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„Die Chuzpe zu leben“
Buchvorstellung mit Asher Ben Natan am 27. Oktober 2003 bei der KAS in Berlin

Ein Bericht von Meggie Jahn





Ministerpräsident a.D., Bernhard Vogel, Leiter der KAS, bei seinem Grußwort,
rechts: A. Ben Natan, Motti Levi, Gesandter an der Israelischen Botschaft



Asher Ben Natan hatte sich geschworen, seine Memoiren nicht vor dem 80. Geburtstag zu beginnen. Kaum zu glauben, aber wahr: Inzwischen ist er im 83. Lebensjahr. Am 27. Oktober lud die Konrad Adenauer Stiftung zur Vorstellung seines jüngst im Droste-Verlag erschienenen Buches „Die Chuzpe zu leben“ ein. Der Titel sei „trefflich gewählt“, so Ministerpräsident a.D. Bernhard Vogel, heute Vorsitzender der KAS, in seiner Laudatio, habe Ben Natan als erster Botschafter Israels in der Bundesrepublik Deutschland doch mit Schlagfertigkeit und Charme immer klar seine Meinung vertreten und mit Mut und Kühnheit deutsche Verantwortung für die Sicherheit Israels eingefordert. Ihm sei es gelungen, über die furchtbare Vergangenheit hinweg die Brücke in eine bessere Zukunft zu bauen. Unter der Ägide von Ben Natan seien die Wissenschaftsbeziehungen zwischen dem Max-Planck- und dem Weizman-Institut ausgebaut worden. Als er das Musical Anatevka (mit dem unvergessenen Shmuel Rodensky) nach Deutschland holte, habe Ben Natan den Bann der Knesset gegen die Aufnahme deutsch-israelischer Kulturbeziehungen gebrochen. Vogel verwies darauf, dass ohne die Initiative von MdB a.D. Dr. Johannes Gerster, Repräsentant der KAS in Jerusalem, das Erscheinen des Buches in deutscher Sprache nicht zustande gekommen wäre, wofür ihm zu danken sei. Mordechai Lewy, Gesandter an der Israelischen Botschaft Berlin, lobte in seiner Rede das „Kapital“, das Ben Natan in seiner fünfjährigen Amtszeit für die deutsch-israelischen Beziehungen aufgebaut habe, von dem seine Nachfolger heute noch zehrten. Durch sein Talent der „public diplomacy“ habe er direkt in die deutsche Bevölkerung hinein gewirkt.


Foto: Friedrich W. Zimmermann

Asher Ben Natan spricht über sein Buch und dankt
den Veranstaltern




In seiner Dankesrede zitierte Ben Natan die Worte seines Freundes Shimon Peres, der einmal gesagt hatte, Komplimente seien wie Parfüm: Man solle daran riechen, es aber nicht verschlingen. Tatsächlich habe er als Botschafter immer nur das getan, woran er glaubte und wovon er überzeugt war. Ben Natan bereicherte den Abend mit zahlreichen Anekdoten. So trug das Zitieren eines Briefes zur allgemeinen Heiterkeit bei, in dem es geheißen hatte: „Herr Botschafter, Sie sind so ein ausgeglichener Charakter, sind Sie getauft?“. Ben Natan unterstrich, ihm seien menschliche Begegnungen zwischen Deutschen und Israelis stets wichtiger gewesen als alle diplomatischen Kontakte. Davon gab auch der Abend beredtes Beispiel.

In die Adenauer-Stiftung gekommen waren ca. 100 Gäste, darunter langjährige Weggefährten aus den Reihen der DIG, so die Präsidiumsmitglieder Waltraud Rubien und Jochen Feilcke. Ben Natan ist seit den 70er Jahren Präsident der israelischen Partnerorganisation IDG. Wir alle wünschen ihm noch viele gesunde und produktive Jahre!


Foto: Friedrich W. Zimmermann

Meggie Jahn läßt sich ihr Buch von Asher Ben Nathan signieren.



DIE CHUZPE ZU LEBEN. Stationen meines Lebens, Droste Verlag GmbH, Düsseldorf 2003, 24.80 €

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