Botschaft, Mordechay Levi





PSts. Uschi Eid (Bündnis 90/Die Grünen) beim
Rabin-Gedenkkonzert 2002 in der ersten
Reihe


(Fotos von Margrit Schmidt)

nach oben